Topthemen und Schlagzeilen:

Statistik

3482

Medulinkas Kazela - Tagebuch 2007

23 Tage Kazelaurlaub hab ich für euch dokumentiert und es hat mir richtig Spaß gemacht, das zu tun. Eine ganz neue Erfahrung war das auch für mich, denn eigentlich bin ich in Kazela sehr vergesslich und merke mir nur die wichtigsten Sachen. Ich schalte sozusagen total ab. :-)

Es ist nichts Spektakuläres was ihr da lesen könnt, sondern einfach nur wie sich mein Urlaub gestaltet, bzw. gestaltet wird. Natürlich gibts auch Sachen zu lesen, die mich geärgert haben und meine Meinung, die ich dazu vertrete. Ich versuche so objektiv wie möglich zu urteilen und selbstverständlich sind auch andere Sichtweisen der Dinge legitim.

Anfangs wollte ich mein Tagebuch nur so "Stichwortweise" führen, aber dann dachte ich mir, daß es vielleicht auch für jene interessant zu lesen sein wird, die Kazela nicht kennen. Deshalb hab ich oft weiter ausgeholt, manches ausführlicher beschrieben und mit einigen Bildern versehen.

Ich hoffe, daß ihr genauso viel Spaß am Lesen habt, wie ich beim Schreiben. :-)

Eure Medulinka


Seitennavigation:

JUNI 2007 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
JULI 2007 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Nachtrag

 

Urlaub mit den Enkeln im JULI 2007 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.

Montag, 18. Juni 2007:

Angekommen sind wir um 18 Uhr nach 7 Stunden Fahrt. Wir standen im Stau ab dem Knoten Salzburg bis Hallein. Zwei Löcher mit 1 km Abstand haben sie in die Straße gebohrt. Die Baustelle war zwar zweispurig ausgeschildert, aber auf die Trennlinien hatten sie verzichtet, deshalb traute sich auch keiner nebeneinander zu fahren. Die Kolonne fuhr also im Schritttempo und betrug 20 km. Typisch österreichische Baustelle - 45 Minuten Zeitverlust. Endlich sind wir auf der slowenischen Autobahn, null problemo wie immer.

Als wir nach Kazela reinfahren ist es wie "heimkommen". Im Juni sind die meisten unserer Medulinfamilie anwesend. Helmut aus Graz und Paolo aus Meran begrüßen wir schon beim Runterfahren auf unseren Platz. Dort ist dann großes Hallo. Marti und Roland aus Celje/Klagenfurt, die Steirer Walter und Elfi, die Burgenländer Karl und Birgit, die Bayern Mia und Wolfgang, die Steirer Peter und Monika, Lilli und Wolfgang aus Deggendorf in Bayern und noch einige Spaziergänger, die vorbeikommen, sich vorstellen und sich freuen, daß "Medulinkas Wohnwagenburg" wieder bewohnt ist. :-)

Medulinkas Platzerl

Naja, jetzt müssen wir noch schnell das Auto ausräumen, die Lebensmittel im Kühlschrank verstauen und dann ist "URLAUB"!

Plötzlich düst die "schwarze" Gaby mit dem Auto (das ist ganz ungewöhnlich) auf unseren Platz. Sie will am nächsten Tag heimfahren und sich deshalb noch von uns verabschieden. Sie ist alleine in Kazela gewesen und hatte einen Unfall mit ihrem Kleinmotorrad. ein Radfahrer ist ihr beim Belvedere ins Motorrad reingefahren. Sie hat großflächige Hautabschürfungen davongetragen, die nässen und sehr schmerzen. Sie schmerzt auch der Verlust von 2500 Kunas, die sie der kroatischen Polizei in die Hand drücken musste. Ihr österreichischer Führerschein für 125 ccm Motorräder gilt in der ganzen EU, aber nicht in Kroatien. Das wusste bisher niemand, dem ich diese Geschichte erzählt habe. Der Doc im Belvedere hat ihr dann auch noch 500 Kuna für die Verarztung abgenommen und nun hat sie wirklich keinen Bock mehr auf Urlaub. Sie geht aber noch mit uns ins Bilina essen und so können wir noch a bissl reden. Die Gaby ist ja auch mitgekommen zur Barbara Karlich Show, bei der ich Gast war und so hatten wir einiges zum Ratschen. :-)

Die Apartmentclique ist im Juni schon vollzählig eingetroffen. Doris und Hermann starten gleich los ins Bilina, als sie von mir das SMS bekommen, daß wir angekommen sind. Brigitte und Wolfgang trudeln auch zu späterer Stunde ein. Sie erzählen, daß sie mords Schwierigkeiten gehabt haben, um ihr Mobilheim, das sie schon im Vorjahr reserviert hatten, zu bekommen. Sie mußten 2 Tage in ein anderes Haus einziehen und als sie dann nachschauten war schon wieder ein anderer Gast dabei in ihr bestelltes Domizil einzuziehen.

Auch in den Apartments gab es Probleme mit Buchungsfehlern, erzählten Doris und Hermann. Durch die Vergabe der Mobilheime kommt es wohl vermehrt zu Unstimmigkeiten, Überbuchungen und Fehlern.

"Bratko" Erhard gesellte sich auch zu unserer Runde und als wir schon auf dem Heimweg waren, trafen wir noch Iris und Medard. Da haben wir kurzerhand wieder umgedreht und sind nochmals ins Bilina zurück um ein Begrüßungsseiterl zu trinken. Zu dieser späten Stunde schauten dann noch Dejan und Dule vorbei, die in der Strandbar Sperrstunde gemacht hatten.

Fix und foxi sind wir weit nach Mitternacht heimgezogen in unsere hinterste Ecke und todmüde ins Bett gefallen. :-)

nach oben


Dienstag, 19. Juni 2007:

In der Nacht haben wir geschlafen wie Steine und nach unserem Frühstücksritual (Kaffee, noch mehr Kaffee, Zigarette, 3sat Nachrichten anschauen, ins Auto springen und "pronto" Fahrt ins Solarduschhaus) begutachten wir unseren Platz genauer. Bestandsaufnahme bei den Blumen und Setzlingen, ob alles noch vorhanden und gewachsen ist. Wir freuen uns, daß alles brav gespritzt wurde von unseren Campernachbarn. Ganz besonders angenehm empfinden wir das Fehlen der Maulwurfshügel und der Wühlmäuse, die uns im Vorjahr die Parzelle regelrecht umgegraben haben. Nur der Rasen gehört schon dringend gemäht, also wird gleich mal unser "kleiner roter Stier" (welch hochtrabendes Wort *gg*) gestartet. So nennen wir den elektrischen Grasabbeisser, den ich kurz darauf durchs Grasgestrüpp zerre. Klein, aber oho....... Er beißt sich tapfer durch. :-)

Puhhhhh - heiß - Pause! Bißchen abkühlen im Meer. Das Wasser hat 26°! - Herrlich.

Christine aus Mainz und ihre Freundin verschaffen mir eine kurze Rasenmähpause. Sie erzählen, daß sie Conny und Karl-Heinz aus Mainz kennen, die sich ebenfalls gerne auf meiner Homepage über Neues aus Kazela informieren. Dazwischen ratschen wir noch mit den Dingolfingern Brigitte und Sepp aus der Apartmentclique, die auch Homepagegucker sind und sich vorstellen. Sie haben den Link von ihrem Sohn bekommen. Unsere Nachbarn gegenüber, Lilli und Wolfgang aus Traunstein kommen auf ein Plauscherl rüber und Schuri Muri aus Wien kommt auch gerade von seinem Heimaturlaub angefahren. Doris aus Chieming trudelt ein. Sie hat sich auf den Marsch in unsere hinterste Ecke gemacht. Sie bringt mir jedes Jahr ganz niedliche Mitbringsel für mein kleines Garterl mit. Heuer sinds 3 Wackelzwerge, die "nichts sehen, nichts hören und nichts sprechen". Klasse, jetzt ist die Clique wieder fast vollzählig.

Vor lauter Tratscherei von mir hat Hermann mit dem Rasenmähen weitergemacht, also verschwind ich in den Hänger und mach ein Wohnwagenupdate. Es muß ja noch alles an seinen Platz geräumt und die "Küche" auf Vordermann gebracht werden. Tja, es gibt immer was zu tun und viele sagen sowieso: "Camper haben einen Vogel!" - Wird wohl stimmen. :-)

Am Abend schauen Brankica und Beo, meine Meduliner Freunde, vorbei und gehen baden. Später erzählen sie mir die Neuigkeiten aus Medulin und was sich so getan hat in den letzten 3 Wochen. Langweilig wird es nie und wir sind ziemlich erledigt an unserem ersten Kazelatag. Ab in die Heia. :-)

nach oben


Mittwoch, 20. Juni 2007:

Ein heißer Tag beginnt. Es ist kaum Wind. ich beginne die Tamariskenhecke zu schneiden, gebe aber bald wieder auf und verschiebe diese Arbeit auf den Abend. Irgendwie lungern wir heute nur rum und erledigen ein paar Kleinigkeiten. Erstmals begebe ich mich mit der Kamera auf Tour und fotografiere den in voller Blüte stehenden Artischockenstrauch hinter Schuris Wohnwagen. Die Blüte hab ich bisher noch nie erwischt und so viele Früchte trug er die letzten Jahre auch noch nicht.

Es hat 36 Grad und der Schatten unterm Tarnnetz ist uns viel zu wenig. Wir haben gestern schon rumgetüftelt was wir da machen könnten und beschlossen, die "Mansarde" beim Tarnnetz ein bißchen zu heben. Hermann hat einen weiteren Stangenanbau gebastelt und jetzt kann man klasse rund um den Tisch sitzen, ohne daß einen die Schräge einengt. Obendrauf kommt nun zusätzlich das Sonnensegel, damit wir Vollschatten haben. "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!"

Um 16 Uhr kommen Birgit und Karl zum Kaffeetrinken rüber. Es ist so gemütlich und der Gesprächsstoff geht uns nicht aus, daß wir durchgehend bis Mitternacht hocken bleiben. ;-)

Zu späterer Stunde stießen noch Brigitte und Wolfgang zu unserer Runde. War total lustig. So mag ich das.

der Artischockenstrauch hinter Schuris wohnwagen Artischockenblüte

nach oben


Donnerstag, 21. Juni 2007:

Obwohl ich soooo spät ins Bett ging, bin ich um halb sieben Uhr putzmunter. Jetzt ist es noch ganz ruhig in Kazelaende und bis auf die üblichen Jogger und Äußerlgeher sieht man niemanden. Ich genieße den Sonnenaufgang und die Ruhe, trinke meinen Kaffee und geh ein bisserl schwimmen. Herrlich! In der Nacht ist die Temperatur nicht unter 25 Grad gesunken und das Wasser hat bestimmt 26 Grad.

Werner und Rita aus Schwäbisch Hall unterbrechen ihre tägliche Walking Tour um "Hallo" zu sagen. Ich warte ja schon jeden Tag auf die Zwei, weil sie mir ein Ankündigungsmail geschickt haben. Im Lauf des vormittags kommen noch Karl und Barbara aus Salzburg und Klaus und Renate aus Holland vorbei um ein bisserl zu plaudern. Ich freu mich sehr, wenn sie meine Medulin- und Kazelainfos hilfreich finden. Da machts gleich nochmal so viel Spaß.

Am Vortag waren auch noch Peter aus Saalfelden und ein Freund von ihm bei mir. Ich schaute ein bisschen auf dem Platz rum, konnte sie aber nicht mehr finden, also muß der Freund namenlos bleiben. :-(

Tja, wenn ich mir nicht alles gleich aufschreibe........ Bei meiner Platzrunde entdeckte ich aber Annemarie und Helmut, die ebenfalls jedes Jahr in Kazela zu finden sind. Annemarie malt richtig schön und so hab ich schon einige Karten und Steine von ihr geschenkt gekriegt. Ich hab ihr auch eine DVD von meinem Fernsehauftritt mitgegeben und sie outete sich als absoluter Karlich-Fan. Ihr hats recht gefallen. Sie wird auch heuer ihren runden Geburtstag in Medulin mit ihren Freunden feiern und da freut sie sich schon sehr drauf.

Wir schneiden vormittag noch die Tamariskenhecke hinter dem Wohnwagen fertig. Naja, eigentlich ist es schon wieder Mittag. Es ist drückend heiß heute und kaum ein Lüfterl weht. Wir hängen den Rest des Tages rum wie hiniche Fliegen. Nichts freut uns und jede Bewegung artet in Schweißausbrüche aus. Roland und Marti borgen sich unseren "kleinen roten Stier" aus, und da er schon ein wenig fuchst, verpasst ihm Roland netterweise ein Service.

Jan und Annelies aus Holland kommen an und wollen sich hinter Roland stellen, wo sie fast jedes Jahr stehen. (Es gibt zwar ein Bild von den Beiden, das ich aber auf Wunsch von Jan nicht online stellen darf. Das berücksichtige ich natürlich gerne, kein Problem.)

Wir und die Camper, die Roland und Jan kennen, haben das befürchtet, daß Jan sich hinter Roland stellen wird. Denn nun ist Streit vorprogrammiert.

Zur Erklärung: Bei uns hinten läuft das so, daß einige Dauercamper ihr Auto hinter dem Wohnwagen auf dem zweiten Platz abstellen. Solange nicht viel Betrieb ist, ist das kein Problem. Wenn aber jemand kommt und sich auf diese Parzelle stellen will, werden die Autos oder Trailer weggefahren und alles ist paletti. Genauso funktionierts auch mit den Stromanschlüssen. Pro Parzelle gibts halt nur einen und da wird geteilt.

