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2008 wird nun im Kazelatagebuch vom Septemberurlaub seinen Abschluß finden. Wir hofften noch auf ein paar schöne Tage zum Relaxen, bevor die Zelte für das Jahr 2008 abgebrochen wurden. Wettermäßig war es eine herrliche Saison und gefühlsmäßig war sie wie immer zu kurz.


Hier kannst du lesen wie es uns beim letzten Kazelaurlaub ergangen ist. Laßt euren Urlaub vielleicht auch revuepassieren und freuen wir uns in Gedanken auf

eine schöne Kazelasaison 2009

Mittwoch, 10.9.2008: Ankunftstag
Eine super Fahrt hatten wir heute.
Eine super Fahrt hatten wir heute.
Eine super Fahrt hatten wir heute.
Kaum Verkehr, am Tauern gabs kühle 8° und starken Nebel vor dem Katschbergtunnel. In Ljubljana war der neue Autobahntunnel wieder offen und im restlichen Slowenien gabs zwar ein paar Baustellen, aber sie waren kurz und gut befahrbar. Einzig bei der ersten Baustelle in Unec hatte sich ein kleiner Stau gebildet. Tja, das Reißverschlußsystem ist nicht jedermanns Sache.

In Kazela sind wir um ca. 12 Uhr mittags angekommen. Der Platz ist ziemlich voll. Soviele Camper hab ich um diese Zeit noch nie gesehen. Auch Brankica schrieb, daß in Medulin noch nie soviele Touristen im September da gewesen sind.

Das Wetter ist sehr heiß und diesig als wir ankommen. Kaum eine Brise Wind. Alles ist eingestaubt und total trocken. Es hat nur ein paar Tropfen geregnet, das sieht man am Vorzelt. - Nur ein paar Abdrücke im roten Staub. Über 30° hat es. Ich wundere mich, daß keine Tagesgäste da sind und niemand im Wasser ist. Da kommt auch schon Paolo und berichtet, daß ein paar Quallen da sind. Er sagt, daß ein paar Tage vorher starker Jugo war. Der hat die Pflanzen ganz schön verbrannt, wie ich jetzt sehe und die Quallen mitgebracht. Paolos Frau Thea kommt auch vorbei und will sich das mit eigenen Augen ansehen, ob sie Baden gehen kann. Nach einer Weile kommt sie zurück und meint, daß es sehr nette kleine Tiere sind, die man kaum sieht. Sie verzichtet aber lieber aufs Baden.

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft
In meiner unmittelbaren Nachbarschaft
In meiner unmittelbaren Nachbarschaft
steht ein Pulk von Schwaben mit großen Wohnmobilen aus Heidenheim und Göppingen. Mit Liliane und Heinz aus Heidenheim hab ich gleich mal nett getratscht. Martha und Kajetan aus Friesach bei St. Veit in Kärnten stehen neben Heinz. Sie wohnen in der ältesten Stadt Kärntens und haben mir erzählt, daß in Friesach gerade eine alte Burg wieder aufgebaut und zu einer Museumsburg ausgebaut wird. Bevor ich die Beiden fürs Medulinalbum fotografieren konnte, sind sie aber weitergezogen.

Ein nettes Paar aus Kassel, das ich noch nicht kenne, steht neben Karin und Horst aus Köln. Die Beiden sind zum zweiten Mal in dieser Saison hier und genießen diesen Herbsturlaub.


"Bratko" Erhard aus Stuttgart ist ebenfalls wieder in Kazela, diesmal aber mit Freundin Susan aus Konstanz.
Sie sitzen gemütlich bei Schuri
Schuri
.

Horst + Elisabeth
Horst + Elisabeth
, Edelgard + Uve und Annette + Thomas mit Tochter Vanessa
Annette + Thomas mit Tochter Vanessa
sind auch da.

Karli + Helga
Karli + Helga
haben wir im Runterfahren gesehen und Walter aus Innsbruck kommt kurz zum "Hallo-sagen" vorbei.

