Topthemen und Schlagzeilen:
Ich habe meinen Bericht diesmal in 2 Teile gegliedert. Der erste Teil mit den allgemeinen Informationen ist ja als Kazelabericht vom August 2008 schon online. Den zweiten Teil vom Augusturlaub mit der Medulinfamilie, inklusive Lokalkolorit, kannst du nun hier in Tagebuchform lesen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Schmökern. Liebe Grüße aus dem Salzkammergut schickt euch Heidi-Medulinka cool

So, jetzt gehts's los! Damit etwaige Informationen nicht im Kazelatagebuch untergehen, werde ich sie andersfarbig unterlegen.

Montag, 11.8.2008:
Die Fahrt verlief eigentlich problemlos. Nur in Ljubljana war der neue Autobahntunnel gesperrt und wir mussten die alte "Stadtrundfahrts"-Strecke nehmen. War aber nicht schlimm.

An der SLO-HR Grenze in Dragonja wurde Richtung Pula relativ zügig abgefertigt. In der Gegenrichtung stand aber eine lange Autoschlange den ganzen Berg rauf.

Ich denke, da wäre es für manche Autobesitzer überlegenswert gewesen doch über Piran zu fahren und die kleine Grenze anzusteuern. Ist zwar ein kleiner Umweg, aber bevor man eine Stunde im Stau steht....

Auf der Schnellstraße nach Pula hatten wir trotz LKW-Verkehr Glück und konnten auch flott dahinbrausen. Erst bei der Abfahrt in Pula merkten wir, daß Hochsaison ist. 1 km Rückstau auf der Schnellstraße. Tja, die Ampelkreuzung in Pula ist einfach nicht für dieses Verkehrsaufkommen gemacht.

Wir haben daher erstmals die Strecke über Valtura ausprobiert und sind an der stehenden Kolonne über die Sperrlinie Richtung Flughafen weitergefahren. Auch von dieser Seite stand eine Kolonne nach Pula hinein. Na bravo, denk ich mir, die müssen mit Geduld gesegnet sein.
Wir sind also nach Valtura abgezweigt und über Sisan, Liznjan nach Medulin gefahren. Das ist eine sehr schöne Straße, über die wir vor 20 Jahren sicher gejubelt hätten. Naja, besser eine halbe Stunde länger fahren, als 2 Stunden im Stau stehen.


Kazela war wieder Erwarten sehr locker besiedelt. Wir waren eigentlich darauf gefasst gewesen, daß es in der Hauptsaison sehr voll sein würde. Es war sogar leerer als in der Vorsaison, wobei mir als Hauptgrund nur die Preiserhöhungen einfallen. Das Wetter und die Wasserqualität des Meeres ließen nämlich wirklich nichts zu wünschen übrig. Jeder Tag war bisher schöner als der andere, sagten unsere Freunde. Das Wasser klar und keine Quallen oder Algen.

An unserem Ankunftstag schaute gleich mal Rolf aus dem Schwarzwald vorbei. Er berichtete, daß am Textilteil sein Platz vom Vorjahr noch frei gewesen war und er auch nicht bemerkt hat, daß beim Surfcenter irgendwas abgerissen worden ist. Tja, wahrscheinlich hatten meine Informanten den Zeltaufbau gemeint, der aber schon vorigen Herbst abgebaut worden war.

Otto aus Wien kam auch ganz kurz vorbei, da er mir einen schönen Gruß von Poldi und Hans aus Baden ausrichten wollte. Die Beiden haben wir heuer leider verpasst.

Michi und Fritz aus Baden trudelten ebenfalls ein und erzählten, daß der ganze Kibo-Clan (Christiane + Hans, Heidi + Ralf, usw.) wieder heimwärts gefahren ist.

