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Offener Brief - Quo vadis FKK Camp Kazela?

Medulinka, die Medulinfamilie und Kazela Fans protestieren gegen die Verschandelung, Wucherpreise, Verschlechterungen und nochmalige Verkleinerung des FKK-Teils im Camp Kazela in der Gemeinde Medulin

Im November 2008 ist nun für viele der Punkt erreicht worden, an dem man nicht mehr tatenlos zuschauen kann und deshalb sehen wir keinen anderen Ausweg mehr, als unser berechtigtes Anliegen einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen.

  1. Wir protestieren gegen die Verschandelung eines einmaligen Naturcampingplatzes durch das Aufstellen von hunderten Mobilhomes.
  2. Wir protestieren gegen die massiven Preiserhöhungen, die auch trotz ständiger Verschlechterungen für den FKK-Teil zu bezahlen sind.
  3. Wir protestieren gegen die weitere Verkleinerung des FKK-Teils, der dadurch zwei Sanitärhäuser und einen schattigen Waldteil gänzlich verliert.

Nach diesen Verschlechterungen (besonders am FKK-Teil des Camps Kazela) ist offensichtlich, dass die Führung des Camps weder auf FKK-Urlauber, noch auf langjährige Camper und Stammgäste Wert legt. Der italienische Pächter, ist durch öffentliche Aussprüche erwiesenermaßen kein Freund von Naturismus und es wird unserer Meinung nach das Ziel verfolgt, den FKK-Platz so unattraktiv wie möglich zu machen, damit Kazela dann aus wirtschaftlichen Überlegungen vollständig in einen Textilplatz umgewandelt werden kann.

Massive Preiserhöhungen mussten Kazelaurlauber schon in der Saison 2008 hinnehmen. Die 5-Personen-Pauschale für Dauercamper wurde beispielsweise von 1900,-- Euro um sagenhafte 300,- Euro angehoben.

Die 2-Personen-Pauschale (1350,-- Euro) konnten wir nur mit Hilfe der freundlichen Unterstützung der Kazela-Angestellten erkämpfen.

Für FKK-Urlauber war diese Preiserhöhung ein Schlag ins Gesicht, weil keine Verbesserungen irgendwelcher Art gemacht worden sind.

Vergleich: Preisliste 2007 + Preisliste 2008 + Platzbeschreibung+Preise 2008 + Preisliste 2009

Wie wir nun aus dem Buchungsangebot für 2009 entnehmen konnten wird die 5 Personenpauschale auf 2800,- Euro erhöht. Das sind um 600,- Euro mehr (+ 27%), und die 2-Personen-Pauschale wird ersatzlos gestrichen.

Am Textilteil wurden die letzten für Camper noch verbliebenen vorderen Reihen mit Mobilhomes vollgestellt.

Der FKK-Teil wird für 2009 nochmals verkleinert und die Grenze wird beim Restaurant Bilina gezogen.
Damit verliert der FKK-Teil das große Waldstück und zwei seiner bisher drei Sanitärhäuser.

Es ist somit für den ganzen FKK-Teil nur noch das Solarduschhaus vorhanden. Bild dazu:

Trotz dieser ständigen Verschlechterungen werden für den FKK-Teil Preise auf dem Niveau eines 5-Sterne-Platzes verlangt. Vom derzeitigen Kazela-Direktor werden die oben genannten Umbaumaßnahmen sogar noch als Verbesserung gesehen. Er erklärt per Mail, dass der FKK-Teil aufgewertet wird, weil sie eine kleine Poolanlage mit drei Planschbecken bauen. Den FKKlern soll eine Zutrittsmöglichkeit zu einem der Waschhäuser (natürlich nur mit Badebekleidung) geschaffen werden und sogar zwei mobile Sanitäranlagen in der Pampa ("la Cabana") stellen sie in Aussicht (Toi-Toi oder Dixi-Klos?). Außerdem soll die Grenzverschiebung nicht als Verkleinerung gesehen werden, da in naher Zukunft versucht werden soll, Ackerflächen zur FKK-Erweiterung zu kaufen.