Wir hielten erstmal ein Mittagsschläfchen ab, nachdem wir ausgepackt hatten. Am Abend gabs das übliche Ankommen-Spaghetti-Essen im Bilina und anschließend spielten wir ein bisserl Skip-Bo mit Elisabeth, Horst, Edelgard und Uve.

Donnerstag, 11.9.2008: Gerüchteküche
Gerüchte gehen auch schon wieder um. Elisabeth erzählt, daß geredet wird, daß Kazela die Dauercamper von den ersten Reihen weghaben will und die Pauschale nocheinmal erhöhen will. Die durchzugscamper sollen auch die Möglichkeit haben einen erste Reihe Platz zu kriegen und dafür ebenfalls die +20% Aufschlag zahlen.

Am Textilteil soll das genauso gemacht werden und hier gehen die Emotionen schon hoch, noch bevor aus dem Gerücht eine Tatsache wird. Ist aber auch kein Wunder, denn es gibt ja nur ein paar Plätze, die man eventuell als "erste Reihe" titulieren könnte. Die große Wiese vor den ersten Stellplätzen ist für die Appartmentgäste als Liegewiese vorgesehen und der Rest des Textilplatzes ist mit Mobilhomes vollgestellt.

Monika und Hubert aus Ternitz (Niederösterreich) kommen auch vorbei und erzählen, daß sie auf der Homepage schon lange mitlesen. Sie wollen mir ein Mail schreiben haben sie versprochen.

Walter und Lilo aus Gaggenau
Walter und Lilo aus Gaggenau
kommen sich verabschieden, denn ihr Kazelaurlaub 2008 ist nun zu Ende.

Helmut aus Graz muss aus gesundheitlichen Gründen seinen Urlaub abbrechen und fährt mit seiner Frau Irmi nachhause. Seine Tochter und der Schwiegersohn helfen den Beiden beim Abbauen und alles ging so schnell, daß wir nichtmal Gelegenheit hatten uns richtig zu verabschieden.

Freitag, 12.9.2008: Schuri hat Geburtstag
Schuri hat Geburtstag und wir haben für ihn ein Schnitzelfestessen für den Abend geplant. Blöderweise mag er aber gar kein Putenfleisch und er lädt alle seine Kazelafreunde zum Dejan in die Strandbar ein. Ein Fass Bier gibts und am nachmittag soll ein Musiker ein wenig für Unterhaltung sorgen. Der Quetschenspieler hat aber aus privaten Gründen Verspätung und wir müssen vorher schon heimgehen, um die Schnitzel für unsere restlichen Gäste zu panieren.

Mir ist das Bier beim Dejan ganz schön eingefahren, aber die Annette war so lieb und half mir das Schnitzelfest vorzubereiten. Sakra, ich hatte wirklich einen in der Krone und es hat eine Weile gedauert bis ich wieder klar denken konnte. wink

Hat dann ganz gut geklappt das Schnitzelessen mit Elisabeth + Horst, Annette, Thomas + Vanessa und Edelgard + Uve. Wir haben uns gleich ins Vorzelt verkrümelt zum Essen, denn es hat sich immer mehr zugezogen. Es war dann recht lustig und wir konnten gemütlich Blitze schauen, die den Himmel taghell erleuchteten. In der Nacht fängt es dann an ein bisserl zu regnen und Wind kommt auf.

Samstag, 13.9.2008: Fischessen bei Brankica
In der Früh geht schon eine heftige, kalte Bora und Mittag fängts an zu schütten, daß man meint, die Welt geht unter. Einige Stunden prasselt das Wasser vom Himmel. Das ist der dritte Regenguß seit fast 6 Monaten und eigentlich freut man sich für die Natur.

Um 17 Uhr lockert es dann auf und es hört auf zu regnen. Was bleibt ist der starke Wind und ein rotes Meer von der eingeschwemmten Erde.

Wir fahren zu Brankica + Beo nach Medulin. Sie haben uns für heute zum Fischessen eingeladen. Wie immer hat alles ganz super geschmeckt. Beo ist nicht nur ein super Grillmeister, er bereitet auch den Fisch hervorragend zu.