Heuer aber haben sie ja FKK verkleinert und deshalb wandern viele Camper rauf in unsere hinterste Ecke. Roland ist auch einer dieser "Wanderer", dem die Italiener vorne schon das dritte Mal den Dauerstellplatz genommen haben. Zuerst durch die Mobilhomes, dann durch die Pumpstation und heuer wieder durch Mobilhomes und die Umwidmung auf Textil.

Roland hat aber einen Haufen Graffl und er hat sich außerdem auf den schmalsten "erste Reihe Platz" gestellt, den es bei uns hinten gibt. Dieser Stellplatz wird normalerweise nie als Pauschale gebucht, da er so klein ist. Naja, Kunststück, es war kein anderer Platz mehr frei und er steht halt gerne ganz vorne. Tja, und jetzt steht Roland da mit seinem Fuhrpark. Wohnwagen, Vorzelt und Boot, dahinter ein Campingbus mit einem großen Anhänger, ein kleiner 2ter Wohnwagen, (den er zwar verkauft hat, doch der immer noch da steht, auf dem Platz hinter Elisabeth und Horst, auf einer 3ten Parzelle) und noch ein kleines Auto, das seiner Lebengefährtin Marti gehört.

So, und nun will Jan genau auf diesen Platz. Und Jan hat ein großes Wohnmobil, ein Vorzelt, einen großen Anhänger und einen großen Pavillon. Mal sehen, ob sie sich einigen können.

Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang mit Schuri und Bratko zu Dejans Strandbar. Iris und Medard campieren gleich nebenan und wir holen die beiden auch zu unserer Runde. Lustig hocken wir wieder bis Mitternacht bei Dejan auf der Terrasse.

Es ist wahnsinnig warm. Die feuchte Jugoluft bringt uns ständig zum Schwitzen. In der Nacht rinnen regelrecht die Bächlein vom Wohnwagen und vom Vorzelt runter und es tröpfelt überall, wie wenn es regnen würde.

nach oben


Freitag, 22. Juni 2007:

Heute nacht hab ich sehr schlecht geschlafen. Es war sooooo heiß und drückend. Erst um 6 Uhr früh ist ein bißchen frischer Wind aufgekommen und ich bin dann so fest eingeschlafen, daß es schon 9 Uhr vorbei war, als ich wach geworden bin. Gegen Mittag hat es sich ein wenig verzogen und es wurde kühler. Man sah, daß es in der Ferne geregnet hat, aber in Kazela blieb es bis auf ein paar Tropfen trocken.

Eine Nachricht verbreitete sich in FKK-Kazela mit Windeseile. Die Buschtrommeln berichten, daß fest gearbeitet wird am neuen Trennzaun zu Textil. Am Ex-FKK-Teil stehen 2 Wohnmobile hinter den Mobilheimen und eine junge Frau hat sich am Donnerstag bei der Kazeladirektion beschwert, daß sie es nicht verantworten kann, daß ihr kleiner Sohn (ca. 2 Jahre) soviele Nackte sieht, wenn er mit ihr ins Wasser geht.

Eigentlich ist das lächerlich, aber die Direktion macht für die Textiler anscheinend alles. Heute vormittag, an einem hohen kroatischen Feiertag, (Tag des Antifaschismus) wird der Zaun bis auf die Liegewiese verlängert und die Umziehhäusln werden rechts und links versetzt auf der Straße postiert.

Zaun

Danke Kazela, wir wollen doch auch nicht, daß ein 2-jähriges Kind beim Anblick von Nackten einen Schaden nimmt!!! (Die Welt steht nimmer lang!)

Wir haben uns zum Abendessen Mia, Wolfgang und Schuri eingeladen. Hermann hat gegrillt und Wolfgang spendete ein Fäßchen Bitburger Bier dazu. Die Wolken vom nachmittag haben sich verzogen und wir saßen wieder bis Mitternacht unter sternenklarem Himmel.

Hermann beim Grillen

nach oben


Samstag, 23. Juni 2007:

Wieder schlecht geschlafen, weil ich zuerst das Bier "wegtragen" mußte und dann um 4 Uhr früh böiger Wind aufkam. Ich war zu faul um aufzustehen und so hinderte mich die Klapperei des Verdunkelungsrollos am Einschlafen. Naja, um 6 Uhr war dann halt Tagwache und wir saßen dafür gaaaaaaaanz lange bei unserem Frühstückskaffee.

Gestern nachmittag hatte sich der Zwist zwischen Roland und Jan so aufgeschaukelt, daß Jan anfing abzubauen. Annelies weinte, aber Jan ist auch so stur und ließ sich nicht mehr umstimmen. Er war so oft bei der Direktion oben, aber es ließ sich niemand blicken, der Roland in die Schranken gewiesen hätte. Er hatte die letzten Tage ganz provokant die Autos umdrapiert, aber nie so, daß er Jan Platz gemacht hätte.

Irgendwie ist das Kindergartenreif, wenn sich erwachsene Männer derart in die Wolle kriegen. Nichtmal die Direktion von Kazela war in der Lage sich bei Roland durchzusetzen. Er ist einfach mit dem Rad fortgefahren und die Direktoren mußten mit Marti, seiner Freundin, vorliebnehmen. Sie ließen ihm durch Marti ausrichten, daß er den 2ten Platz räumen muß, aber er machte keine Anstalten es zu tun, als er wiederkam.

Jan hatte sich, bzw. der Direktion eine Frist gesetzt. Wenn um 12 Uhr mittag keine Entscheidung gefallen war, dann wollte er heimfahren. Tja, und nachdem sich Roland mit allen Sperenzchen vor der Räumung des Platzes drückte sind halt Jan und Annelies mit Tränen in den Augen heimgefahren. Er sagte, er kommt nie wieder und Kazela ist ein für allemal für ihn erledigt. Ich fand das sehr schade und ich konnte auch meine Klappe nicht halten, als ich bei Roland vorbeiging, um mich bei Jan und Annelies zu verabschieden. Ich sagte zu Roland, daß ich es gar nicht schön von ihm finde, daß er dem Jan derart den Urlaub versaut.

Gleich nachdem Jan abgefahren war sah man Roland mit einer Flasche Sekt zu ostdeutschen Campern gehen um "seinen Sieg" zu feiern und kurz darauf wurde komischerweise sein Fuhrpark so umgestellt, wie Jan es gewollt hatte und wie es sich für "gute Campernachbarn" gehört. Aber warum das so war erfuhr ich erst ein paar Tage später. :-)

Auch bei Brigitte und Wolfgang herrschte Aufbruchstimmung und sie kamen vorbei, um sich zu verabschieden. Sie versprach mir wieder Bilder für die Homepage zu schicken. Besonders witzig war wohl die Geburtstagsfeier von Dennis, einem Kellner vom Bilina, verlaufen. Das hat am Vortag stattgefunden und die ganze Bilinacrew soll mit ihren lustigen FKK-Schürzen rumgelaufen sein. Ich bin schon sehr neugierig darauf.

Doris bringt uns Zeitungen, die sie schon ausgelesen hat und schon ist wieder der halbe Tag vorbei. Heute ist wieder strahlendes Kazelawetter. Strahlend blauer Himmel und eine leichte kühlende Brise. Bis am Abend frischt aber der Wind auf und die Surfer schnappen sich ihre Bretteln. Naja, es geht grad so für Anfänger, aber den meisten ist das zuwenig Wind.

Wir beschließen einen gemütlichen "Zuhausesitzabend" zu machen und als uns der Wind auf den Keks geht, verziehen wir uns in den Wohnwagen, um ein bißchen zu fernsehen. Ist eh ein seltenes Vergnügen in Kazela.

Sonnenblume am nachmittag

nach oben


Sonntag, 24. Juni 2007:

Herrlicher Morgen. Traumhaftes Wetter und ganz sonntägliche Ruhe. Gestern dürfte irgendwo im Süden ein Unwetter niedergegangen sein, da ein Haufen Seegras im Wasser schwimmt. Das Meer ist mittlerweile lauwarm, das heißt mindestens 27°.

Annemarie bringt mir die DVD mit der Barbara Karlich Show zurück. Unsere Sendung hat ihr sehr gut gefallen. Sie erzählt mir von ihrer bevorstehenden Geburtstagsfeier in Medulin. Ihre Vermieter haben ihre Bilder rahmen lassen und überall im Haus aufgehängt. Sie ist total stolz drauf. :-)

Mia und Wolfgang fahren heute heim. Tja, Urlaub dauert halt auch nicht ewig und wir verabschieden uns traurig von unseren Kazelafreunden. Wir werden aber Kontakt halten bis zum nächsten Jahr.

Am Abend sind wir bei Doris und Hermann eingeladen. Wir nutzen die Gelegenheit um uns die renovierten Apartments anzuschauen. Die Mini-Chalets sind echt schön geworden. Ein paar Sachen, wie Ablageflächen in der Küche und im Bad gehen noch ab, aber ansonsten läßt es sich hier schon urlauben.

Schlafzimmer und Blick ins Bad Auf der Terrasse

Wir schauen uns auch das Apartment von Annemarie und Willi an, die im ersten Stock wohnen. Sie haben einen ganz großen Balkon und einen wundervollen Ausblick zum Campingplatz und aufs Meer.

Blick vom Balkon

Gemeinsam mit den anderen der Apartmentclique, Annemarie, Willi, Alma und Erwin, beschließen wir den Abend im Bilina, wo wir auch Schuri und Bratko treffen.

nach oben


Montag, 25. Juni 2007:

Unruhige Nacht. Schlaflos haben wir uns rumgewälzt. Die Hitze ist schon anstrengend und ich steh mit rasenden Kopfschmerzen auf. Mir ist auch den ganzen Tag nicht gut und ich befürchte einen Wetterumschwung in den nächsten 2 Tagen. Das kündigt sich bei mir meistens so an.

Annemarie und Willi kommen auf einen Kaffee vorbei. Sie war mit Doris schon ganz früh in Medulin beim Friseur. Nachdem um 8 Uhr das Geschäft noch immer nicht aufgesperrt war, hat ihnen eine Einheimische mit Händen und Füßen erklärt, daß heute schon wieder ein hoher kroatischer Feiertag ist. Tja, Pech gehabt, da müssen sie morgen nochmal fahren. Willi beklagt sich außerdem, daß Kazela ihn schon eine ganze Woche wegen der kaputten Klimaanlage vertröstet. Bei der Hitze ist Schlafen unmöglich und er will heimfahren sagt er mir. Naja, wahrscheinlich packen sie nach dem Friseurtermin von Annemarie zusammen.

Was ich so höre ist im Managment von Kazela heuer der Wurm drinnen. Es kennt sich niemand so richtig aus und man weiß nicht, wen man bei Problemen ansprechen soll. Einmal heißt es, daß der Willi das Geld von der Klimakarte zurückkriegt, der Nächste sagt wieder nein. Überbuchungen passieren laufend und mit der neuen Kurtaxeregelung haben alle Pauschalgäste ein ganz blödes Gerenne beim An- und Abmelden. Manche bekommen neue Passierscheine, manche wieder nicht. Je nachdem wer gerade an der Schranke sitzt. Die langjährigen Angestellten sind schon ganz verzweifelt weil es ständig neue Direktiven gibt.

Mittags legen wir uns hin und schlafen ziemlich lange. Am nachmittag kommen Wellen und es ist eine schwüle, diesige Luft, die einem das Atmen schwermacht. Kurz vor dem Finsterwerden raffen wir uns zu einem kleinen Rundgang über den Platz auf. Bei Dejans Strandbar machen wir einen Einkehrschwung, weil wir Iris und Medard sitzen sehen. eine lustige kleine schwarz-weiße Katze schleicht ständig um uns rum und Iris erzählt uns, daß sie die Kleine "Medulin" getauft hat. Vielleicht nehmen sie die Katze mit, wenn sie will. Der italienische Nachbar Michele füttert sie nämlich auch. *gg* Mal sehen, wie das Schicksal entscheidet.

Die Tische und Bänke sind total nass bei Dejan, die Kleidung feuchtelt und die Haut pickt richtig vor Salzfeuchtigkeit. Das ist der blöde "Jugo", eine ziemlich unerwünschte Wetterlage bei uns Campern. Außerdem werden die Blumen und Pflanzen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Salzluft verbrennt die Blätter regelrecht.

In der Nacht dreht dann der Wind auf West und frischt ordentlich auf. Um 4 Uhr früh hört man einige ihr Zeug zusammenräumen und Sonnensegel abbauen. Wir sind auch mit von der Partie. :-)

nach oben


Dienstag, 26. Juni 2007:

Die Surfer habens heute eilig. Nach der Reihe sieht man sie auftakeln und die Könner flitzen übers Wasser. Mein Gegenübernachbar Kaspar aus Bregenz springt sogar die "Halse" mit dem Brett in der Luft. Ich schau den Surfern gerne zu. Ich liebe den Wind!

Während sich mein Mann in den Windschatten verkriegt stelle ich mich an den Strand. Endlich mal nicht schwitzen.. :-) Nur meine Sonnenblumen bedauere ich. Die müssen sich ganz schön biegen und werden arg zerzaust.

Surfbrett von Kaspar Sonnenblumen im Sturmwind

Da sich die Sonne am nachmittag immer wieder versteckt hab ich auch die Energie ein bisserl was zu arbeiten. Die Wohnwagenfenster können eine Reinigung vertragen und das Netzfenster vom Vorzelt ist regelrecht mit roter Erde paniert. Hinterher hab ich richtig Freude, daß das Gitter wieder schön weiß und sauber geworden ist.