Karli aus Wien hatte uns beim Runterfahren gesehen, kam "Hallo" sagen und ratschte mit Hermann, während ich ein bisserl schlief. Alle möglichen Camping- und Mobilhomegeschichten wurden kolportiert und ich war zum wiederholten Male froh, daß ich so ein abgeschiedenes Plätzchen hab. Außer den netten Holländern mit dem tollen Beduinenzelt
netten Holländern mit dem tollen Beduinenzelt
war nämlich meine unmittelbare Nachbarschaft vollkommen leer. Wie schon gesagt, sehr ungewöhnlich, aber angenehm! wink

 die 2-Mann Band dieses Sommers.
Am Abend fuhren wir noch schnell ins Bilina etwas essen. Das machen wir eigentlich immer, denn am Ankunftstag bin ich immer zu müde um zu kochen. Dort spielte die 2-Mann Band dieses Sommers.
die 2-Mann Band dieses Sommers.
Es war wirklich gemütlich auf der Terrasse zu sitzen, übers Meer zu schauen und wir begannen schon unseren Urlaub zu genießen.


Dienstag, 12.8.2008:
Wir begannen mit den Standardarbeiten bei unserem Wohnwagen und unserer Parzelle. Manche meinen ja, Camper haben einen Vogel und Dauercamper einen besonders großen. Das Vorzelt war einpaniert mit einer dicken roten Staubschicht und mich gruselts da immer regelrecht, wenn ich die Fenster aufrolle.

Also alles mal ein bisserl abwaschen, das muß sein. Auch Rasenmähen an den schattigen Stellen ist Pflicht für uns. Da steht das Gras ganz schön hoch und ich mag die Erdflöhe nicht. Die beissen mich immer als erstes. ;-( Aber wir machen das alles ganz gemütlich und ohne Hektik. Mir macht das Spaß.

Brankica und Beo schauten am späten Nachmittag vorbei und am Abend hatten wir ausgemacht, daß wir noch zum Dejan in die Strandbar gehen. Michi + Fritz saßen schon da mit einem Pärchen. Es stellte sich raus, daß es Ilona und Martin aus Mosbach waren, mit denen ich zwar schon 2007 gemailt, aber die ich noch nicht persönlich kennengelernt hatte.

Martin erzählte uns, daß er sich selber einen Auflieger gebaut hat, den sie immer "die Kiste" nannten. Das interessierte mich sehr und ich wollte ihn mir unbedingt am nächsten Tag anschauen.

Tarnpalast
Mittwoch, 13.8.2008:
Heute war wieder ein "Full House Tag" in unserem Tarnpalast
unserem Tarnpalast
, wie Rolf unsere Wohnwagenburg schon in den Mails so lustig tituliert hatte.


Fritz und Michi kamen sich verabschieden, Ilona und Martin
Ilona und Martin
waren mitgekommen, Gabi und Rolf kamen in korrekter FKK-Kleidung vorbei, Manfred aus München, (er sagt, er sei das Nebengeräusch von seiner Ann-Barbara)
Manfred aus München, (er sagt, er sei das Nebengeräusch von seiner Ann-Barbara)
den ich endlich mal kennengelernt hab, war auch mit von der Partie, und wir alle verbrachten einen ganz gemütlichen Nachmittag.

Das Beste war aber, wie wir ganz unverhofft zu einer Arbeitsplatte für meine Vorzeltküche kamen. Ilona und Martin erzählten am Nachmittag, daß sie abends nach Medulin essen fahren wollen und wir sagten, daß wir vielleicht nach Pula fahren wollen, denn wir brauchen Brot und eben eine Platte für das Eisengestell, das wir von zuhause mitgenommen hatten. Diesen stabilen Unterbau hatten wir für unsere Kühlschränke vorgesehen.

Martin schaute sich das Gestell an und meinte: "Naja, das können wir euch ja vom Pevec mitnehmen!" - Ah geh, hab ich gesagt, du wirst doch nicht extra nach Pula fahren wegen unserer Platte. - Des macht nix, meinte er, des macht er gerne. wink

Ich habs ja nicht geglaubt und dachte er macht Spaß, aber um halb elf in der Nacht fuhr er mit seinem Pickuplastwagenunterteil vor und lud eine 2,60 m lange Arbeitsplatte ab, und Ilona hatte auch Brot für uns mitgebracht. Das war vielleicht eine Überraschung und uns war echt super geholfen.