Ich erzähle Brankica, daß Monika und Wolfgang aus Hannover bei mir angerufen haben. Sie lassen fragen ob nächste Woche noch ein Appartment bei ihr frei ist. - Das ist möglich und ich werde schauen, daß ich Monika informiere.

Natürlich frage ich Brankica auch zum Meduliner Kanalnetz aus, da sie ja neben ihrem Haus das Sammelbecken und die Pumstation hat. Tja, bei dem Bau hat ihr Haus leider schwere Schäden erlitten, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Sie prozessiert seither mit der Gemeinde, die für die Reparaturen nichts bezahlen will. Naja, das wird wohl noch einige Jahre nicht abgeschlossen sein, wie immer wenns ums Geld geht.

Zwischen Flaniermeile und neuer Promenade ist durch den starken Regen "Land unter". Es ist ein riesiger See entstanden und niemand kann von dieser Seite zufahren. Ich kann das leider nicht fotografieren, da es nun schon dunkel ist.

Wo soll das Wasser hin? - sagt Brankica - 50 cm darunter ist das Meer.

Sonntag, 14.9.2008: Gemütlicher Tag
Es ist wieder schön. Blauer Himmel, die Sonne scheint, eine starke Bora weht und die 18° fühlen sich deshalb "saukalt" an.

Naja, besser als zuhause denke ich mir. In den höheren Lagen gibts die ersten Schneefälle und laut meiner Tochter Alexandra haben wir 6° und Dauerregen bei uns.

Wir machen uns einen gemütlichen Tag und bauen unser Tarnnetz ab. Das ist jetzt schön gewaschen vom starken Regen.

Es sind noch ungewöhnlich viele Camper am FKK-Teil und es kommen täglich ein paar neue Herbsturlauber dazu. Martha und Kajetan haben sich kurzfristig entschlossen heimzufahren, doch schon kurz darauf trudeln Lilli und Wolfgang ein und stellen sich auf diesen leer gewordenen Platz. Das Wohnmobil neben uns aus Kasse ist auch weg, dafür bekommen wir jetzt Birgit + Karl als Nachbarn.

Georg aus Wien mit dem Mercedes Cabrio taucht wie jedes jahr bei uns hinten auf. Michael aus Graz ist mit ihm mitgefahren und schaut sich mal unsere hinterste Ecke an. Georg erzählt mir auf die Frage, wo denn sein Hund sei, daß der nette Beagle gestorben ist. Er war ja schon im Vorjahr ziemlich kranz und Georg mußte ihn immer ins auto heben, da er nicht mehr springen konnte.

Montag, 15.9.2008: Einkaufs- und Ratschtag
Auch heute machen wir nicht allzuviel. Uns freuts einfach nicht abzubauen. Ein bisserl ratschen mit den Nachbarn, ein Sprüngerl ins Bilina und nach Medulin zum Bäcker. Den neuen Konzum haben wir uns auch angeschaut. Tolles Geschäft, gut sortiertes Warenangebot, breite Gänge, große Kühlvitrinen für Brot, Wurst, Mopro und Frischfleisch. Echt eine Bereicherung für Medulin.

Am Abend hocken wir mit Karin + Horst beisammen, doch wir sind alle recht müde und verschwinden ziemlich früh ins Bett.

Achja, Mia + Wolfgang haben wir leider verpasst. Wir haben uns jedesmal "aneinander vorbeibesucht". *gg*

Dienstag, 16.9.2008: Essen im Istriana
Wir spazierten vormittag in die "Rue de la Gack". (danke Helgaoma für den sanfteren Ausdruck) wink Einige behaupten ja, daß hier die "Medulinka Rentnergang" wohnt. Man könnte auch "Österreicherloch" zu diesem Platzteil sagen.