Weil ich grad so aktiv bin :-) überquere ich die Straße und besuche meine Campernachbarn aus Vorarlberg. Ich überleg nämlich schon seit sie angekommen sind, woher ich die Beiden kenne. Ich weiß, daß er Kaspar heißt und sie hat auch gleich "Hallo Heidi" gesagt, als sie vor ein paar Tagen angekommen sind. Naja, es stellt sich raus, daß wir im Vorjahr bei Horst und Karin beisammengesessen sind, als Horst seinen Heißluftballon steigen ließ. Jetzt werde ich sie mir merken, die Roswitha und den Kaspar aus Bregenz in Vorarlberg. (Fotografiert hab ich sie leider nicht)

Abends schauts nach Regen aus, aber ich gieße meinen Garten trotzdem. Hab so eine witzige Sonnenblume, die das Wasser wie ein Rodeoreiter rumschleudert. Der könnt ich stundenlang zuschauen.

Sonnenblumenrodeo

Wir machen dann aber alles dicht und sturmfest zu und fahren sicherheitshalber mit dem Auto zum Abendessen ins Bilina. Dort gibts heute "Musik" und wir sitzen gemütlich mit Hans und Waltraud beisammen. Einer holt sich Pizza zum Mitnehmen und sagt im Vorbeigehen "Hallo Heidi". Tja, Alzi läßt grüßen, ich muß schon wieder nachfragen, mit wem ich die Ehre habe. Es ist Jürgen aus Düsseldorf, mit dem ich im Vorjahr lange getratscht hab. Er hat bemerkt, daß ich höchstwahrscheinlich in Kazela bin, da er die Medupost schon einige Zeit nicht mehr bekommen hat. Auch von Jürgen hab ich noch kein Bild gemacht. Ich hoffe er schickt mir mal eins von sich und seiner Frau. :-)

Also, jedenfalls tuts mir leid, wenn ich nicht alle Kazelaner gleich richtig zuordnen kann, aber mit ein bisschen Hilfe schaff ich das schon. :-) Meine Medulinfamilie ist ja mitlerweile SEHR GROSS geworden.

Den neuen Holzofen mitsamt dem Pizzakoch mußte ich natürlich auch noch inspizieren. Der Koch hat irgend so einen italienischen Namen, es klingt wie "Giulio"... Wenn ich mir nicht alles gleich aufschreib... Namen sind ja wie Schall und Rauch... :-) Aber dafür gibts ein Bild. *gg*

pIZZA Holzofen  Die besten Pizzas gibts im Bilina

Das Musikerduo gibts heuer in neuer Zusammensetzung. Der schwarzgelockte langhaarige Musiker hat nun als Pendant einen blondgelockten langhaarigen Partner. Weil ich mir die Namen sowieso nie merken kann, nenn ich die Band einfach "Schneeweißchen und Rosenrot". Ich finde das passt zu ihnen und sie machen wie immer gute Musik. Weil so starker Wind war mußten sie im Lokal spielen. Normalerweise musizieren sie auf der Terrasse, wo es luftiger ist zum Tanzen. Damit es auch hier im Bilina gemütlicher wird, bitte ich Milenko die schiache Neonröhrenbeleuchtung abzuschalten. Er machts und wuuuuuuuuuuusch ist die Tanzfläche voll, als wenn alle drauf gewartet hätten. Milenko und seinen Kellnern ist der Mund offen stehengeblieben. Jaja, manchmal muß man sie mit der Nase drauf stoßen, wenn sie von selber nicht draufkommen, daß niemand gerne unter Scheinwerfern tanzt. :-)

Waltraud und Hans sind auch begeisterte Tänzer. Ich bewundere die Beiden, daß sie so fit sind. Noch dazu als mir Waltraud erzählt, daß sie heuer einen runden Geburtstag feiert und ihr Hans dann nächstes Jahr. Ich glaub ich darf das sagen... Es ist nicht der 60er, wie man meint, sondern der 70er. Schon im voraus alles Gute, Waltraud und Hans, und Hut ab vor so viel Fitness. :-)

Ja, war wieder ein netter Abend und das Wetter hat sich total beruhigt. Unter einem sternenklaren Himmel fahren wir nachhause.

nach oben


Mittwoch, 27. Juni 2007:

Gut, daß ich gestern noch meinen Garten gespritzt hab. Die paar Regentropfen die gefallen sind waren nicht der Rede wert. Heute ist schon wieder strahlend blauer Himmel und die Sonne scheint. Null Wind wie man sieht. Das Meer ist ruhig, ganz normales Kazelawetter also und ein "ganz normaler Campertag" beginnt.

Frühmorgens in Kazela

Nur eine kleine Reparatur am Gestänge vom Tarnnetz steht an. Eine Plastikverbindung ist abgebrochen und mein Hermann bastelt sich eine neue Stangenkonstruktion mit eisernen Eckverbindungen zusammen. Kaum ist er damit fertig sieht er aber schon die nächste Reparatur auf sich zukommen. Alle Jahre wieder.... Das Enkelfahrrad hat einen Platten. Als er den Vorderreifen zerlegt hat schwant ihm, daß er wohl demnächst nach Sisan ins Fahrradgeschäft fahren muß. Das Ventil ist nämlich abgerissen und das kann er nicht picken.

Zufällig kommt Schuri vorbei und erzählt ihm, daß Dejan hinter seiner Strandbar ein "lediges" Vorderrad rumstehen hat. Der Rest des Kinderrades seiner Tochter bekam irgendwann Füße und ist spurlos verschwunden. :-)

Also nix wie hin, der Schlauch passt, nur das Ventil muß er ein bißchen umbauen. Mittlerweile ist es fas mittag und der Chieminger Hermann kommt vorbei. Er hat gleich Neuigkeiten für uns. Er meldet, daß Kazela unsere Strandstraße mit Steinen absperrt, damit keine Autos mehr fahren können. Wir haben schon die ganze Zeit den Bagger gehört, konnten ihn aber nicht orten. Wir machen Witzchen darüber, ob nun die Nachtschwärmer über die ungewöhnliche Barrikade drüberstolpern werden.

Naja, ich geh schnell runter zu Schuri, um ihm das zu erzählen und kurz darauf sehen wir auch schon den Bagger, der die Schaufel mit großen Steinen beladen hat. Alle Stichstraßen zur Strandstraße werden ebenfalls verbarrikadiert. Na bravo, denk ich, das wird Trouble geben. Schuri hat ja eine Aversion gegen Steine und tatsächlich, - als sie ihm sein Grundstück mit den Felsbrocken eingrenzen wollen dreht er fast durch.

Kurz darauf kommt der Manager Negro mit dem Golfwagerl angefahren. Schuri ist in Rage und schreit wie ein "Zähndbrecher" mit Negro, wie ich ihn noch nie gehört hab. Negro sieht dann, daß sie die Steine falsch auf der Straße drapiert haben und versucht Schuri zu beruhigen, der wieder einmal nach "Bulgarien" auf Urlaub fährt. (Das sagt er immer, wenn er angefressen ist. *gg*)

Negro kommt dann zu uns und erklärt, wie er sich das mit der Absperrung vorstellt. Wir sagen ihm, daß wir befürchten, so wie die Steine liegen, daß hier nun einen Umkehrplatz für alle Kazelagäste entsteht. Er sagt uns, daß die Arbeiter die Steine falsch hingelegt haben und wie er das eigentlich haben will. Also: Oberhalb von unserer Parzelle will er nun den Parkplatz machen, damit die Security einen besseren Überblick über die illegalen "Zaungänger" und parkende Kazelagäste hat. Außerdem will er die untere Strandstraße vollkommen autofrei halten, sozusagen zur Strandpromenade aufwerten.

Lino tuckert schon mit seinem Rasenmäher heran um den "neuen Parkplatz" zu mähen und ein Parkplatzschild wird aufgestellt. Später am Abend, als alle Auto vor unserem Wohnwagen weg waren, kam nocheinmal der Bagger und machte die letzte Lücke auf unserer Straße zu.

Negro hat uns auch noch erzählt, daß sie vorhatten die Strandstraße zu asphaltieren, weil sie schon sehr desolat ist. Aber sie haben keine Genehmigung vom Umweltschutz bekommen. (Wie wenn Kazela eine Nicht-Genehmigung stören würde *gg*) Auf Textil haben sie die Sperren schon im Vorjahr gemacht und es hat sich gut bewährt, also haben sie nun auch bei uns abgesperrt.

Wahrscheinlich wird es die erste Zeit Probleme geben, bis alle Camper wissen, daß sie nicht mehr mit ihren Gespannen auf Platzsuche gehen können, aber ansonsten find ich das Vorhaben gar nicht schlecht. Nur die oberen Camper an der sogenannten "Klostraße" kommen jetzt vermehrt zum Handkuss. Ich denke aber, daß bis zum nächsten Jahr die ganz oberste Straße und das Sanitärhaus in der gerodeten Pampa fertig sein wird und dann werden sie auch diese Klostraße absperren und nur die Stichstraßen auf die Plätze werden befahrbar sein. Das würde Sinn machen. Naja, mal abwarten....man weiß ja nie, wie Kazela einen guten Gedanken zu Ende denkt..... :-)

Beim Sonnenuntergang zogen dicke schwarze Wolken auf. Das sah richtig gut, aber bedrohlich aus und wir machten sicherheitshalber unsere "Burg" dicht. Wenn etwas kommt in Kazela, dann gehts richtig schnell. Es blitze schon rundherum und eine halbe Stunde später prasselte Regen runter, daß man keinen Meter weit sehen konnte. Sogar die Satellitenantenne konnte den Regenvorhang nicht durchdringen.

Dicke schwarze Wolken

Eine halbe Stunde dauerte der ganze Spuk. Aus den restlichen Gewitterwolken zuckten noch grelle Blitze und gleich daneben strahlte der fast volle Mond wieder vom Himmel. Ein grandioses Schauspiel, doch leider gelang es mr nicht dieses Wetterphänomen gleichzeitig auf EIN Bild zu kriegen, obwohl ich die halbe Speicherkarte vollknipste. :-/

Also mußte ich ein bisserl basteln

nach oben


Donnerstag, 28. Juni 2007:

Ein strahlend schöner Tag beginnt. Die Luft ist klar und der ganze Staub ist durch den Platzregen in der Nacht weggewaschen. Es ist auch ein wenig kühler als die letzten Tage, denn es geht eine leichte Bora.

Klarer Tag

Hermann und Doris kommen vormittag vorbei um ihr Auto ein wenig zu waschen, damit sie klare Sicht bei ihrer Heimreise am Freitag haben. Am Abend wollen wir uns im Bilina ein bisserl zusammensetzen, um uns zu verabschieden. Die Apartmentclique vom Juni hat das Ende des Kazelaurlaubes vor Augen.

Als Doris und Hermann fahren stürzt sich mein Hermann auf die nächste Reparatur, die schon wieder ansteht. Diesmal ist der Defekt aber hausgemacht. Er hat ja vor ein paar Tagen die Satschüssel von ihrem Standplatz am Zaun entfernt und sie an die Deichsel von unserem Wohnwagen montiert. Am Zaun ist sie nicht so fest gestanden und jeder heftige Windstoß bescherte uns Wackelbilder und Schneetreiben.

Na gut, hat ja geklappt mit der Übersiedlung der Schüssel, aber im Vorbeigehen hat er den Hebel der Halterung sicherheitshalber noch a bissl angezogen und rummmmmmmmms.... war das Gewinde ab. Natürlich hat niemand so eine seltene Schraube in seinem Werkzeugkisterl und so mußte er nach Medulin fahren. Schuri hat ihm diesen Tip gegeben. Da ist so ein kleines, unscheinbares Geschäft vor dem Restaurant Sandra, das ist vollgestopft mit allen möglichen und brauchbaren Sachen. Gartenkrimskrams und genau diese Schraube hatte man dort auf Lager. Gut zu wissen, daß es so einen Laden in Medulin gibt. :-)

Dann bekam er noch von Vera und Luis eine Halterung für die Satschüssel und nun sitzt das Ding fest auf der Wohnwagendeichsel. (Leider engt sie die Sicht a bissl ein vor meinem Frühstückaussichtsfenster)

In der Zwischenzeit hab ich das ledige Rad begutachtet, das Hermann zur Reparatur des Enkelrades heimgetragen hatte. Ich hab auch gleich eine Konstruktionsidee ausgebrütet. *gg* Mir schwebt sowas wie ein Ringelspiel vor und mit ein paar Schnüren, leeren Wasserflaschen und den Wackelzwergen von Doris fang ich an etwas Zusammenzubasteln. Als mir das Rohmaterial ausgeht ist das Ringelspiel schon einigermaßen zu erkennen und dreht sich ganz langsam im Wind. Gut, dann werd ich mal mein Mittagsschlaferl abhalten und nachher weiterbasteln.

Praterringelsspiel

Nachmittag kommen Rita und Werner aus Schwäbisch Hall auf ein Plauderstündchen vorbei. Wir haben uns ja nur ganz kurz kennengelernt, als sie in der Früh mit ihren Wanderstecken vorbeimarschiert sind. Im Laufe des Gesprächs kommen wir auf Roland zu sprechen. Rita fragt mich, ob ich weiß, warum Roland vor ein paar Tagen von den Kazeladirektoren im Golfwagerl so zusammengestaucht worden ist. Er war gerade mit dem Fahrrad unterwegs als sie ihn anhielten. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und ich erzählte ihnen die Geschichte von der Vertreibung von Jan und Annelies. Rita und Werner kennen zwar die Holländer nicht, dafür aber zur Genüge den Roland. Mit ihm sind sie auch schon ein paarmal wegen seiner selbstherrlichen Art zusammengekracht.

