1998: Kazela war 30 Jahre lang ein reiner FKK Campingplatz, der von Arenaturist geführt wurde. Als Ende 1997 der erste italienische Pächter das Camp Kazela übernahm wurden sofort alle Preise um das Doppelte erhöht, ohne irgendeine Gegenleistung zu erbringen. Sogar eine durch die FKK-Camper organisierte Versammlung, in welcher der Leitung des Camps eine Liste mit ca. 3000 Unterschriften gegen die geplante Teilung des Platzes überreicht wurde, blieb unbeachtet.
1999: Das Camp wurde trotz massiver Proteste durch einen hohen Erdwall in Textil und FKK geteilt.
2000: Es kam der nächste italienische Pächter, der anfangs für Verbesserungen gesorgt hat. Die längst fälligen Renovierungen und Neubauten der Waschhäuser, sowie zusätzliche Wasser- und Stromanschlüsse haben sehr viele Camper dazu bewogen wieder nach Kazela zu fahren. Kazela hatte bis dahin einen sehr schlechten Ruf bezüglich der Wasserqualität durch den Abwasserkanal ins Meer. Darüber hinaus erfüllte Kazela nicht einmal die Mindeststandards für einen Campingplatz und wurde deshalb in Campingführern gar nicht mehr oder nur sehr negativ erwähnt.
2001-2002: Durch die Teilung des Platzes wurden erwartungsgemäß die Leute vom Textil-Teil zum Problem, die angezogenen auf
dem FKK-Teil herumwanderten. Kontrollen gab es nie, obwohl Um- bzw. Auskleidekabinen beim Trennwall zur Verfügung standen. Sogar Spanner saßen mit Feldstechern auf dem Trennwall, doch zur Beschwerde eines FKK Campers gab es vom damaligen Direktor nur die freche Antwort: "Wenn es Sie stört, dann müssen Sie selbst etwas unternehmen! Mich stört es nicht!"
2003: Einige Mobilheime wurden auf dem FKK-Teil aufgestellt und wir hielten das sogar für eine gute Ergänzung zum Camping. Wir FKKler haben uns an die Textiler gewöhnt, und umgekehrt. Viele der Textilcamper akzeptierten und respektierten inzwischen unsere Form von Urlaub. Manche haben Freunde gefunden.
2004-2006: Auf dem Textilteil wurden ohne Maß und Ziel Unmengen von Mobilhomes aufgestellt und auch auf dem FKK-Teil kamen einige Reihen von Häusern dazu. Jahr für Jahr wurde der Hüttenwahnsinn mehr und die Häuser verdrängten die Camper hinter Bretterwände. Besonders am Textilteil entstand regelrecht eine Mobilhomestadt. Auf beiden Seiten wurde alles in den vordersten Reihen platziert und ein Großteil der Dauercamper musste den jahrelang angestammten und gepflegten Platz räumen.
2007: Im Winter 06/07 folgte der nächste Schock für die FKK-Camper, als der Grenzwall zwischen Textil und FKK weggerissen und ein großer, vollständig erschlossener Teil des bisherigen FKK-Platzes in einen Textilteil umgewandelt wurde. Als Grenze wurde ein einfacher Maschendrahtzaun mit spärlicher Begrünung aufgestellt, sodaß das Spannerproblem wieder eskalierte.
Die textile Camperschicht, die FKK akzeptiert hatte, war bis dahin ja immer mehr von "Hüttenhotelurlaubern" verdrängt worden, die ungeniert und angezogen auf dem FKK-Platz herumspazierten.
Die Erweiterung des Textilteils blieb für die Camper ohne Nutzen, da fast auf der gesamten
Fläche in mehreren Reihen Mobilhomes aufgestellt wurden, die letztendlich nur noch den Blick auf Holzwände erlaubten. Die Camper wollten sich nicht hinter 10 Reihen Bretterhütten stellen. Deshalb haben sehr viele Textilcamper das Handtuch geworfen und sind nicht mehr nach Kazela gekommen.
Im März 2007 wurde außerdem still und heimlich eine 2-Personen-Pauschale eingeführt, die nur durch Mundpropaganda in Erfahrung zu bringen war. Da viele Camper schon bis Ende Jänner 2007 die große 5-Personen-Pauschale für den Dauerplatz bezahlt hatten, um die 10%ige Ermäßigung zu erhalten, gab es erheblichen Unmut, da die Direktion nicht gewillt war zuviel bezahlte Pauschalen rückzuerstatten.
Bis dahin hatten FKK-Camper sogar noch rund 200,- Euro mehr für die Pauschalen zu bezahlen! Und das mit der fadenscheinigen Begründung, dass die Stellplätze größer seien als auf dem Textilteil. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit, da es in Kazela bis dato nur 'Daumen mal pi' Parzellierungen gibt.
2008: Massive Preiserhöhungen mussten Kazelaurlauber in dieser Saison hinnehmen. Für den FKK-Teil war diese Preiserhöhung ein Schlag ins Gesicht, weil keine Verbesserungen irgendwelcher Art gemacht worden sind. Die 5-Personen-Pauschale wurde um sagenhafte 300,- Euro angehoben.
Die 2-Personen-Pauschale (1350,-- Euro) konnten wir nur mit Hilfe der freundlichen Unterstützung der Kazela-Angestellten erkämpfen. Sie wurde nur Campern gewährt, die ausdrücklich danach gefragt hatten. In der Preisliste wurde die kleine Pauschale gar nicht erst bekannt gegeben.
Mittlerweile ist in Kazela am Textilteil ein bis zum Aquapark durchgehendes Mobilhomeghetto entstanden, das nur in den 6 Wochen Hochsaison zu ca. 60 - 80% ausgelastet ist. In der übrigen Zeit gleichen diese Mobilhomes einer Geisterstadt.
Am FKK-Teil stehen die Mobilhomes in mehreren Reihen vor und nach dem Restaurant Bilina und sind in der Vor- und Nachsaison voll ausgelastet und nur in der teuersten Zeit der Hochsaison sind einige Häuser frei.
Was im Winter 2008 in Kazela gemacht wird und was für die Saison 2009 geplant ist, das kannst du im
"Offenen Brief - Quo vadis Camp Kazela?" lesen.
Viele weitere Berichte und Bilder aus Medulin und dem Camp Kazela findest du:
auf meiner Homepage im Portal Medulin+Kazela,
auf meinen Seiten Kazelasaison 2005, Kazelasaison 2006, Kazelasaison 2007, Kazelasaison 2008
und im Bilderbuch.
10.12.08 - Offizielle Stellungnahme des kroatischen Tourismusverbandes