Naja, dann stell ich sie euch diesmal richtig vor.
Von uns aus gesehen sind die ersten Camper Hans (Giovanni) + Evelyn aus St. Veit. Daneben stehen Thea und Paolo aus Meran. Wer jetzt meint, daß sie nicht ins Österreicherloch passen, dem sei gesagt, daß Thea auf die Feststellung meinerseits, daß sie ja Italiener sind, ganz entrüstet gesagt hat: "Wir sind keine Italiener, wir sind SÜDTIROLER! - Also ziemlich und fast Ösis. wink Dahinter stehen Luis und Vera aus Graz. Neben den Steirern stehen Helga + Karli aus Wien mit Papa Walter + Tante Anni und vor den Wienern residieren Helmut + Linde aus Klagenfurt. Ein bisserl weiter Richtung Waschhaus, neben Karli + Helga, haben sich Helmut und Irmi aus Graz eingemietet, die ja leider schon heimgefahren sind, weil es Helmut gesundheitlich nicht gut ging.

Das sind also die Dauercamper und nachmittag trudeln nun auch Erich + Elfriede aus Wels ein, die sich neben Karli + Helga niederlassen. Natürlich kennen die sich auch schon viele Jahre und sind befreundet. Sie fahren auch gleich mit ins Istriana Ich kenne die Welser auch schon einige Jahre vom Mailen, als Leser meiner Medupost und Homepagegucker. Wels ist ja nur 30 km von mir zuhause entfernt, da kann man sich über ganz andere Dinge unterhalten, wenn man aus derselben Gegend kommt. Nun lernte ich sie endlich persönlich kennen. Sehr nette Leute, die perfekt in die "Rue de la Gack" passen.

Das ist also immer eine ganz lustige Runde da oben und wir gehen gerne ins "Österreicherloch" auf Besuch. Wir tauschten Foto CD's aus, verabreden uns für den Abend um ins Istriana nach Pomer zu fahren und für Mittwoch ist ein Fotonachmittag geplant. Alle wollen miteinander Fotos anschauen von den Festln der Saison 2008. wink

Hermann baut nachmittag unseren "Wind" ab. bei so schönem Wetter funktioniert das stressfrei. Tja, rein in die Staukisten mit den Fahnen und den Windrädern. Ist jedes Jahr ein komisches Gefühl wenn es rundherum ein bisserl nackiger wird. Das Ende der Saison rückt unweigerlich näher. Einerseits genieße ich die letzten Tage, andererseits bin ich traurig, daß ich mein Platzerl bald verlassen werde.

Mittwoch, 17.9.2008: Horst hat Geburtstag
Super Sonnenschein, leichte Bora, aber es wird schon wieder wärmer. Heute werd ich mal ein bisschen das Vorzelt innen putzen, nachmittag geh ich Fotos anschauen und am Abend sind wir bei Elisabeth zum Essen eingeladen, weil ihr Göttergatte Horst Geburtstag hat.

Elisabeth hat sich wiedermal selbst übertroffen und herrlich gekocht. Wir waren insgesamt 10 Personen. Edelgard + Uve, die Madln Kristl + Christine, Lilli + Wolfgang, elisabeth + Horst und Hermann + meine Wenigkeit. Es gab panierte Hendln, Schaschlikspiesse und gefüllte Pleskavica (wahlweise mit Mozzarella oder Ziegennkäse) zur Auswahl. Dazu selbst gemachte Pommes und Reis, sowie Gurken- und Tomatensalat. First Class Bewirtung also zu Horsts Geburtstag.

Nach dem Essen (wir haben uns alle den Bauch gehalten, so voll waren wir) gesellten sich noch die nachbarn Renate + Adolf aus Göppingen zu uns. Es hat sich rausgestellt, daß sich einige aus früheren Zeiten noch kennen. Tja, die Welt ist klein, die Kazelawelt ganz besonders.

Donnerstag, 18.9.2008: Besuch in Fazana
Heute ist es vormittag noch bedeckt gewesen und die kalte Bora hat wieder aufgefrischt. Pünktlich um 12 Uhr hat es aber ausgeputzt und die Sonnenstrahlen wärmen uns wieder. Elisabeth + Horst haben Kazela heute "Adieu" gesagt und sind in Richtung Heimat abgefahren.