Donnerstag, 14.8.2008:
Sonne in Kazela
Herrlicher Sonnenschein erwartete uns
Herrlicher Sonnenschein erwartete uns
auch heute wieder als wir ziemlich müde aus den Federn krochen. Wir sind ganz schön lange beieinandergehockt und haben auf die Arbeitsplatte angestossen. Als kleines Dankeschön packten wir den Kühlschrankinhalt in die Kühltasche und fuhren zu Ilona und Martin, um gemeinsam zu frühstücken.


Bei der Gelegenheit besichtigten wir auch gleich Martins selbstgebauten Auflieger. Also, das ist ein tolles Teil, das kann ich euch sagen. Im Prinzip funktioniert das wie ein Pick-Up, der Unterschied ist nur, daß der LKW keine Ladefläche hat, wo dann der Wohnwagenteil drauf kommt. Der Teil, der dann frei steht hat mehr die Form eines großen Wohnmobils. Martin hat von der Holzkonstruktion an alles selbst gezeichnet, geplant, Statiken berechnet, angefertigt und zum Schluß vom Tüv absegnen lassen. Auch den LKW hat er umgebaut, damit er für "seine Kiste" optimal funktioniert. Ich hab leider keine Bilder davon, aber ich frag mal, ob die Beiden mir was schicken können. Ich glaub nämlich, daß ich das nicht sehr gut erklärt habe. wink
Naja, jedenfalls kaum zu glauben, was man Martin da mit guten Ideen und handwerklichem Geschick zustande gebracht hat. Alle Achtung!

Freitag, 15.8.2008:
Heute erwarten wir Hermanns Neffen Manfred
Hermanns Neffen Manfred
und seine Frau Maria
seine Frau Maria
. Sie kommen erstmals nach Kazela und sie wollen auch das erste Mal FKK-Camping ausprobieren. So gesehen ist ein Besuch bei uns in der hintersten Ecke von Kazela ja ideal. Noch dazu wo noch das Enkelzelt vom Juli aufgebaut ist.

Das Wetter war nicht mehr ganz so heiß wie die letzten Tage und etwas bedeckt. Es passt sehr gut für die Beiden, denn sie sind in der Nacht durchgefahren und dementsprechend müde, als sie um halb 8 Uhr früh bei uns eintreffen. Hermann war schon zeitig bei unserem Lieblingsbäcker in Medulin
Lieblingsbäcker in Medulin
gewesen und hatte fürs Frühstück frische Semmerl eingekauft. Es war so ein richtiger Ausspann- und Rasttag für uns alle. Am Abend fielen dann ein paar Regentropfen, grad halt soviel, daß wir alles schnell wegräumen und das Vorzelt zumachen mussten.

Die netten Holländer mit dem tollen Beduinenzelt
Die netten Holländer mit dem Beduinenzelt hatten ihren ersten Kazelaurlaub auch sehr genossen, sie hatten immer wieder verlängert und waren ca. 4 Wochen geblieben. Ich hab mir das Zelt anschauen dürfen und ich war echt begeistert. So ein tolles Hauszelt hab ich noch nie gesehen. Es gibt auch nur eine einzige Firma, die diese Zelte fertigt, und die ist in Holland. Tja, aber nun war ihr Kazelaurlaub zu Ende und bevor es vielleicht zu regnen beginnt sind sie weitergefahren.

Diese nächsten Tage von waren sehr gemütlich und entspannend. Maria und Manfred gefiel Kazela ausgesprochen gut. Wir stellten ihnen viele von unseren Bekannten und Freunden vor, grillten zusammen, zeigten ihnen ein bisserl was von der Gegend rundherum und gingen mit ihnen zu unseren Lieblingslokalen essen.

Samstag, 16.8.2008:
In der Nacht gabs nocheinmal einen kurzen Regenguss mit Blitz und Donner. Am vormittag fielen noch ein paar Tropfen und es begann aufzulockern. Und die Plätze füllten sich schön langsam wieder. Es ist jedes Jahr so, daß um den 15. August, der ja ein Feiertag ist, die Camper wiederkommen. Erstens weil die meisten Italiener wieder heimwärts ziehen und zweitens, weil auch die hochpreisige Hauptsaison zu Ende geht.