Roland war ja mit dem Rad davongefahren, als er erfuhr, daß die Kazeladirektion die Sachlage vor Ort anschauen kommen wollten. Er hat aber nicht damit gerechnet, daß er ihnen direkt in die Arme fährt. Sie haben ihn genau vor dem Wohnwagen von Werner und Rita abgefangen und sie konnten alles "erste Reihe fußfrei" mithören. Zuerst, erzählt Rita, hat sich Roland aufgeplustert und mit dem Direktor zu streiten angefangen. Der hat sich aber nix gefallen lassen und Roland ist immer kleiner geworden. *gg* Zum Schluß hat der Direktor gesagt, daß er den Platz räumen muß, sonst muß er gehen. Ziemlich geknickt sei er dann von dannen gezogen. (Aha, so war das also, gut zu wissen! Diese Geschichte erzählt er nämlich gaaaaaaaaaanz anders.)

Bei unserem aufschlußreichen Gespräch wurde wieder eine Wasserflasche geleert (Nachschub für mein Ringelspiel) und ich machte mein Karussell fotografierfertig. Ich möchte ja Doris am Abend noch schnell zeigen, wie ich ihre Wackelzwerge eingebaut hab.

Im Bilina verdrücken wir wieder einmal unsere Lieblingsspeise. Spaghetti Bolognese. Der Milenko hat ja im Vorjahr und heuer seine Speisekarte derart erweitert, daß wie die Spaghetti nur noch ganz selten bestellt haben. Wir mußten doch alles durchkosten was es gibt und so oft gehen wir auch nicht essen. :-)

nach oben


Freitag, 29. Juni 2007:

Um 6 Uhr bellt mich der Nachbarhund von den Mödlinger Damen aus dem Schlaf. Der braucht immer ein paar Tage um sich am Campingplatz zu akklimatisieren, aber dann ist er ganz brav. Ich dreh mich nochmal rum bis 7 Uhr, da weckt mich ein Strandgast mit Türengeknalle auf. Er ist mit dem Auto an die Steinbarrikade rangefahren und lädt sein Equipment aus. Das ist der Nachteil von Negros "Verkehrsberuhigung.

Mödlinger Hund

Naja, steh ich halt auf und aktiviere die Kaffeemaschine. Bevor ich meinen Muntermacher getrunken habe bin ich ungenießbar. Nichtmal das schöne Wetter kann mich da aufheitern. Am vormittag kommen dann die Landshuter Alma und Erwin um die Staubschicht von ihrem Auto abzuwaschen. Sie sind die letzten der Apartmentclique, die ihren Urlaub beenden. Anschließend hab ich weitere vernichtete Mineralwasserflaschen in mein Ringelspiel eingebaut. Es braucht noch ein bißchen Zierrat, aber es dreht sich schon hervorragend.

Ansonsten wars ein Relaxtag heute. Am nachmittag schauten Vera und Luis kurz vorbei und am Abend bin ich mit der Kamera ausgerückt, um den Strand und meinen Freund, den Mond, zu fotografieren. Bis Mitternacht hab ich gewartet, aber er will einfach keine außergewöhnlichen prächtigen Mondgesichter machen. Das Meer ist auch noch ziemlich unruhig für eine gute "Mondstraße". (Aber a bissl was geht immer. *gg*)

Steine und Sand unter glasklarem WasserDistelstrauch

Morgen ist er voll. Vielleicht klappts ja dann mit einem extraschönen Bild.

 Mondstraße mit Distel im Vordergrund

 

nach oben


Samstag, 30. Juni 2007:

Irgendwie ist es fad jeden Tag zu schreiben:"Wolkenloser, strahlend blauer Himmel!" Es ist aber so, seit wir angekommen sind. Heute geht eine kühle, leichte Bora - Schönwetterwind aus ONO, guter Zeitpunkt um Einkaufen zu fahren. Wir wollen uns den neuen LIDL in Pula anschauen. ein schönes großes Geschäft mit ausreichend Parkplätzen, im Prinzip genauso eingerichtet wie bei uns zuhause. (Bis auf das Kunden WC. Das ist in Kroatien anscheinend Standard in allen größeren Geschäften. Auch bei Billa in Pula gibts das. In Österreich wird dir sogar das Personal WC verweigert, besonders bei Hofer(Aldi). Da kannst dich im Geschäft anpischen, null Chance)

Die Preise sind auch etwas günstiger als in den anderen Einkaufsmärkten in Pula. Vorallem bei Mineralwassser haben wir verglichen. 1 1/2 Liter kosten beispielsweise ab 2,49 Kuna, das sind ca. 30 Cent. Das ist vergleichsweise günstig für Kroatien. LIDL hat jedoch einige Auflagen bekommen bevor er bauen durfte. Das Sortiment muß mindestens zu 50% aus einheimischen Waren bestehen und das Preisniveau darf auch nur einen gewissen Prozentanteil unterschritten werden. Nur LIDL-Eigenmarken sind frei kalkulierbar. LIDL befindet sich der Umfahrungsstraße von Pula in Richtung Vodnjan auf der rechten Seite vor Getro.

Lidl in Pula

Weil wir grad in Pula sind lassen wir gleich noch unsere Gasflasche füllen im schauen im PEVEC vorbei. Liegt ja am Weg. :-) Ich mag diesen Markt sehr gerne, weil er ein riesiges Warenangebot hat. Wir finden eine lustige Vorzeltbeleuchtung im Stil der 60er Jahre. Unsere Lichtschlange ist ja heuer schon wieder bis auf einen Meter kaputtgegangen. Die halten wirklich nix aus. ein bißchen Krimskrams kommt ins Wagerl und eine Kleinigkeit essen im PEVEC Restaurant schadet auch nicht. (So schnell koche ich gerne) Dann reichts uns auch schon wieder und wir schauen, daß wir nach Kazela kommen.

Am Nachmittag stattet uns "Katastropholus" Milos einen Besuch ab. Der hat heuer "Hummeln im Hintern" und ist kurz darauf wieder weg. *hihi* Er übt wohl schon für die Pension.

Am Abend kommen dann Maja und ihr Mann Andreas aus Gelsenkirchen bei unserer Wohnwagenburg vorbei. Sind sind erstmals in Kazela und ich freu mich sehr, daß wir sie endlich kennenlernen. Vielleicht übersiedelt sir sogar mit ihrer Sommerfamilie auf FKK, falls sie ihren Youngster dazu überreden kann. Ich denke den Beiden gefällts gut in Kazela und mit manchen Leuten, die ich über die Homepage kennenlerne, entsteht auf Anhieb eine gegenseitige Sympathie.

Wir machen noch einen kleinen Abendspaziergang ins Bilina, natürlich mit dem Fotoapparat im Anschlag. Heute ist ja Vollmond, also ein Pflichbild für mich. Im Bilina treffen wir Anna-Maria und Jan, alias Pippi Langstrumpf und Tschibok Charly aus Holland. Ihr Sohn Jasper ist bereits zur Ablöse gekommen und wir verabschieden die Beiden. Waltraud und Hans sind auch heute heimgefahren.... Tja, so ist halt ein ständiger Wechsel in Kazela.

Kazela am Abend

Vollmondaufgang in Kazela 07Vollmond 30. Juni 2007

nach oben

Sonntag, 1. Juli 2007:

Standard Kazelawetter und nix los. Ein ganz ruhiger Sonntagmorgen um 7 Uhr früh. Nach dem obligaten halben Liter Kaffee geh ich ein bisserl schwimmen. Heute ist das Wasser wieder super. Arschglatt und man sieht jedes Steinchen am Grund. Hinterher schau ich mal in der Nachbarschaft vorbei um rauszukriegen, was so frei ist, oder wird, falls sich Maja zu uns raufstellen will.

Glatt

Kurt aus Graz Umgebung stellt sich vor, während ich mit einem Halleiner Ehepaar und einer deutschen Familie aus Borken (Nähe Gelsenkirchen) ratsche. Alle kennen "Medulinka" und schauen gerne auf meiner Homepage vorbei, um sich zu informieren. Mittlerweile glaube ich, daß es nicht viele Internetbesitzer gibt, die meine Kazelaseiten noch nie gesehen haben. *schon ein wenig stolz bin*

Als ich von meiner Platzspechtl und Ratschrunde zurückkomme ist mein Hermann auch schon "am Leben". Irgendwie hat er heute nicht aus den Federn gefunden. :-) Naja, ich bring ihn auf den neuesten Kazelastand und erzähle ihm, daß Kurt der "Möchtegern-Schwiegersohn" von Peter war und daß Monika und Peter ergo noch eine 2te Tochter haben müssen, die wir nicht kennen.. Wir kennen nur Eveline und ihre Familie. Apropos Eveline. Bin draufgekommen, daß viele Kazelacampende Steirer und Kärtner Frauen "Eveline" heißen. Ganz krass.

Hermann fährt gegen mittag zu Maja und Andreas. Mal schauen, ob sie umsiedeln wollen. Sie wollen aber doch nicht mehr abbauen, denn sie haben auf Textil einen schönen großen Platz und nette Nachbarn gefunden. Hermann erzählt ihnen, daß es am Dienstag im Bilina "Krautwickler" gibt (das sind Krautrouladen) und sie bestellen für Familie und Nachbarn 6 Portionen. Das wird sicher eine ganz lustige Runde am Dienstagabend.

Nachmittag laden wir die Nachbarn Roswitha und Kaspar zum Kaffeetrinken ein. Schuri kommt auch und erzählt ein paar Anekdoten von früher. Wir lachen uns halb kaputt und der Roswitha tun schon die Wangerl weh. Der Schuri kann aber auch so gut erzählen. Er redet mit Händen und Füßen und bringt die Geschichten so realitätsgetreu, daß man meint, man sei dabeigewesen.

Am Abend raffen wir uns erstmals seit Urlaubsbeginn auf, um nach Medulin zum Essen zu fahren. Roswitha und Kaspar fahren mit ins Fontana am Hafen, das mittlerweile unser liebstes Stammlokal in Medulin ist. Wir essen wie immer ausgezeichnet und unterhalten uns recht angeregt, als mir einfällt, daß ja Andreas aus Hannover auch in den nächsten Tagen kommen müßte. Wir wollten uns heuer persönlich kennenlernen, ich war mir aber nicht sicher, ob ich mir das Datum richtig gemerkt hab.

Plötzlich gibts ein großes "Hallo" im Fontana und Andreas kommt mit seiner Frau an unseren Tisch um sich vorzustellen. (Ich leiste meinem Gedächtnis Abbitte, es funktioniert doch noch ganz gut) Die Fontana-Brüder haben ihm näcmlich schon gesagt, daß "Medulinka" da ist. Sie erwarten noch Freunde, deshalb setzen sie sich an den Nachbartisch, aber nach dem Essen hatten wir noch Gelegenheit zum Kennenlernen und Tratschen. Andreas kommt ja auch immer nach FKK-Kazela zum Baden und da werden wir uns sicher nochmal treffen. Noch dazu wo er seinen 50er (so wie ich im Vorjahr) im Bilina feiern will.

Nach dem Fontana machen wir noch unsere obligate Lunapark-Runde, kaufen uns ein Eis und fahren wieder heim nach Kazela. Einmal durchs Gewühl an der Hafenpromenade reicht uns vollkommen. *grins* Bei einem Glaserl Prosek lassen wir den Abend ausklingen und genießen mit unseren Nachbarn die laue Nachtluft.

Hafenpromenade bei Nacht

nach oben


Montag, 2. Juli 2007:

Um 6 Uhr früh weckt mich das Schlagen unseres Sonnensegels. Schon wieder geht der blöde Jugo und ich muß Hermann wecken, daß er die Plane runtergibt. Ich kann das nicht, ich bin zu "kurz". Wir legen uns wieder nieder, ich kann aber nimmer einschlafen und steh um halb sieben auf. ich aktiviere die Kaffeemaschine und mach mein übliches Morgenfoto. Der Jugo wirft Wellen auf und das Meer rauscht ganz ordentlich.

SüdwindMorgens um sieben bei Jugo

Heute wollen wir Rasenmähen. Besser gesagt, Hermann mäht und ich nehm mir den roten Staub im Wohnwagen vor. Alles ist schon wie paniert. So trödel ich den vormittag rum und geh so dem unguten Jugowind aus dem Weg. Nachmittag werkel ich wieder an meinem Ringelspiel. Es passt mir nicht mehr. Bei leichtem Wind klappt das ja ganz gut, aber jetzt beim Jugo fangen die Gondeln zum Schwingen an und arbeiten immer wieder gegen die Fahrtrichtung. Alles abmontieren und nachdenken. Zurück zum Start.

Helmut aus Graz kommt mit seinem Enkel Fabian vorbei. Der Kleine fühlt sich richtig wohl in Kazela und ist ständig auf Entdeckungstour. Am liebsten fährt er aber mit dem Opa mit dem Elektroroller durch die Gegend. Ich raff mich abends auf endlich ins Internet Cafe zu fahren um meine Homepage mal zu kontrollieren. Gordana ist leider nicht mehr da, ich wollte sie einiges fragen. Die Mädels sind zwar recht nett, aber weiterhelfen können sie mir bei meinen Problemchen nicht. Deshalb kauf ich mir nur schnell eine halbe Stunde Internetzugang. Neu ist, daß man die Zeit unterbrechen kann und nicht die ganze halbe Stunde aufeinmal verbrauchen muß. So schmerzen die 30 Kuna auch gleich weniger. :-)

Homepagemäßig ist alles paletti, also vertschüß ich mich bald wieder. Da oben ist es sooo heiß und stickig, daß ich unbedingt an die frische Luft will. Beim Rausgehen kommen mir Elke und Eugen entgegen. Sie haben bei mir im Vorjahr vorbeigeschaut und so weit, daß sie mir bekannt vorkamen, hats gerade noch gereicht. Wir tratschen ein bißchen und draußen laufen mir dann noch Gerti und Reinhold über den Weg. Die Beiden treffen wir lustigerweise nie am Platz, sondern immer im Fontana in Medulin. Sie haben sich heuer das zweite Mal eine Pauschale für ein Mobilheim genommen und sind total glücklich damit. Besonders weil sie nicht mehr auf Abspannungen und windfest zugemachte Wohnwagenteile achten müssen.