Wir waren im Rentnergrätzl auf einen Frühschoppen und haben sie für morgen zu uns auf ein "Kesselgulaschsuppenessen" eingeladen. Dafür lassen wir vorsichtshalber noch unser Vorzelt stehen, damit wir gemütlich im Warmen sitzen können, falls die Bora doch nicht einschlafen sollte.

Achja, und daß ichs nicht vergesse. Peter + Karin aus Friedberg (Nähe Frankfurt) haben am vormittag auch noch kurz vorbeigeschaut um Hallo zu sagen. Sie hatten einen niedlichen kleinen Dackel mit. wink

Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Fazana ins Camp Bi Village. Wir wollen die Holländer Cily und Ad und die Itzehoer Monika und Dieter überraschen. Die zwei Paare sind ja ehemalige Kazela Textilcamper, die Reißaus genommen haben, als der Wall weggerissen und die vielen Mobilhomes aufgestellt wurden.

An der Rezeption im Bi Village fragen wir also nach unseren Kazela-Freunden. Das Fräulein ist wirklich sehr nett und zeichnet uns den Stellplatz genau im Fazanaplan ein. Dann meint sie aber, daß wir nur eine Stunde bleiben dürfen, dnn müssen wir Eintritt bezahlen. Hääääääääh???... Die sind ja noch lustiger drauf als im Camp Kazela, denke ich.

Ich frage, wieso wir denn eingentlich bezahlen sollen. Es ist bereits halb vier, späte Nachsaison, kein Badewetter und wir kommen zudem aus dem Camp Kazela, das ja dem gleichen Besitzer gehört. Sie grinst ein bisschen verschämt und ich geb ihr meinen Reisepass und die Kazelapässe. Naja, meint sie: "Ausnahmsweise!" *gg* Ich hab ihr Ansinnen aber schon echt lustig gefunden.

Wir fahren also rein und ich muß schon sagen, das Camp Fazana ist toll angelegt, jede Parzelle mit Platznummern versehen und die Straßen haben alle Namen. Man kann sich spitze orientieren. Nur dort, wo sie unsere Freunde eingezeichnet hat, da steht kein Mensch. wink

Also fragen wir Camper und suchen auf eigene Faust nach Cily + Ad, Monika + Dieter. Da wir ja die Vorlieben der Vier kennen, werden wir schnell fündig. Das war ein Hallo und es passt gerade, daß alle bei deutschen Nachbarn aus MKK bei einem Glaserl Sekt beisammenstehen. Da kriegen wir auch gleich eins ab. *hihi*

Wir schauen uns ein wenig um in Fazana und - naja - wir vergleichen ein bisserl mit Kazela. Es ist wirklich gut angelegt, schöne Wege und Bepflanzung, keine Frage. Aber alles steht da wie am Reißbrett. Nichts individuelles, niemand hat die Möglichkeit den Platz a bissl selber zu gestalten, oder sich irgendwie anders hinzustellen. Der Strand ist auch schön, keine Liegeweise, sondern aufgeschüttet mit Kies.

Was ich dann lustig fand ist die Tatsache, daß der Spazierweg am Strand entlang öffentlich ist. Ich dachte zuerst, der Baywatch-turm ist von 7-23 Uhr besetzt, aber Cily erzählte mir, daß die Zeiten für das Tor zum Strand gelten. Es wird am Abend um 23 Für Hunde gibt es eine kleine Wiese im Camp wo sie rumlaufen und ihr Geschäft verrichten dürfen. Die Stellplätze für Hundebesitzer sind auch separiert.

Tja, so schön der Platz auch fürs Auge hergerichtet ist, bei näherer Betrachtung liegt die Tücke im Detail. Kazela ist viel freier und daher auch einzigartig. Ich würde auf keinen Fall tauschen und mich wunderts daher auch nicht, daß so viele jedes Jahr wiederkommen und in Kazela die Freiheiten genießen, die es woanders anscheinend nicht mehr gibt.