Bis am Abend war wieder herrlichstes Wetter, wie bestellt, denn Maria und Manfred hatten von zuhause ein Riesenstück gesurten Schweinebraten mitgenommen, das wir am Gasgriller braten wollten.
Riesenstück gesurten Schweinebraten mitgenommen, das wir am Gasgriller braten wollten.
Wir luden uns dazu am Abend die Nachbarn Martina + Gerald
Martina + Gerald
, Elisabeth + Horst und Schuri
Elisabeth + Horst und Schuri
zum Mitessen ein.

Also das Fleisch war echt super, butterweich, ganz toll gesurt und mein Hermann hat das mit dem Gasgriller ganz spitze hingekriegt.

Wettermäßig wars außerdem ideal, denn die meisten wissens ja schon, daß ich der ultimative Mondgucker bin. An diesem Tag war auch Vollmond und die partielle Mondfinsternis
die partielle Mondfinsternis
wollte ich mir unbedingt anschauen. wink

Sonntag, 17.8.2008:
Nach und nach haben sich die Plätze in unserer hintersten Kazelaecke und dem restlichen FKK-Teil wieder gefüllt und viele kamen bei uns vorbei um "Hallo" zu sagen.

Stefan, Tanja und die Kinder Mike und Lea aus Pforzheim
Stefan, Tanja und die Kinder Mike und Lea aus Pforzheim
waren Samstag angekommen. Sie standen gegenüber von meiner Wohnwagenburg. Ich kannte die Familie schon von Fotos meiner Tochter, aber heuer hats erst gepasst, daß wir uns persönlich kennenlernen. Wir sind gerne zusammengesessen und haben uns recht gut verstanden. Die Kinder sagten bald auch Oma und Opa zu uns und kamen zwischendurch auf ein Keks oder zum Plaudern vorbei. War echt nett. wink

Hinter Stefan und Tanja stellten sich Andreas, Ursula und die Kinder Felix, Helene und Georg
Kinder Felix, Helene und Georg
aus Ingolstadt mit ihem Wohnwagengespann. Auch diese Familie kannte ich von Fotos meiner Tochter, nur die Eltern von Andreas, Richard und Moni, hatte ich schon vor ein paar Jahren kennengelernt.

Werner und Monika aus Judenburg machten einen fliegenden Wechsel mit ihrem Sohn Gerald und Freundin Martina, die heimgefahren waren.

Herwart und Ursula aus Trier kamen zu Stefan und Tanja auf Besuch, die aber bei uns herüben hockten. Also sind wir zusammengerückt und haben miteinander weitergetratscht. Die Beiden führen einige Edeka Geschäfte und wir sind beim Reden draufgekommen, daß wir Conny als gemeinsame Bekannte haben. wink

Walter und Lieselotte aus Gaggenau
Walter und Lieselotte aus Gaggenau
bei Baden-Baden kamen immer wieder vorbei um ein bisserl zu tratschen. Sie hatten ihren Standplatz oben an der Klostraße, in der Nähe von Luis und Vera bezogen.

Montag, 18.8.2008:
Frühmorgens am 18.8.200 <img src="http://www.medulinka.at/nucleus/plugins/emoticons/icon_cool.gif" alt="cool" />
Das Wetter war wie zuletzt immer 1A. Maria drehte ihre frühmorgendliche Walkingrunde bei herrlichem Sonnenschein
frühmorgendliche Walkingrunde bei herrlichem Sonnenschein
und Windstille.