Tja, die Zeit vergeht und ich bin schon ziemlich lange unterwegs. Als ich dann ins Auto einsteige bin ich zu faul, um oben zu wenden. Ich fahr halt über Textil heim, denk ich mir und beim Runterfahren überleg ich, ob ich nicht Richtung Aquapark abbiegen und bei Maja vorbeischauen soll. Vielleicht erspäh ich auch den Sohn von der Helgaoma, der am Josefsplatz aufgestellt hat. Aber irgendwie krieg ich das mit dem abgesperrten Straßennetz von Kazela-Textil nicht auf die Reihe. Hab die richtige Stichstraße verfehlt. (Zu Fuß ist alles einfacher. *gg*)

Naja, egal, fahre ich also die Strandstraße Richtung FKK an den leeren Mobilhomes entlang. Eine Geisterstadt, schrecklich anzuschauen. Das neue Waschhaus im Wall ist völlig nutzlos und für die Camper, die früher gerne hier gestanden haben ist das Areal verloren.

Während ich beim Vorbeifahren über diese Schandtat der Itaker nachgrüble, sehe ich nach der zweispurigen, asphaltierten Straße (die komplett abgesperrt ist, was das soll fragen sich alle) ein Auto aus Herne stehen. Ich halte an, das könnten Marc und Natascha sein, die mir per Email ihr Kommen angekündigt hatten. Tatsächlich sitzen sie auf der Mobilhometerrasse. Tom, der kleine Terrorist, (so sagen sie spaßeshalber zu ihrem Nachwuchs,) schläft schon brav. Er ist jetzt 15 Monate alt und wegen ihm haben sie 2 Jahre Kazelapause einlegen müssen. Durch meine Homepage waren sie aber immer am laufenden und sie erzählen, daß es problemlos mit dem Racker Tom klappt. Kurz kriege ich ihn noch zu sehen als er wach wird und die Natascha ihn kurz aus dem Bett rausholt. Der ist gleich lustig drauf. Naja, morgen werd ich ihn sicher a bissl knuddeln können, sie gehen nämlich auch mit Krautwickler essen ins Bilina.

Zuhause angekommen geht immer noch starker Jugowind, den man vorne auf Textil und dem Bilina gar nicht so mitkriegt. Hier bei uns draußen in der hintersten Ecke ist es sehr stürmisch und wir machen uns einen gemütlichen Fernsehabend.

nach oben


Dienstag, 3. Juli 2007:

Um halb 6 werd ich wach weil es so drückend heiß im Wohnwagen ist. Der Jugowind ist in der Nacht komplett eingeschlafen und nun ist es schwül und diesig. Ich stell meinen Ventilator auf volle Tube und hau mich nochmal aufs Ohr. Bin neugierig was wettermäßig heut auf uns zukommen wird, denn es schaut schon a bissl komisch aus draußen.

normales Kazelawetter

Hab dann komplett verschlafen und kriech erst um halb 9 aus den Federn. Tja, was soll ich sagen? - Ganz normales Kazelawetter und ein heißer Tag ist in Sicht. Es hat komplett ausgeputzt. Gegen mittag kommen Iris und Medard aus Metternich endlich bei uns vorbei. Die Beiden haben mittlerweile auch schon Kazelastress, weil sie einen Haufen Bekannte und Freunde am Platz haben. Langeweile kommt bei uns nie auf. :-)

Sie erzählen uns von einem ganz tollen Lokal in Pula, das sie gestern abend besucht haben. Ein richtiger Geheimtip. Von außen total unscheinbar und innen absolut gehobene Klasse und das Essen mit mehreren Gängen war top. Ich beende während unseres Gesprächs die Umbauarbeiten an meinem Ringelspiel und absolviere hinterher meinen Mittagsschlaf. Es ist zwar schon 14 Uhr, aber ich brauch mein Schläfchen, sonst bin ich genauso unleidlich, wie ohne meinen Frühstückskaffee. *gg*

Kaum daß ich liege geht ein Geknatter los. Ich versuche es zu ignorieren, aber nach einer Weile siegt meine Neugier. Himmel, wer ist das, weil alle Leute zusammenlaufen und ein Wiener Auto parkt vor unserem Tarnzelt auf der Straße? Hermann flüstert mir zu, daß das die "Nagl" ist, von der uns Schuri schon einigemale erzählt hat. Ihr Wohnwagen steht nun schon mindestens 5 Jahre bewegungslos an der Rampe und war im vorigen Jahr bis zur Achse im Erdreich versunken. Ein Traktor hat diesen Wohnwagen nun auf einem Platz abgestellt und er hängt vollkommen schief auf der Parzelle.

Na bravo, denk ich mir, und kann nun beruhigt meinen Mittagsschlaf antreten. Neugier ist befriedigt, ich mach alle Luken dicht, schalte meinen Ventilator und die Umluft auf Vollgas und hab 2 Stunden herrlich geschlafen.

Hermine und Alfons aus Weiz kommen grad vorbei als ich wieder wach bin. Sie sind mir schon abgegangen, denn normalerweise sind sie auch immer Ende Juni da. Voriges Jahr mußten sie Kazela auslassen und sie freuen sich, daß es heuer wieder geklappt hat. Sie haben mittlerweile auch Internet und so konnten sie sich vorinformieren was so alles passiert ist in der Zwischenzeit. (Von den beiden brauch ich auch ganz dringend ein neues Foto. *gg*)

Am Abend wirds nochmal a bissl hektisch, weil wir zulange faul rumgehockt sind. Blumen gießen, anziehen und die Frage: "Was sollen wir alles zumachen, wenn wir ins Bilina gehen?" Christl hat ein SMS geschickt, daß sie angekommen sind. Peter und Christl wohnen im Camp Tasalera und wir werden am 5. Juli zu ihnen rüberfahren und dann gemeinsam zum Forumsstammtisch nach Pula fahren. Aber jetzt ab zu unserer Krautwicklerverabredung. :-)

Iris und Medard sitzen schon an der langen Tafel, die Milenko für uns zusammengeschoben hat. Kurz darauf kommt Maja mit ihrer Sommerfamilie. Sie haben auch ihre Nachbarn, Ingrid und Uwe aus Hannover, mitgebracht. Sie kennen auch "Medulinka" und sind ganz begeistert, daß sie uns persönlich kennenlernen. (Manchmal werd ich schon etwas verlegen, wenn alle Leute meine Homepage so loben) Dann kommen noch Marc, Natascha und Tom und wir sind vollzählig. Die Krautwickler haben allen sehr gut geschmeckt, die Musik fängt an zu spielen und Tom geht gleich auf Entdeckungstour. Das ist ein richtiger Wonneproppen und wir alle haben viel Spaß mit ihm.

Margrit und Dieter aus Recklinghausen kommen sich verabschieden und stellen mir noch schnell den Ernst Blum aus der Schweiz vor, der sich bei einem Gästebucheintrag auf der Homepage ziemlich über die FKK-Verkleinerung aufgeregt hat. Tja, leider sind wir (noch) ziemlich machtlos gegen den Vernichtungsplan der Italiener. Ich bitte Medard mir die drei Camper zu fotografieren, da meine Speicherkarte voll ist. Also, das Bild wird sicher nachgereicht, sobald Medard sie mir schickt.

Medard bekommt einen Anruf. Er hat Besuch von einer bekannten Familie, die in Pula/Verudela in einem Hotel urlaubt. Bettina und Udo kommen ebenfalls aus Metternich und Iris und Medard führen sie zu ihrem Wohnwagenstandplatz und kommen mit ihnen anschließend ins Bilina. Bettina und Udo sind ganz aus dem Häuschen über die Unkompliziertheit und Lockerheit der FKK-Leute in Kazela. Jeder redet mit jedem, sagt Hallo, auch wenn man sich noch nie gesehen hat. Tja, FKKler sind halt etwas anders. Das ist nicht auf "meinem Mist" gewachsen, auch andere Textiler haben das schon bemerkt.

Naja, sie flippen fast aus, als ich sie dann auch noch fotografiere für die Homepage. :-) Medard sagte nachher, daß sie am liebsten aus ihrem Hotel in Pula ausgezogen wären, aber Camping und FKK wäre wohl auch für ihre 3 Kinder eine zu krasse Umstellung gewesen. (Man kann ja mal drüber nachdenken für die Zukunft. *gg*)

Iris links, Bettina rechts und im Hintergrund siehst du uns alle hocken.Udo links, Medard rechts und im Hintergrund Rosenrot von den Musikern.

Milenko und seine Kellner machen heute wieder einmal Spaß mit ihren Gästen. Vorsichtigerweise hat er Hermann gefragt, ob unsere Gäste vom Textil eh nicht sehr zimperlich sind. Er hat zu ihm gesagt, daß alle die an unserem Tisch sitzen sicher keine Spaßverderber sind und wenn sie "MICH" kennen, dann sind sie eh schon was gewöhnt. (Sehr nett, oder? Mein Mann.... naja, aber irgendwie hat er schon recht damit, weil humorlose Mimosen zähl ich eher nicht zu meinem Freundeskreis)

Es ist wirklich gemütlich heute und die Gäste sind alle gut aufgelegt, also ziehen sie zum Gaudium für alle ihre weißen Hemden aus und binden sich dafür eine Krawatte um. (Erklärung für Nichteingeweihte: Das ist eine Spitze gegen die italienische Führung. Die wollten nämlich schon vor Jahren, daß sich die Kellner im Bilina schwarze, lange Hosen, ein weißes Hemd und eine Krawatte anziehen. Milenko und alle anderen haben sich erfolgreich gewehrt, weil sie sagten, das sei ein FKK-Restaurant und kein Nobelhotel. Sie haben dann manchmal "oben ohne" mit Krawatte serviert, um die Italiener zu ärgern. 2007 haben sie es aber geschafft, daß zumindest der Chef, Milenko, eine Krawatte tragen muß.)

Sogar Vesna, die Tochter von Milenko, steht mit Bikinioberteil und Krawatte hinter der Bar. Ich kann leider nicht mehr fotografieren, da meine Speicherkarte voll ist, aber ich denke, Medard und die anderen werden mich (und euch) bestimmt mit Bildern versorgen.

Es war ein ausgesprochen lustiger Abend und den Gästen von Textil hats auch Spaß gemacht. Wir sind schon eine ganz tolle Medulinfamilie. :-)

nach oben


Mittwoch, 4. Juli 2007:

Um 4 Uhr früh reißt mich das Klappern des Vorzelts aus dem Schlaf. Natürlich haben wir wieder alles sperangelweit offen gelassen. Es war ja windstill und warm, als wir ins Bett gefallen sind. Tja, da bleibt mir nix anderes über, als aufzustehen und die Fenster im Vorzelt zuzumachen. Hermann hört das ja nie, er hat sich schon so dran gewöhnt, daß ich in der Nacht herumwandere, daß er nix mehr registriert, sobald er die Augen geschlossen hat. (Ohren sind dann auch zu)

Ich wandere ja sowieso fast jede Nacht rum, das ist Standard in Kazela. Entweder ich mach alles zu, weil Wind aufgekommen ist, oder ich mach alles auf, weils mir zu heiß geworden ist. Und hinterher schlaf ich dann wie ein Murmeltier. Anscheinend brauch ich meine Nachtwanderungen für einen "gesunden" Schlaf. :-)

In der Früh weht dann ordentlich der Jugo, dreht aber im Laufe des Tages auf West. Mistral nennt man diesen Wind und er bringt meistens schlechtes Wetter. Medulin ist aber in dieser Beziehung wetterbegünstigt. Da wir uns an der äußersten Spitze von Istrien befinden und vor uns das offene Meer ist, weht es die Wolken zumeist über uns drüber und Regen geht erst im Hinterland von Istrien nieder. Also, bis auf Westwind, (der die Surfer total freut,) haben wir trotzdem im Moment sehr schönes Wetter.

Wellen

Nach dem Frühstück gehe ich zu Medard. Er will meine Bilder von der Speicherkarte der Kamera runterziehen und auf eine CD brennen, weil sonst kann ich den restlichen Urlaub nichts mehr fotografieren. Während ich Richtung Dejans Strandbar marschiere sehe ich, daß die "Nagl" auf eine andere Parzelle übersiedelt ist. Sie haben sich gestern mit vereinten Kräften bemüht den desolaten Wohnwagen ordentlich aufzustellen und bewohnbar zu machen. Der war ja angefüllt bis unters Dach mit, naja, Gerümpel, möcht ich sagen. Sogar 25 Jahre alte Surfbretter (Schlachtschiffe) waren da drinnen. Nichtmal auf einem Flohmarkt würde man einen Käufer für das hiniche Klump finden. Und heute reisst sie wieder alles nieder, um von einem dritte Reihe Platz auf einen zweite Reihe Platz zu übersiedeln. Irre!!!. Jetzt liegt ihr ganzer "Hausrat" auf der alten Parzelle verteilt rum und der Wohnwagen steht wieder windschief und unbewohnbar auf der neuen Parzelle. Naja, bei dem Wind heute wirds wohl auch nix werden mit Vorzelt aufstellen.