Am Abend fahren wir mit nach Fazana zum Essen. Das Lokal heißt Paesan, ist sehr gemütlich und der Wirt richtig nett. Das Essen ist ausgezeichnet, nur die Wartezeit von einer Stunde war etwas unangenehm. ich hatte nämlich schon ordentlich Hunger. Das größte Minus für mich war aber das Stehklo. Es war zwar sauber und alles, aber meine Knie sind halt "Sitzpinkelfans".

Weil das Essen so spät gekommen ist waren wir hinterher schon eilig, daß wir zum Stammtisch des Istrienforums im VTB-Grill in Vodnjan kommen. Da war schon eine ganz nette Runde versammelt. Alle hab ich nicht gekannt, Christl war ohne ihren Mann Peter da, Raimunde und Heinz, Nusa, Reiner in Begleitung von Irmi aus Füssen, Jürgen und seine Frau und noch einige Leute aus dem Camp Tasalera.

Vermisst hab ich Wolfgang und Monika aus Hannover, die sich seit Dienstag bei meiner Freundin Brankica in Medulin einquartiert haben. Sie wollten laut Christl eigentlich kommen. Sie hat sie am Vortag im Kinderheim getroffen. Naja, wird wohl etwas dazwischengekommen sein. (Wie ich mittlerweile weiß ist deren Hündin läufig geworden und da gabs massive Probleme. Sie mußten deshalb auch verfrüht abreisen.)

Als wir gegen 22 Uhr in Kazela eintrafen gingen wir noch kurz ins Bilina. Milenko saß mutterseelenallein im Lokal und so konnten wir sehr schön tratschen über Kazela, Medulin und was sonst noch so an Gerüchten im Umlauf ist, haben wir durchgehechelt. Milenko hat ja viel mehr Einsicht in die Vorgänge rund ums Camp, ihre Besitzer und über Medulin. Ist immer sehr interessant sich mit ihm darüber zu unterhalten und manchmal geht mir dann ein "Licht auf"! *grins*

Schuri schneite dann auch noch rein. Er ist schon sooo lange in Kazela und viel mit Einheimischen unterwegs, deshalb erfährt er auch viel, was sich so tut. War ein angeregtes Gespräch und wir machten dann gemeinsam Sperrstunde und fuhren mit Schuri im Schlepptau in unsere hinterste Ecke.

Freitag, 19.9.2008: Kesselgulaschsuppenessen
Es ist total bedeckt und ein paar Regentropfen gibts am vormittag. Edelgard und Uve brechen ihre Zelte ab und fahren heimwärts. Wir wollen heute unsere Gulaschsuppe an den "Mann" bringen und haben uns dazu Helga + Karli, Luis + Vera und Schuri eingeladen. Mehr geht leider nicht, da wir sicher im Vorzelt sitzen müssen. Es ist zu frisch und mehr Platz haben wir "indoor" nicht.

Am nachmittag wird also der Kessel erstmals geheizt. Vera ist bettlägrig und kann leider nicht kommen. Wir sitzen gemütlich im Vorzelt, es scheint zwar jetzt die Sonne, aber es weht eine frische Bora und das wäre nach Sonnenuntergang zu kalt geworden.

Samstag, 20.9.2008: Abbauen
Jetzt ists soweit, das letzte Fest ist vorüber, wo wir das Vorzelt und die Küche gebraucht haben. Wir fangen an abzubauen. Das Wetter ist einigermaßen stabil angesagt für die nächsten Tage, naja, Hauptsache es regnet nicht. Die Sonne scheint zwar immer zwischendurch, aber der kalte Ostwind will einfach nicht abflauen.

Tja, und am Abend ist meine Lunge wieder zu. Wir machten einen Krankenbesuch bei Vera und dort sind meine Husten- und Erstickungsanfälle wieder massiv ausgebrochen. Ich mußte schleunigst nachhause gehen und hoffen, daß mein Asthmaspray einigermaßen schnell wirkt.