Welch ein Unsinn, wenn man bedenkt, dass seit Jahren weder die vorhandenen und total verwilderten Flächen, noch bereits benützte Campingstellplätze erschlossen werden. Bild dazu:

Diese Vorgehensweise zeugt nur davon, dass der Betreiber und das Management von Kazela den Sinn eines FKK-Urlaubes nicht verstanden haben. Das Argument, daß wir alle Einrichtungen auf dem Textilteil mitbenützen können, ist für einen FKK Urlauber keinen Kuna wert. Wir wollen die Freizeitangebote NACKT benutzen, denn anderenfalls hätten wir auch gleich einen Textilplatz anfahren können.

FKK-Camper mussten in den paar Jahren ständig umsiedeln und wurden immer weiter ostwärts in die weniger bis gar nicht erschlossenen Bereiche des Platzes abgedrängt.

Wir haben seit der Teilung des Platzes: Keine Sportanlagen, keinen Bootsverleih, keinen Miniclub, keinen Aquapark, keinen Kinderspielplatz, keine Slipanlage, keine ordentlichen Abgänge zum Meer, zu wenige Wasser- und Stromanschlüsse, fast lauter Staubstraßen und keine Kontrollen der angezogenen und fremden Gäste, die über einen desolaten Zaun hereinströmen.
Ab 2009
haben wir nur noch ein Waschhaus, nur noch den kleinen Wald für Schattenplätze und wahrscheinlich nur noch ein Restaurant. Wir FKKler werden anscheinend nur als lästiges Anhängsel betrachtet, dem man für Null Komfort das Geld aus der Tasche ziehen kann.

Wir haben also gar nichts mehr, das diese Preispolitik rechtfertigt. Bei einer Wohnung könnte man eine Mietzinsminderung einbehalten. Ein korrekter Kazelapächter würde auch dieser Tatsache Rechnung tragen und die Preise für den FKK-Teil senken. Zumindest solange, bis die jahrelang versprochenen Erweiterungen und Verbesserungen erfolgt sind und die Einrichtungen für FKK-Camper wieder dem verlangten 5-Sterne-Preis entsprechen.

Berechtigte Fragen:

Wer hat das genehmigt? Ist das korrekt?

Es gäbe noch viel mehr zu berichten was im Camp Kazela nicht in Ordnung ist. Wenn man einer Statistik glauben darf, dann ist der Besuch des Camps rückläufig. Auf den FKK-Teil trifft das mit Sicherheit nicht zu, denn es waren in jeder Saisonzeit von 2008 so viele Camper wie noch nie am Platz.

Die Gemeinde Medulin hat wohl eine besondere Anziehungskraft. Nur damit ist es zu erklären, daß Urlauber jahrzehntelang in dieses Gebiet kommen und sich wohlfühlen. In diesen wirtschaftlichen Krisenzeiten hört sich der Wohlfühlfaktor bei der eigenen Geldbörse auf und es werden beinhart die Preise mit den angebotenen Leistungen verglichen. Deshalb sollten sich die Verantwortlichen vermehrt um Dauercamper und Stammgäste bemühen.

Wenn sich Urlauber nur ausgebeutet vorkommen und für nichtvorhandene Leistungen zur Kasse gebeten werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Stammgäste ausbleiben.

Wir hoffen daher, dass es noch Leute in Medulin und Kroatien gibt, die Urlauber nicht nur als mögliche Abzockobjekte betrachten, sondern als Menschen, die Kroatien, bzw. Istrien den jetzigen Wohlstand ermöglicht haben. Menschen, die sich an der Schönheit der Natur erfreuen und den Erhalt dieser Natur auch ernst nehmen.

Und wir hoffen, dass es noch Menschen gibt, die unseren Hilferuf hören wollen und in "unserem Medulin" nach dem Rechten sehen.

Denn so darf es mit dem einst so schönen Camp Kazela nicht weitergehen!


Für alle Jene, die das Camp Kazela nicht kennen, gibt es hier eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Jahre

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10.12.08 - Offizielle Stellungnahme des kroatischen Tourismusverbandes