Am nachmittag bringt mir Medard die entleerte Speicherkarte wieder. Wir haben unser Vorzelt zum Sitzen hergerichtet, weil der Westwind mittlerweile fast Sturmstärke angenommen hat. Meine Sonnenblumen werden arg gebeutelt und der Wind trocknet auch den Boden aus. Bis auf den kurzen Platzregen vorige Woche hats ja nie geregnet und die Sonne schien auch jeden Tag. Ich muß sie wieder mal richtig einwässern, damit sie dem Sturm besser trotzen können. Bei jedem Schritt wehen Staubwolken auf und ich kann mich vor Augenbrennen und Husten kaum noch erfangen. Das ist meine Kazelakrankheit mit der ich jeden Urlaub kämpfe. Ich hab mir schon ganz große Brillen gekauft, damit ich überhaupt rausgehen kann. Ich schau zwar aus wie die "Stubenfliege Puck", (wie Michaela meinte) aber eine andere Alternative hab ich mit meinen Kontaktlinsen nicht. :-)

Mittlerweile fangen wir alle an, alles zuzumachen. Jetzt ist richtig Sturm, daß sogar die Surfer aufgeben. Ich hab Kaspar ein Schneuztüchel angeboten, weil er nichtmal sein kleines Surfsegel bändigen kann. Sogar die Fensterschutzklappen lassen wir runter und mit einem flauen Gefühl im Magen fahren wir zu meiner Freundin Brankica nach Medulin, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren.

Beo am SteingrillDie Gäste unter dem Weinlaubdach

Ihr Innenhof ist gut windgeschützt und Beo grillt wieder wie ein Weltmeister für Brankicas Gäste und Freunde. Um 21 Uhr 30 verabschieden wir uns aber frühzeitig, weil uns vorkommt, daß der Wind gedreht hat und noch stärker geworden ist. Als wir von Brankicas Haus um die Ecke zum Parkplatz gehen weht uns der Wind fast um. Ja Wahnsinn, wenn der in Medulin schon so geht, was wird dann in unserer hintersten Ecke in Kazela los sein?

Hinterausgang  zur Sandstrandbucht und ParkplatzDer windgeschützte Garten von Brankica

Als wir ankommen sehen wir, daß es gut war, daß wir alles abmontiert haben, was rumfliegen hätte können. Der Gasgriller, der hinter dem Wohnwagen windgeschützt gestanden hat, liegt in kleinen Einzelteilen verstreut rum. Also, da hats ganz schön umgeschanzt als wir nicht daheim waren. Aber der Wind hat gedreht und kommt jetzt aus ONO, und das ist nun eine heftige Bora. Der Schönwetterwind bleibt uns nun hoffentlich erhalten für die letzte Urlaubswoche. Das ist unser aller Lieblingswind und dafür steht auch unser Wohnwagen ideal. Er macht uns mit seiner Breitseite im Vorzelt und auf dem Sitzplatz unterm Tarnnetz einen tollen Windschatten und es gibt auch kein Klappern der Planen vom Vorzelt. Da sag ich gleich für heute "Gute Nacht". *hihi* Muß man ausnützen, wenn man wackelfrei schlafen kann.

nach oben


Donnerstag, 5. Juli 2007:

Herrlichstes Kazelawetter, kein Wind, keine Wellen, klare Luft und wolkenlos. So, jetzt könnten wir wieder alles aufstellen und aufmachen, was wir gestern zugemacht und abgebaut haben. Na, wirklich net.... wir fahren ja nachmittag zur Christl nach Tasalera und weil das Wetter einfach zu schnell wechseln kann, fahren wir nie fort, ohne den Wohnwagen dicht zu machen. Das ist uns einfach zu gefährlich. wir haben doch auch Urlaub und lassen uns nicht ständig vom Wetter feigeln........... Naja, a bissl was haben wir schon wieder aufgemacht im Lauf des Tages. *gg*

Windstillherrliches Wetter

Nachmittag sind wir also dann nach Tasalera gefahren. Das wird heuer wahrscheinlich die einzige Gelegenheit sein unsere Freunde aus Bayern zu sehen. Unsere Männer (beide Schichtarbeiter) haben ihre freie Woche genau nacheinander und deshalb wirds wohl keinen gemeinsamen Termin mehr geben. Schade, aber es ist halt so.

Cafe Christl auf Tasalera

Zur Begrüßung vermissen wir das Gebell von Schäferhund Rex, aber ein anderer Hund ist da und hebt nur angelegentlich den Kopf. Tja, sie erzählen, daß sie Rex wegen Altersschwäche einschläfern lassen mußten. Er konnte kaum noch gehen. Zur Cassie sind sie dann ganz unverhofft gekommen, eine unglaublich rohe Menschengeschichte ist das, die ich euch nun erzählen möchte.

Also: Die Tochter von Christl arbeitet als Kellnerin und hat so nebenbei bei einem Jägerstammtisch mitgekriegt, daß ein "Scheidungshund" erschossen werden soll. Da ist sie dann hin, hat beim Jäger den Hund geholt und bei sich aufgenommen. Ein paar Tage später hatte sie mehrere Termine und hat ihre Hunde (sie hat noch einen Schäfer) zu ihren Eltern gebracht. Peter ist dann mit Cassie spazieren gegangen und hat hinterher gemeint: "Den behalten wir uns!" Das war beiderseits sowas wie Liebe auf den ersten Blick. :-)

Cassie ist ein "Senfhund", das heißt, daß mehrere Rassen ihren Senf dazugegeben haben. Ich hab schon oft gehört, daß Mischlinge die besten Gefährten sind, aber ich kenn mich mich Hunden nicht wirklich aus. Jetzt hat sie seit einer Woche ein neues Heim uns ist so dankbar und brav, daß es eine Schande gewesen wäre, sie zu erschießen. Man hätte sie doch auch in ein Tierheim geben können, wenn sie keiner der ehemaligen Ehepartner mehr behalten kann.

Sie trottet hinter Peter her, folgt aufs Wort, bellt nicht, wenn sie sieht, daß die Gäste erwünscht sind, fährt problemlos mit dem Auto mit, auch Bootfahren schein ihr Spaß zu machen und sie liebt vorallem Kinder. Kaum sieht sie welche ist sie dort, wirft sich auf den Boden und will gestreichelt werden.

Cassie mit kühlendem Handtuch

Wir schippern dann ganz gemütlich mit Christl und Peter in der Meduliner Bucht herum. Ich genieß das sehr, weil ich dann Medulin und die Inseln aus einer ganz anderen Perspektive fotografieren kann. Am Abend fahren wir dann gemeinsam zu unserem Istrien Forum Stammtisch nach Pula. Jeden Donnerstag um 19 Uhr kommen in den Sommermonaten Forianer und Istrienfreunde zusammen, um sich zu treffen, unterhalten und kennenzulernen. Wir haben ein neues Lokal gewählt, weil es im Kod Sonje nicht mehr so geklappt hat.

Wir treffen uns nun im VTB-Grill direkt an der Straße von Pula nach Vodnjan. die Bedienung und das Essen waren in Ordnung und 16 Erwachsene, 2 Kinder und 2 Hunde haben sich an diesem Donnerstag eingefunden. Der Abend war okay und wir haben uns recht gut unterhalten.

Ein Wohnmobilistenehepaar aus Hannover ist dann mit uns zum Autocamp Medulin mitgefahren. Sie sind mit dem Taxi zum Foritreff gekommen und haben dafür 170 Kuna berappt. Wir haben ja den gleichen Weg, da sparen sie sich einen Haufen Geld. sie haben uns dann erzählt, daß die vom Autocamp anscheinend auch a bissl verrückt geworden sind.

Der Schlammsauger, von dem einige meiner Homepagegucker im Mai berichtet haben, hat den Sand in der Sandstrandbucht aufgesaugt und dann auf dem Steinchenstrand aufgeschüttet. Jetzt ist das Wasser total trüb und am Boden ist der Schlick (Schlamm). Das Gefährliche daran ist aber, daß im Wasser jetzt Untiefen entstanden sind. Man geht ahnungslos herum, das Wasser ist normal knietief (maximal bis zum Bauchnabel) und plötzlich steigt man in ein Loch mit 2 m Tiefe. Das kann für die vielen spielenden Kinder ganz gefährlich werden.

Blick auf Medulin von Tasalera aus

Wahnsinn, auf welche verrückte Ideen die kommen, den den maximalen Gewinn aus dem Tourismus abschöpfen wollen. Die denken gar nicht über etwaige Folgen nach. Hauptsache sie haben für ihr Prospekt "Sandstrände".

Christl hat mir auf unserer Bootstour auch erzählt, daß der Chef vom "Restaurant Financa" am Autocamp sehr gejammert hat. Normalerweise sind um diese Zeit 5000 Personen im Camp, heuer sinds grade mal 1200. Die Vernichtungstaktik scheint also schon zu funktionieren. Der Vertrag von Arenaturist soll angeblich bald auslaufen. Investoren könnten dann das Autocamp ganz billig einkaufen, wenn die Touristen ausbleiben. Es gibt schon einige Jahre Gerüchte, daß dann Hotels auf dem Autocampgelände gebaut werden sollen. Mal sehen, meistens ist an den Gerüchten was Wahres dran und mittlerweile finde ich das gar nicht mehr so abwegig. Noch dazu wenn ich sehe, wie sie Kazela einerseits renovieren und andererseits von Touristen "abwirtschaften". Da steckt sicher ein "großer Plan" dahinter, von dem wir nichtmal 10% ahnen.

Restaurant Financa am Autocamp

Tja, ich hoffe, daß meine Befürchtungen noch lange nicht wahr werden, denn manchmal werd ich direkt verzagt, wenn die ärgsten Prognosen im Umlauf sind.

nach oben


Freitag, 6. Juli 2007:

Normales Kazelawetter, leichte Bora, die im Laufe des Tages wieder auf Jugo dreht. Komische Windrichtung um diese Jahreszeit. Roswitha und ich haben uns in der Vormittagsonne festgetratscht. Wir machen dabei ein paar Dehnübungen und drehen uns in der Sonne, wie Hendl am Griller. :-)

leichte Bora

Eine Spaziergängergruppe kommt vorbei, die nach "Medulinka" fragt. Roland Wawra (urwienerischer Name) gesellt sich zu uns und ratscht "drehenderweise" mit. Nach fast zwei Stunden dürften wir "durch" gewesen sein. *grins*

Nach dem Mittagsschläfchen gibts wieder "Action" auf dem Nachbarplatz wegen einer Stromsteckdose. Seit ein paar Tagen hatten die Halleiner immer kurze Stromausfälle und plötzlich gings gar nicht mehr. Ein "elektrischer" Camper schraubte den Kasten auf und sah, daß zwei Zuleitungen verschmort waren. Schuri (selber Elektriker) hat sich ziemlich geärgert, daß sie nicht gleich den Kazelaelektriker gerufen und selbst an dem Teil rumgebastelt haben. Vor ein paar Tagen hat er nämlich vorne beim Dejan einen Camper gesehen, der aus dem Stromkasten die "Eingeweide" raushängte und dann einfach wegging, als er damit nicht mehr klarkam.

Mutmaßungen wurden angestellt, ob vielleicht ein Camper auszustecken vergessen hatte, als er wegfuhr. Die Steckdose war nämlich halb rausgerissen und wackelte. Deshalb haben dann zwei lockere Drähte immer wieder "kontaktet", bis halt alles zusammengeschmort ist und einen "Kurzen" gerissen hat. Kazela hats dann gleich gerichtet und jetzt "stromts" wieder problemlos.

Hermann legt sich heute auch mal für ein Schläfchen in den Wohnwagen und ich will zum Schuri a bissl ratschen gehn, damit bei unserem Wohnwagen Ruhe ist. Tja, Schuri ist nicht zuhause, also denk ich, daß ich einfach eine Platzrunde drehen werde.

Ein paar Meter weiter treff ich Jürgen aus Düsseldorf, der gerade vom Schnorcheln kommt. Heute ist wohl ein besonderer Quassel - Tag. Auch mit ihm quatsche ich mich fest und später kommen noch Barbara und Janusch, meine Berliner Polen, dazu. Eine Stunde ist da schnell um und jetzt wirds mir aber drawig (deutsch: eilig), weil wir ja am Abend ins Bilina wollen. Blumen spritzen und eine Kleinigkeit kochen muß ich ja auch noch.

*************************************

Es gab ja hier eine Unterbrechung, da ich mit meinen Enkeln für eine Woche nach Kazela abgedampft bin. Jetzt gehts ab hier wieder weiter mit dem Kazela Tagebuch. Viel Spaß weiterhin beim Mitlesen. Eure Medulinka :-)

*************************************

Schuri kommt auf ein Plauscherl vorbei und Hans-Peter aus Grünau klagt uns sein Leid. Er hat einen Köpfler mit dem Fahrrad gemacht, als ihm auf der Klostraße ein Ast ins Vorderrad gekommen ist. Er hat aber bei seinem Sturz über den Lenker Glück gehabt und die Abschürfungen sind nicht allzu groß.

Jetzt wirds aber Zeit. Wir sollten schon längst im bilina sein. Als ich mich anziehe höre ich draußen Stimmen. Ja, die Christiane steht mit ihrem Hund "Lucky" vor der Tür um "Hallo" zu sagen. Christiane und Hans aus Kirchheimbolanden gehören zu unseren ersten Kazelafreunden auf die wir uns jedes Jahr besonders freuen. Sie sind heute angekommen und wir gehen ein Stück zusammen auf unserem Weg ins Bilina. Christiane und Hans haben immer auf dem Teil gestanden das jetzt Textil geworden ist, aber nun haben sie in der Nähe von Dejans Strandbar ein nettes Plätzchen gefunden.