Sonntag, 21.9.2008: Apothekentour + Essen im Fontana
Hab eine ganz schlimme Hustennacht hinter mir und Hermann bringt mich ins Belvedere zum Doktor. Der hat leider am Sonntag keinen Dienst und die nette Rezeptionistin erklärt mir, daß ich entweder in der Apotheke etwas auf Rezept holen kann und dafür Einsatz leisten muß bis ich das am Montag vom Doc bestätigen lassen kann, oder ich kann gleich ins Krankenhaus nach Pula fahren.

Okay, also fahren wir mal zu der Apotheke in Medulin, die aber geschlossen ist. Mein Lieblingsbäcker hat aber offen und zeichnet mir einen Plan zur Zentralapotheke in Pula, die rund um die Uhr und jeden Tag geöffnet ist. Er hat den Weg so toll beschrieben, daß wir gleich hinfinden. Ich erkläre der Apothekerin, daß ich akute Asthmaanfälle habe und ein Cortisonpräparat brauche, das ich vor 14 Tagen auch von meinem Hausarzt verschrieben bekommen hatte.

Und dann die ganz große positive Überraschung. Die Apothekerin verlangte weder einen Ausweis, noch eine Sicherheitsleistung, Sie gab mir das Medikament um !17 Kuna! (ca. 2,50 Euro), wünschte mir gute Besserung und sagte, daß ich keine Bestätigung vom Doktor nachreichen muß. Ich war echt erleichtert, denn ich hatte mit mehr Komplikationen gerechnet.

Auf der Heimfahrt kehrten wir noch schnell ins Restaurant Fontana ein und bestellten für abends einen Tisch für 12 Personen. Wir wollten die "Rentnergang" auch mal in unser Lieblingslokal verschleppen. wink

nachmittag gingen dann unsere Abgrucharbeiten am Vorzelt weiter und ich putzte die Seitenwände sicherheitshalber mit einem Mudschutz, den ich mir aus einem Geschirrtuch gebastelt hatte.

Tja, ich muß mir echt was überlegen wie ich die Feinstauballergie in den Griff bekomme. Ich werde etwas Erde mitnehmen und mich mit meinem Doc darüber unterhalten, was ich dagegen tun kann. Den Cortison nehmen ist sicher nicht der WEisheit letzter Schluß, aber Kazela aufgeben würde mir auch sehr schwer fallen.

Der Abend im Fontana war dann ganz super. Armend hatte uns den Tisch schön gedeckt und Viertelliterkännchen mit Kruskovac, Pelinkovac und Slivovitz zur freien Entnahme hingestellt. Warme Pizzabrötchen brachte er auch als Überbrückung bis das Essen von uns allen fertig war.

Die meisten waren das erste Mal im Fontana und sehr angenehm überrascht. Das Essen war wie immer ausgezeichnet, es hat allen sehr gut geschmeckt und sie können jetzt auch gut verstehen, daß ich dieses Lokal sehr empfehlenswert finde. Die Mama in der Küche ist halt ein großes Plus und sie hat sich auch noch die Mühe gemacht und für uns einen Kuchen gebacken.
Mit von der Partie waren an diesem schönen Abend: Helga + Karli, Tante Anna + Papa Walter, Vera + Luis, Linde + Helmut, Elfriede + Erich und Hermann + meine Wenigkeit.

Montag, 22.9.2008: Der letzte Rest
Heute kommt der letzte Rest des Vorzelts in die Stauboxen. Hat ein bisserl gefeigelt, weil mir der Wind immer das Dach ausgehoben hat beim Waschen. Aber Hauptsache das Wetter ist schön un wir verputzen mit Schuri die letzten Schopfbraten, die ich noch im Gefrierfach hatte. Jetzt kann ich auch meine Pizzapfanne verstauen, die mir in den letzten Jahren sehr gute Dienste geleistet hat. Am Abend spazieren wir noch ins bilina und gönnen uns ein Bierchen nach getaner Arbeit. Hier sieht man auch schon das Saisonende nahen, denn die Terrasse ist schon vollständig abgeräumt.