Heute abend wollen wir mit der "Rentnergang aus dem Klostraßengrätzel" ins Valdebek essen gehen. (Ich weiß, diese Bezeichnung für meine Freunde an der Klostraße hört sich ziemlich lustig aber auch a bissl abwertend an. Ist aber nicht so gemeint und sie betiteln sich oft selber so. wink Also denkt euch nix dabei, so weiß halt jeder wen ich meine. Darüber hab ich schon im Kazelabericht vom August berichtet und deshalb gibts hier nur den Link ins Valdebek. Richtigerweise heißt das Restaurant in Valdebek Konoba
Restaurant in Valdebek Konoba "Kod Zvaneta" hat mir die Helga
gemailt.

Dienstag, 19.8.2008:
Wir machten uns einen ganz gemütlichen Tag, da Maria und Manfred am abend nach Hause fahren wollten. Wir gingen zum Abschluß ins FKK-Restaurant Bilina etwas essen und anschließend verabschiedeten wir unseren ganz lieben Besuch.

Wir lernten hier auch ein ganz nettes Pärchen aus Golling bei Salzburg kennen, die das erste Mal mit dem Wohnmobil in Kazela waren. Sie standen unterhalb vom Waschhaus und hatten auf ihren Spaziergängen auch schon unsere hinterste Ecke entdeckt. Es hat ihnen sehr gut gefallen in Kazela und vielleicht sehen wir sie ja nächstes Jahr wieder.

Wir trafen auch Andy, Doris und die Kinder aus München. Der älteste Sohn Michi und die Zwillinge Marina und Florian machten auch schon seit ein paar Tagen Kazela unsicher. Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie groß die Kinder geworden sind.

Mittwoch, 20.8.2008:
Katja und Peter kommen bald
Katja, Peter mit Kindern Franka und Benjamin kommen heute
Katja, Peter mit Kindern Franka und Benjamin kommen heute
und deshalb hatte Peters Bruder Paul (der eigentlich Steffen heißt) gleich den "erste Reihe Platz" der Holländer über Nacht freigehalten und ein kleines Zelt aufgestellt. Wir wollten die Freisinger ein bisserl auf die Schaufel nehmen. Wir haben uns ausgemacht, daß wir ihnen erzählen, daß das Zelt einem jungen Pärchen gehört, die aber bestimmt für eine Essenseinladung das Zeltchen abbauen. wink

Momentan hat die Katja a bissl konsterniert geschaut, aber dann hat sie das Zelt als das ihres Schwagers erkannt und herzlich gelacht.

Acht Kinder hatten wir nun in unserer hintersten Ecke, aber die waren alle so brav, daß man sie kaum mal gehört hat. Richtige Camper schon, die Mittagsruhe groß schrieben und ein Schläfchen abhielten. wink

Donnerstag, 21.8.2008:
Ein Tag ist schöner als der andere
Ein Tag ist schöner als der andere
Ein Tag ist schöner als der andere
und wir alle genießen unseren Kazelaurlaub. In diesem Urlaub hab ich es geschafft, daß ich von Peter und Marianne aus Wissen bei Westerwald
Peter und Marianne aus Wissen bei Westerwald
ein Foto ergattere.

Wir haben die Beiden schon im Jahr 2001 kennengelernt, als sie mit ihrem roten Pick-Up
Jahr 2001 kennengelernt, als sie mit ihrem roten Pick-Up
vor uns gestanden haben. Seither treffen wir uns fast jedes Jahr und unterhalten uns gerne mit ihnen. Sie sind auch gute Freunde von Andy und seiner Familie. (haben wir übrigens auch 2001 kennengelernt, aber durch Jutta und Detlef aus Hamburg)

Ich frag also Andy immer, ob er denn nicht bei Gelegenheit ein Bild für die Medulinfamilie von Peter und Marianne machen kann. Tja, Doris und Andy waren nicht fad und haben den Wissenern bei der Ankunft gleich den "roten Teppich" ausgerollt und super fürs Kazelaalbum geknipst. Danke Andy! wink

Freitag, 22.8.2008 bis Sonntag, 24.8.2008:
Das Freitagsfrühbild
Das Freitagsfrühbild
Das Freitagsfrühbild
zeigt, daß es herrlich war. Die nächsten Tage verliefen eigentlich ereignislos. Wir gingen ein bisserl spazieren, schauten bei den Nachbarn vorbei oder setzten uns mit Kazelafreunden zusammen.