Im Bilina warten schon Maja und ihre Sommerfamilie auf uns. Sie berichten, daß sie morgen weiterfahren wollen. Zuerst mal nach Novigrad, dann zum Faaker See in Kärnten/Österreich, weiter nach Sommerach und dann heim nach Gelsenkirchen. Eigentlich finde ich ihren Entschluß ein bißchen plötzlich, aber sie erzählen, daß sie von Tschechen eingekreist worden sind, die schon um 9 Uhr früh das erste Bier mit ziemlichem Radau anschlagen. sie wollen Kazela in guter Erinnerung behalten, weil es ihnen wirdklich gut gefallen hat, und deshalb fahren sie lieber ab. Naja, sie kommen sicher nächstes Jahr wieder und wir freuen uns sicher, wenn wir sie sehen.

Marc, Natascha und Tom stoßen auch zu unserer Runde, Medard und Iris sitzen am Nebentisch mit Freunden beisammen. Carmen und Michael aus Guxhagen sind auch langjährige Kazelacamper.

Tja, meine Medulinfamilie wächst und wächst. Ich finde das ganz toll.

Hans und Christiane (da gibts heuer sicher ein neues Bild von den beiden) kommen auch noch, Schuri und Jasper und noch viele andere gutgelaunte Kazelacamper bevölkern die Bilinaterrasse. Die Live Musik ist auch klasse und alles in allem ist es ein gemütlicher Abend.

Man begrüßt die Neuankömmlinge und verabschiedet sich von liebgewordenen Urlaubsfreunden. So ist halt mein Camperleben in Kazela.

nach oben


Samstag, 7. Juli 2007:

Um 4 Uhr früh werd ich wach, weil mir heißer Wind ins Gesicht bläst. Der Jugo ist wieder stärker geworden und die Luft ist so warm wie von einem Fön. Aufstehen und Vorzeltfenster zumachen ist angesagt. Ich mach auch gleich die Wohnwagenfenster zu. Der warme feuchte Wind soll draußen bleiben.

prachtvoll am Samstag

Einige andere haben sich das wohl auch gedacht, wie ich am Geräusch von zuschlagenden Wohnwagentüren höre. Ich glaub, ich mach das schon im Schlaf, denn mir fällt das erst wieder ein, als Nachbar Kaspar am vormittag davon spricht.

Heute haben wir mal gar nix vor. Ich hab mein Ringelspiel zerlegt weil es total schief gestanden hat. Es dreht sich auch nicht richtig, weil die Gondeln ständig gegen die Fahrtrichtung arbeiten. Im Vorzelt baue ich ebenfalls meine "Kücheneinrichtung" a bissl um. Alles schon im Hinblick auf das Schlafzelt für meine Enkel. Das wollen wir am Montag reinhängen und herrichten.

Zum Nachmittagskaffee kommen wieder meine Nachbarn Roswitha und Kaspar. Mit den Beiden kann man sich so gemütlich unterhalten. Achja, Schuri war auch mit dabei und gab einige Schwanks aus seinem Leben zum Besten. Wir sind gelegen vor Lachen und der Roswitha taten richtig die Wangerl weh.

Als es am Abend kühler wird rupf ich bei den Sonnenblumen die "Verreckerl" raus. Das hab ich mir schon lange vorgenommen, weil wir sie im Frühjahr zu dicht gesät haben. Wahrscheinlich ist es jetzt eh schon zu spät, aber einen Versuch kann man ja machen. Vielleicht erfangen sich dann die Sonnenblumen, wenn sie mehr Platz zum Wachsen haben.

nach oben


Sonntag, 8. Juli 2007:

Heute wirds heiß. In der Früh hats schon 28° und es weht kaum ein Lüfterl.

Heisser Tag

Die zwei Pärchen aus Zell am See kommen wieder zum Baden und stellen einen Pavillon auf. Wir machen uns einen Spaß, stoppen die Zeit und feuern sie an. Sie brauchen 14 Minuten und sind sicher schneller als vorgestern, denn da hatten sie mit dem Wind Schwierigkeiten. Ich bring ihnen unter viel Gelächter eine Dose kaltes Bier. Das haben sie sich verdient. :-)

Dann zupf ich bei meinen Sonnenblumen weiter. Bin gestern nicht ganz fertig geworden weils finster wurde. Christiane kommt mit Lucky vorbei, die Traunsteiner, Lilli und Wolfgang, verabschieden sich, Bratko, der für ein paar Tage nach Stuttgart gefahren war, ist auch wieder da. "Es regnet daheum dauernd", schwäbelt er, "was soll ich dann dort?" :-)

Naja, die Zeit vergeht so schnell, 2 Tage noch, dann müssen wir auch heimfahren. *Seufz* ........... Irgendwie warten wir heute den ganzen Tag auf Marc, Natascha und Tom. Sie wollten zwischen 10 und 16 Uhr Uhr vorbeikommen. Ja, ist egal, wir haben eh nix vor. Nur zu Hans und Christiane wollen wir am frühen Abend vorbeischauen.

Nach dem Abendessen richten wir uns zusammen um aufzubrechen, als Michaela und Fritz aus Baden uns begrüßen kommen. Kurz darauf kommen Brankica und Beo zum Baden. Michaela und Fritz haben sich ein neues Auto und einen neuen Wohnwagen gekauft. Den ursprünglich im Oktober 2006 bestellten Wohnwagen hatten sie wegen Lieferschwierigkeiten nicht bekommen und so haben sie sich einen Hobby angeschafft, der zumindest den meisten ihrer Vorstellungen entsprochen hat und verfügbar war. Sie haben das Glück gehabt, daß zur Zeit eine Aktion bei Wohnwagen Pusch lief und und das Vorzelt samt Tisch und Sessel war gratis dabei. :-)

Als die Badener sich verabschieden biegen Marc, Natascha und Tom um die Ecke. Sie sind das erstemal in unserer hintersten Ecke und der kleine Tom geht natürlich auf Entdeckungsreise. Der Racker fühlt sich sichtlich wohl in Kazela. Als es Zeit fürs Abendessen wird ziehen sie wieder Richtung Mobilhomes auf Kazela-Textil. Da haben sie noch einen weiten Marsch vor sich, ich denke Tom wird wahrscheinlich im Kinderwagen ein Schläfchen abhalten.

Beo kommt mittlerweile vom Baden rauf und auch Brankica wird demnächst ihre "Toilette" erledigt haben. Beo meint, daß er in den 12 Jahren, die er mit Brankica beisammen ist, bestimmt ein Jahr mit Warten zugebracht hat. Naja, Männer sehen das wohl anders. *grins* Als es schon ziemlich dunkel wird kommt Brankica. Ihr gehts heute wohl nicht so gut, das merkt man an ihrem müden Gang. Heute ist wirklich ein anstrengender Hitzetag gewesen.

Plötzlich seh ich, daß wir keinen Strom haben. Hermann schaut im Stromkasten nach, aber der Ausfall ist Kazelaweit. Um halb Zehn fahren Brankica und Beo nachhause und es ist immer noch alles stockdunkel.

Um diese Zeit können wir nicht mehr zu Hans und Christiane schauen, also spazieren wir Richtung Dejans Strandbar. Er hat seinen VW-Bus mit laufendem Motor und eingeschalteten Scheinwerfern vor seine Terrasse gestellt, um sie zu beleuchten. Hier sehen wir, daß der Ausfall nicht nur Kazelaweit, sondern Medulinweit ist.

Ja. ich denke, daß der extreme Ausbau des Tourismus schuld daran ist, daß das Netzt ständig überlastet ist und zusammenbricht. Man braucht ja nur in Kazela schauen. Die vielen Mobilhomes mit den Klimaanlagen und Boilern für die Dusche, die renovierten Apartments, ebenfalls mit Klimaanlagen ausgestattet. Da braucht man sich nicht wundern. Gegen 22 Uhr kommt der Strom dann wieder und kurz darauf wandern wir wieder Richtung heimatlichem Wohnwagen.

P.S. Paar Tage später haben wir erfahren, daß der Stromausfall sogar Istrienweit war. Ebenso waren weite Teile von Kroatien betroffen. Anscheinend ist ein Kernkraftwerk ausgefallen.

nach oben


Montag, 9. Juli 2007:

Heute bin ich schon früh wach und mach das übliche Frühbild. Ein herrlicher Tag kündigt sich an und ich nutze die frühe Ruhe um mein Tagebuch auf den neuesten Stand zu bringen. Irgendwie bin ich immer 2 Tage im Rückstand. :-(

Morgen

Es ist jetzt halb 9 und ich bin "up to date". Nun werden wir das Schlafzelt für meine Enkel in das Vorzelt einbauen. Ich wills heuer ein bissl anders stellen und damit das Vorzelt nicht so vollgerammelt ist, die Bodenfläche des Innenzelts genau an die Größe der Luftbetten anpassen. Klappt ganz gut und bis mittag sind wir fertig.

Nachmittag zerlege ich mein Ringelspiel zum xten Mal. Obwohl genug Wind bläst dreht es sich nicht. Die Gondeln sind einfach ein Problem. Also alles wieder runter und den Antrieb verändern. Seufz.... ich müßte mich halt mal entscheiden, ob es schön ausschauen, oder sich schnell drehen soll.

Um 15 Uhr wandern wir zu Christiane und Hans. Sie haben in der Nähe von Dejans Strandbar einen Platz gefunden. Michaela und Fritz aus Baden sind ihre Nachbarn und sie gesellen sich auch zu uns. Feinripp Jürgen, seine Frau Gabi und Hund Leo aus München stehen vor den Kirchheimbolandern. Eine gemütliche Ecke also. Ich hab im Frühjahr der Christiane geschrieben, daß das einzig positive an der FKK-Verkleinerung die Tatsache ist, daß unsere Freunde weiter zu uns raufrücken.

Leider kommen auch solche Camper wieder näher, derentwegen wir ans Kazelaende gezogen sind. Christiane erzählte mir, daß Camper oberhalb von ihnen einen kleinen Hund haben, der ständig auf die Straße rennt, sobald jemand vorbeigeht und dabei kläfft wie verrückt. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie hatte die Frau gebeten, daß sie ihren Hund an die Leine gibt, als sie mit Lucky ihren Morgenspaziergang machte. Die Antwort darauf war: "Wir waren aber eher da als Sie!" Dieselbe Antwort erhielt Fritz, der um halb sechs Uhr früh genervt das Wohnwagenfenster zudrosch, weil ihm das Gekeife des Hundes auf den Keks ging. Anscheinend kann die arme Frau nur diesen einen Satz zu ihrer Verteidung sagen. Hunde können ja nix dafür, der Depp ist immer am Ende der Leine!

Ich bin beileibe kein Streithansl und ich versuch mit allen gut auszukommen, aber wenn ich seh, wie egoistisch sich manche Camper benehmen, da steht mir die "Grausbirn" auf. Naja, ich will da keinem was vorjammern und "früher war alles besser" sagen. Es ist halt JETZT so und man muß das akzeptieren, oder sich woanders hin orientieren. So einfach ist das. Wenn viele Menschen auf kleinem Raum beisammen sind, dann kommen eben Unstimmigkeiten auf.

Das heißt aber nicht, daß ich auf meiner Homepage nichts mehr anprangern werde was mir persönlich gegen den Strich geht. (Obs jetzt Kazela betrifft oder sich im "normalen" Leben abspielt.) Da werden sich wohl einige wiedererkennen und am meisten Freude hätte ich, wenn sie dann drüber nachdenken und zur Einsicht kommen, daß wir alle im Prinzip dasselbe wollen:

"Einen schönen, erholsamen Kazelaurlaub, ohne Streit und Platzkämpfe. Ein tolerantes "MITEINANDER", wie es immer für Camper üblich war und ein "ZUSAMMENHALTEN" gegen Unbelehrbare, die sich nicht an die Regeln halten!"

Ich schreib das jetzt bewußt so direkt, weil es im nachhinein viele aus unserer Ecke ärgert, daß wir Jan und Annelies aus Holland nicht beigestanden haben. Wir haben uns wie Feiglinge benommen und eins ist sicher. Auf die Direktion in Kazela braucht man nicht zu hoffen. Die sind alle zu schwach und wenns auf FKK Probleme gibt, dann interessiert sie das herzlich wenig.

Genauso wie heute. ein älteres Ehepaar parkt mit einem Campingbus direkt vor uns mitten auf der Straße. Ich sag ihnen, daß sie hier nicht stehenbleiben können. Er fragt gleich ganz provokant: "WARUM!" Ich sag: "Weil das eine Straße ist und der Parkplatz ist 10 Meter weiter oben. Er: Da kann man sowieso nicht durchfahren, weil die Straße abgesperrt ist und er wird hier stehenbleiben. Und es stinkt ihm sowieso, daß die Dauercamper immer was zum Meckern haben müssen. Ich sag okay, dann werd ich mal die Security verständigen. Er: "Das können Sie gerne machen, das geht mir am A..... vorbei. Brankica und Beo kommen auch grade vom Parkplatz runter, sehen ihn stehen und sagen ihm, daß er hier nicht stehenbleiben kann. Er deutet ihnen "eindeutig" und stellt das Hubdach vom Bus hoch.

Ich ruf also bei der Rezeption an, die verbinden mich weiter, als das Golfauto mit den Direktoren unten vorbeikommt. Der Direktor sieht den Bus und sagt zu meinem Mann, daß er sich drum kümmern wird und ruft die Camp Control an. Ich leg also auf und harre der Dinge, die da kommen werden. Kurze Zeit später kommt einer von der Security mit dem Moped, bleibt oben an der Kurve stehen, telefoniert und fährt anschließend an dem Bus vorbei, als wäre alles total normal.