Dienstag, 23.9.2008: Abschiedsfeier im Bilina
Jetzt wirds ernst. Alles muß weg, das auto eingeräumt und startklar gemacht werden. Vormittag gehe ich uns abmelden an der Rezeption und mal nachfragen, ob die Laura ihr Baby schon hat. Termin wäre ja am 25sten September. Nachmittag kommt Goga mit Dorian uund bringt uns die Papiere für den Winterstellplatz unseres Wohnwagens.

Am Abend werden wir wie jedes Jahr im Bilina mit Kazelafreunden ein bisserl Abschied von der Saison 2008 feiern. Milenko hat uns einen schönen Tisch vorbereitet und hat sich sehr gefreut, daß er zum Saisonschluß nochmal eine größere Gruppe von Gästen bewirten kann. Die letzten Tage war nicht mehr viel los im Bilina. Kein Wunder, die meisten Camper haben ja schon abgeräumt und sind heimgefahren.

Bei unserer Kazelaabschiedsfeier waren dabei: Schuri, Helga + Karli, Tante Anna + Papa Walter, Vera + Luis, Evelyn + Hansi, Elfriede + Erich, Gabi + Helmut aus Premantura (Freunde von Elfriede + Erich) und Hermann + meine Wenigkeit.

Mittwoch, 24.9.2008: Ab nach Hause
Wir haben unseren Wohnwagen abzugsfertig für Dorian stehenlassen, sind noch zu Schuri auf einen Frühstückskaffee und um halb 9 sind wir in Richtung Heimat abgedampft.

Während ich diesen Bericht jetzt mit großer Verspätung geschrieben habe ist mir aufgefallen, daß sich jeden Tag etwas tut bei unserem Kazelaurlaub. Fad wird uns also wirklich nie und wir finden das sehr schön so.

Manche werden sich denken, daß ist doch Stress pur, aber ich denke, das wird sicher besser werden, wenn wir mehr Zeit in Kazela verbringen können. Dann drängeln sich die "Termine" nicht so auf wenige Tage im Sommer. Es machen viele einen Seightseeing Urlaub, und das wiederum würden wir stressig empfinden. Jeder soll das also auf seine Weise machen und wir hoffen nur, daß es Kazela noch viele Jahre in der Form gibt.

Das wars! Die Saison 2008 ist also gelaufen und ich bin sehr gespannt wie es mit Kazela weitergehen wird. Lassen wir uns überraschen und hoffen wir das Beste!

Liebe Grüße aus dem Salzkammergut an alle Meduliner, Kazelaner und Homepagegucker!

Eure Medulinka

Kommentare

Kommentar von Onkelrudi:

Hallo Heidi!
Wie immer mit viel Liebe und Herz geschrieben. Aber Du hast schon recht, so viele Wiederholungstäter können einfach nicht irren. Unsere Familie gehört ja auch seit Jahren zu den Infizierten. Leider haben sich bezüglich deutlicher Verschlechterung in Kazela, alle Gerüchte nicht nur bestätigt, nein sie wurden leider alle noch übertroffen. So wie es jetzt aussieht, ist das Endziel unserer "Freunde" aus Italien, die völlige Vertreibung von uns FKK´lern. Die neuerliche Verkleinerung des FKK Teiles, kostet uns nicht nur das Waldwaschhaus, nein auch die vielen Schattenplätze im kleinen Wald, diese miese Aktion betrifft auch meine Familie. Stehen in dem besagten Wäldchen, gut 20 Jahre. Auch wird die Jahrespacht derart angehoben, dass sich das die meisten Dauercamper gar nicht mehr leisten können, oder wollen. So geht wieder einmal ein Paradies den Bach hinunter.
Mein bis jetzt krampfhaft versprühter Optimismus hat unwahrscheinlich gelitten. Weis nocht nicht, wie wir jetzt reagieren können oder sollen.
Liebe Grüsse an alle Betroffenen,
Rudi

Geschrieben am 16.11.08 um 12:06


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