Freitagabend war eine ganz tolle Stimmung über dem Meer.
Freitagabend war eine ganz tolle Stimmung über dem Meer.
Freitagabend war eine ganz tolle Stimmung über dem Meer.
Die horizontlose Sicht hat nicht nur mich, sondern auch Mike und Lea fasziniert. Sie sind ganz staunend bei uns gesessen und haben beobachtet, wie die Möwen im Dunst verschwinden.


Jeden Tag schaut das Meer anders aus.
Jeden Tag schaut das Meer anders aus.
Jeden Tag schaut das Meer anders aus.
Es ist einfach faszinierend und schön das zu erleben. An diesem Sonntagabend waren wir im Bilina und ich hab einfach ein Ehepaar angesprochen, das mir bekannt vorkam.


Ich hegte den Verdacht, daß es Piet und Agatha aus Holland
Piet und Agatha aus Holland
sein könnten, da mir Ulrike kurz vor meiner Abreise ein Bild von diesen langjährigen Kazelacampern geschickt hat. Ja, und sie waren es auch und freuten sich, als ich ihnen den Gruß von Ulrike überbrachte. Sie lesen schon lange auf der Homepage mit und wir haben uns gleich gut unterhalten. Sie werden natürlich demnächst auch zur Medulinfamilie dazugebastelt. wink

Montag, 25.8.2008:
Ich hatte einige Sachen in Medulin zu erledigen und wollte anschließend gleich zum Friseur. Ich fahr also Richtung Kirche und bieg ab zum Center. Auf der linken Straßenseite befindet sich das Friseurgeschäft von Marita, wo ich schon jahrelang meine Haare richten lasse. Leider hatte Marita schon zu und so probierte ich es auf der anderen Straßenseite. In diesem Friseurgeschäft war ich noch nie, aber ich wollte nicht unverrichteter Dinge nach Kazela zurückfahren. So bin ich halt im "Studio T" bei Tomislava Velagic gelandet.

Ich komm rein, werd sehr freundlich begrüßt und wir fangen gleich an zu plaudern. Sie spricht angenehm laut (ich terrische Urschel muß nicht ständig fragen: "Wos host gsogt?" und einigermaßen gut deutsch. Zumindest so gut, wie ich kroatisch. wink Ich komm gleich dran, erklär ihr, daß ich frische Farbe brauch. Wie ich den Haarschnitt anschließend haben will, läßt sie mich gar nicht erklären. "Mach ma später" - sagt sie und legt los. Ich muß sagen, ich war total überrascht. Die Frau ist schnell, sowas hat die Welt noch nicht gesehen.

Ruckzuck sind meine Haare eingepinselt und währenddessen hab ich schon 1000 Dinge Lokalkolorit aus Medulin in deutsch-kroatischem Kauderwelsch aus ihr rausgekriegt. Naja, wir waren von Anfang an auf der gleichen Wellenlänge. wink

In den 40 Minuten Einwirkzeit meiner Farbe hat sie einer älteren Dame die Haare gewaschen, eingedreht und sie unter die Haube gesetzt. Währenddessen kam ihr Neffe und ein älterer Herr. Denen hat sie mit Karacho die Haare geschnitten. Irre! Der Neffe hatte längeres Haar und dem hat sie in Windeseile einen tollen Kurzhaarschnitt verpasst, das hättet ihr sehen sollen. Die Tomislava ist mit dem Kamm, den Fingern und der Schere am Werken gewesen, wie ein Mähdrescher und eine Binkelpresse gleichzeitig.

Meine 40 Minuten waren noch nicht abgelaufen, als die beiden Herren schon frisch gestylt das Geschäft verlassen hatten. Die ältere Dame wurde auch noch aus der Haubentrocknung hervorgeholt, Wickler entfernt, gefönt, eingesprayt und mit vielen Geburtstagswünschen zu ihrer Feier geschickt.

Dann kam ich wieder an die Reihe. Kopf waschen, anschließend kurze Besprechung wie ich meine Haare geschnitten haben möchte. Weil alles in diesem Geschäft so rasant ablief, sprach ich auch schon im kroatischen Telegrammstil. "Gore kratko, dole kratko, ovdje dati dugo, i tu isto dugo!" ("Oben kurz, unten kurz, hier lang lassen, und hier auch!") - Mit schnellen Handbewegungen zeigte ich ihr dazu an, wo sie was wegschnippeln sollte. - Dobro, kein Problem, sagte sie und legte los.

Was soll ich euch sagen, ich hatte erstmals in 30 Jahren wieder so einen Haarschnitt, wie ICH ihn wollte, war in 55 Minuten fix und fertig, zahlte 160 Kuna und entschwand mit einem glücklichen Grinsen und vielen Informationen nach Kazela. wink

Dienstag, 26.8.2008:
Für heute war ein Besuch in Tasalera geplant. Marion, Tamara98.
Marion, Tamara98.
, und ich haben uns übers Istrienforum kennengelernt und mailen schon einige Jahre. Diesmal sollten wir uns persönlich kennenlernen. Marion war mit ihrer Familie auch schon in Kazela auf Urlaub gewesen, aber wie so vielen Campern gefällt es auch ihnen auf dem Textilteil nicht mehr. Ich habe mich mit Marion zusammentelefoniert und abgewartet, bis auch Christl und Peter in Tasalera waren.

Wir verbrachten wirklich einen gemütlichen Nachmittag in einer lustigen Runde in
lustigen Runde in "Christls Cafe"
. Am Abend fuhren wir gemeinsam ins Istriana in Pomer essen. Im Kazelabericht vom August hab ich ebenfalls schon von diesem Besuch erzählt, wo mir Marion und Christl von der schlechten Wasserqualität in Tasalere berichtet haben.

Marion und ihre Lieben kommen natürlich auch demnächst ins Medulin-Familienalbum. Sie versorgt mich schon seit Jahren mit superschönen Bildern von Medulin.

Mittwoch, 27.8.2008 bis Freitag, 29.8.2008:
Möwe am Dach
Tja, unser Augusturlaub geht dem Ende zu.
Tja, unser Augusturlaub geht dem Ende zu.
Jetzt galt es schon wieder alles vorzubereiten und einzupacken, was mit nachhause gehen soll. Das Enkelzelt wurde abgebaut, nocheinmal der Rasen gemäht, die Tamarisken gestutzt und uns schweren Herzens haben wir uns von unseren Freunden verabschiedet, die wir im September nicht mehr treffen werden. Das schöne Wetter machte uns den Abschied auch nicht leicht, aber was solls.

Einmal werden wir heuer noch nach Kazela kommen.
Im September, beim Abbauen unseres Tarnpalastes, sehen wir unsere "zweite Heimat" wieder.

Kommentare

Kommentar von Helgaoma:

Hallo Alle,
im September bin ich in Vodnjan von der Autostrasse ab und die alte Strasse nach Pula. Ich weiß grad nicht, ob das länger war, zeitlich kürzer auf jeden Fall.
Liebe Heidi, du schreibst immer von der "Klostrasse", wir waren ja 31 Jahre am Autokamp, dort hieß sie: "Rue de Kack". Klingt nicht so hart, fast liebevoll!
Grüße Helgaoma

Geschrieben am 23.10.08 um 22:22


Kommentar von medulinka:

Du hast recht Helgaoma, die "Rue de la Kack" ist besser. Werd ich verwenden in Zukunft. wink

Die Stasse von Vodnjan bis Pula ist bestimmt länger als die Schnellstraße. Auch zeitlich, außer es ist Stau bei der Ampel in Pula, dann würde es ich wahrscheinlich nicht viel reissen.

Ich beschrieb außerdem die Strecke über Valtura, die ich wegen des Staus auf der Schnellstraße verwendete. Das ist wirklich eine schöne Route übers Land. Für Autofahrer außerdem empfehlenswert, weil sie gemütlich schauen können. wink

LG Heidi

Geschrieben am 28.10.08 um 19:34


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