Als nach einer halben Stunde immer noch nix passiert, ruf ich nochmal an der Rampe an und frage sie, ob denn in Kazela jeder tun und lassen kann was er will. Aber es ist zwecklos in diesem Fall. Tja, Frechheit siegt!

(P.S.: Im nachhinein gesehen, ein paar Tage später bei unserem Enkelurlaub, hats doch was gebracht. Wieder sind Wellenreiter aus Ljubljana einfach auf die Nachbarparzelle gefahren, ein ungarisches Auto hat sich auf unseren Parkplatz gestellt und keiner ist nach Aufforderung weggefahren. Kommt wieder der Direktor mit dem Golfauto zufällig vorbei, sieht das und fasst sich die Slowenen. Er hat die Autonummer durchgegeben und niemand an der Schranke hat dieses Fahrzeug registriert. Was ich so mitgekriegt hab, (auf die Entfernung wars schwer etwas zu verstehen) wollte er wissen, wie sie überhaupt am Abend nach Kazela reingekommen sind. Der Ungar hat auch Muffensausen bekommen und ist mit seinem Wagen von unserer Parzelle gefahren. Nach und nach sind alle möglichen Security und Camp Controlleute zusammengelaufen und die Slowenen haben komplett aus Kazela mit Begleitschutz rausfahren müssen.

Ich finds ja gut, wenn sie an der Schranke kontrollieren, aber manchmal gleicht das einem Lotteriespiel. Gewisse Aufpasser an der Rampe lassen die Schranke oben, weil sie zu bequem sind, um bei jedem Fahrzeug zu kontrollieren oder auf den Knopf zu drücken. Andere Schrankenwärter heben die Schranke nicht wenn man drauf zufährt, auch wenn sie einen kennen, und warten bis man den Retourgang reingiebt, zum Automaten zurückschiebt und den Passierschein raussucht. Kurz bevor man dann die Karte in den Schlitz schieben kann öffnen sie die Schranke. *grummel*)

Was solls also, nur nicht aufregen. Mir ist das mittlerweile wurscht. Die werden das schon irgendwann in den Griff kriegen, daß nicht jeder in Kazela rumfahren kann wie er will. Es ist eh schon besser geworden als voriges Jahr.

Wir laden Roswitha und Kaspar zum Essen ein und werfen den Gasgriller an um Hendlhaxen zu grillen. Wie üblich quatschen wir uns mit den Vorarlsbergern fest. Hans-Peter und Gerti sind auch nicht maulfaul und kommen nach dem Essen von ihrer "Anhöhe" runter ins "Tal". Das war gemütlich und wir hockten bis Mitternacht ohne Sprechpause beisammen. :-)

nach oben


Dienstag 10. Juli 2007:

Ein Prachttag für Surfer. Westwind für Fortgeschrittene. Deswegen waren auch die Wellenreiter gestern da. Die hören das schon im Wetterbericht, wenn Wellen zu erwarten sind und springen ins Auto. Bei uns hinten gibts durch die Felsplatten dann ganz gute "Waves" auf denen sie reiten können. :-)

Wellen mit Schaumkronen

Heute müssen wir also alles zusammenpacken. Unsere 3 1/2 Wochen Urlaub gehen dem Ende zu. War schön, aber wie immer zu kurz. Viele neue Leute haben wir kennengelernt und mit einigen werden wir auch weiterhin in Kontakt bleiben.

Homepagegucker Michael aus Koblenz stellt sich vor. Er ist heuer erstmals in Kazela. Normalerweise verbringt er seinen Urlaub in Koversada. Durch das Istrienforum ist er auf meine Homepage gestossen und die Bilder haben ihn animiert mal in Kazela vorbeizuschauen. Anfangs war er ein wenig enttäuscht oder irritiert, wie ruhig es hier im Gegensatz zu Koversada ist. Aber mittlerweile genießt er es. Er überlegt schon, ob er seine Freunde aus Koversada auch mal hierher locken soll. :-)

Thomas aus München schaut auch vorbei um einen Gruß dazulassen. Er verspricht sich zu melden, nachdem er "Medulinka" kennengelernt hat. (Da bin ich beruhigt, daß er sich nicht zu sehr erschreckt hat, als er mich gesehen hat. *gg*) Thomas' Vater und er wechseln sich immer mit Kazelaurlaub ab und sie kommen ebenfalls schon viele Jahre auf diesen Platz.

Die meisten Homepagegucker, die mich in meinem Domizil in Kazela besucht haben, bedanken sich für die Informationen die ich ihnen über Kazela und Medulin bereitstelle. Sie finden das alle sehr hilfreich. Besonders heuer, als sich gar soviel geändert hat mit den Grabungsarbeiten für den Kanal und der Verkleinerung von FKK. Das freut mich natürlich sehr. :-) Ich werde mich daher weiter bemühen für meine Homepagegucker Informationen zu bekommen und objektiv über das Camp Kazela zu berichten.

Das Einpacken ist immer eins der langweiligsten Dinge in der Kazelasaison. Wir werden uns heute abend noch mit einigen Urlaubsfreunden auf ein Moussaka im Bistro Bilina zusammensetzen und uns für eine Woche aus Kazela verabschieden. Wenn alles nach Plan läuft ziehen wir am 18ten Juli mit unseren Enkeln Raphael und Tamara in das Sommerdomizil in Kazelaende ein.

nach oben


Mittwoch, 11. Juli 2007:

Um 6 Uhr früh fuhren wir aus Kazela ab. Der Sonnenaufgang war blutrot und sah richtig toll vor der schwarzen Wolkenbank aus. Es versprach wieder ein schöner Tag zu werden, obwohl ein paar Regentropfen aus einer dunklen Wolke fielen. Tja, Kazela weint halt ein bisserl, wenn ich heimfahre, aber für mehr reichts sicher nicht. *gg*

Ich hoffe, ihr hattet Freude an meinem Kazela Tagebuch. Mir hats jedenfalls Spaß gemacht es zu schreiben. :-)

Eure Medulinka

nach oben


Nachtrag zum 10. Juli 2007:

Als wir die Verabschiedungsrunde bei unseren Kazelafreunden machten brauchten wir eine geraume Weile. Das hatte ich nicht mehr in meinem Tagebuch aufgeschrieben und somit wäre es in Vergessenheit geraten, wenn nicht Medard (der Brave) mir mit seinen Bildern auf die Sprünge geholfen hätte. :-) Danke!

Also: Wir lernten auf unserer Verabschiedungsrunde noch Barbara, Wolfgang und Tim aus der Schweiz kennen. Sie saßen bei Iris und Medards am Tisch. Vom Sehen waren sie uns schon bekannt und ich glaub, wir haben schon vor ein paar Jahren mal miteinander gesprochen.

Naja, dann waren wir schon fast von der Bilinaterrasse runter, als ein Pärchen mit großen Hallo auf uns zustürzt. Momentan hab ich das gar nicht gecheckt wer das ist, als sie mir ihren Namen nannten. Conny und Karl-Heinz. Ich war vollkommen auf dem falschen Dampfer, aber als Mainz fiel, fiel auch bei mir der Groschen. :-)

Conny und Karlheinz aus Mainz

Anfang Juni bekam ich von den Beiden ein sonnenblumiges Email als Dankeschön für meine Homepage. Das mußte ich mindestens 3 mal lesen, da es sich um eine totale Namensgleichheit mit meinem Homepagehelfer der ersten Stunde handelte, aber dabeistand, daß sie seit 1985 Kazelacamper sind. Ich war damals vollkommen verwirrt und dachte zuerst an ein Späßchen von meinem Karl-Heinz aus Mainz. Ich wußte, daß mein "Hamster" sicher kein Kazelacamper ist. Es stellte sich dann raus, daß die Namensgleichheit rein zufällig war, aber lustig wars doch. Ich sag ja immer, die Welt ist klein. :-) Ein Foto von Conny und Karl-Heinz hab ich leider noch nicht, aber das wird sicher nachgeliefert ins Medulinalbum.

Ja, und die vielen Kazelaurlauber, mit denen wir geredet und Spaß hatten, aber die ich nicht in meinem Tagebuch angeführt hab, sollen bitte nicht böse sein. :-)

Das war also der erwähnenswerte Nachschlag, der mir noch eingefallen ist.

nach oben


Unser Urlaub mit den Enkeln Raphael und Tamara


Mittwoch, 18. Juli 2007:

In dieser Nacht hab ich ganz schlecht geschlafen. Ich war schon um 2 Uhr früh putzmunter und hab mich bis 3 Uhr im Bett rumgewälzt. Reisefieber! Ist egal, dachte ich, steh ich halt auf, mach mir Kaffee und lese meine Zeitung. Der Zeitungsausträger hat eigentlich den Ausschlag gegeben, daß ich aufgestanden bin. Meine Enkel haben noch ganz brav geschlafen, mein Mann Hermann war in der Nachtschicht und so hab ich mir gemütlich die Lektüre und meinen Kaffee reingezogen. Ein paar Sachen sind mir noch eingefallen, die noch eingepackt gehören. Wenn wir nach Kazela fahren hab ich sowieso immer das Gefühl, daß ich etwas Wichtiges vergesse.

Um 5 Uhr weckte ich meine Zwutschkerl und kurz darauf stand auch schon mein Mann vor der Tür. Der Campingkühlschrank wurde noch ins Auto geladen, die Enkel ordentlich in den Kindersitzen angeschnallt und um Viertel nach Sechs gings ab nach Kazela.

Das Wetter war schön und in den letzten Tagen hatte uns eine richtige Hitzewelle heimgesucht. Wir freuten uns alle aufs Meer, denn auch wenns heiß ist geht immer ein Lüfterl und man kann ins Wasser springen zum Abkühlen. Gut gelaunt waren wir also unterwegs und die Kinder plapperten hinten drauflos, was sie so alles machen werden wenn wir endlich angekommen sind.

Auf der Tauernautobahn kurz nach Hallein stand die Ampel für den Ofenauertunnel auf rot. Knapp vor dem Tunnel kamen wir zum Stehen. So schön wars gegangen, kaum Verkehr und nun das. Im Radio hörten wir dann die Unfallmeldung. Ein Auto war an die Tunnelwand gekracht und mußte abgeschleppt werden. Der Stau reichte bis Salzburg zurück, das sind an die 30 km. Wir hatten nun Glück im Unglück, daß wir ganz vorne am Tunnel zum Stehen gekommen waren, als es nach einer halben Stunde Wartezeit endlich weiterging. So ließen wir die restliche Strecke auf der Tauernautobahn alle Fahrzeuge hinter uns und hatten freie Fahrt. :-)

Im Karawankentunnel meldete Raphael, daß wir Halbzeit haben. Die Kinder wissen schon, daß sie nocheinmal solange fahren müssen wie jetzt. In Hrusica, der ersten Raststation nach dem Karawankentunnel machen wir immer einen Tankstop, gehen auf die Toilette und versorgen uns mit Essen und Trinken. Die haben da einen gut sortierten Shop bei der Tankstelle und es gibt auch frische, warme Pizzastücke und Apfelstrudel. Hmmmmmmmm..... Normalerweise machen wir hier auch unseren Fahrerwechsel, aber durch die Nachtschicht und den Stau beim Ofenauer Tunnel hat mein Mann schon früher aufgegeben und mich fahren lassen.

Weiter gings ohne Probleme über Ljubljana, Postojna bis Koper zur slowenisch-kroatischen Grenze Dragonja. Die slowenische Autobahn ist ja meine erklärte Lieblingsstrecke. So ein entspanntes Fahren hab ich noch nirgends erlebt. Bei jedem Bergaufstück gibts eine eigene dritte Kriechspur und man hat dadurch immer zwei normale Spuren zur Verfügung.

Es war jetzt halb elf Uhr und wie ich schon befürchtet hab stand eine kleine Autoschlange vor der Grenze. Normalerweise fahre ich zur Hauptreisezeit und wenn ich so spät ankomme von haus aus über Buzet, aber meinen Enkeln wollte ich diese kurvenreiche Strecke nicht zumuten, da ihnen leicht schlecht wird. Die halbe Stunde Verzögerung vor dem Ofenauer Tunnel hat ausgereicht, daß wir uns diesmal anstellen mußten. Es ging aber relativ flott, die Kroaten machten sogar eine zweite Abfertigungsspur auf und in einer Viertelstunde waren wir da auch durch. Glück gehabt.

Auf der kroatischen Schnellstraße, dem istrianischen Ypsilon, gings ebenfalls gut voran und ein paar Zockler konnte ich ganz bequem auf dem zweispurigen Stück vor der Straßenmaut überholen. Die Enkel und mein Mann schliefen abwechselnd und so konnte ich meinen Gedanken nachhängen. Pula wird ein Problem werden, dachte ich mir, da wir genau zur Mittagszeit dort ankommen würden. Tja, wenn die Oma fährt schlafen meistens alle. Auch im Schulbus. *grins*

Meine Befürchtung wurde kurz nach der Abfahrt in Pula bestätigt. Es staute bis zur Ampel, aber ich war jetzt auch zu müde und hatte leichtes Kopfweh um umzudrehen und mir die Ausweichstrecke über Valtura, Sisan und Liznjan zu suchen. Naja, 20 Minuten hats gedauert bis wir an der Ampel beim Mercator durch waren. 34° im Schatten zeigte die Temperaturanzeige im Auto und ich bedankte mich im stillen für die Klimaanlage.

Als wir die Einfahrt in Kazela entlangfuhren fragte Raphael ob wir schon auf FKK seien und als er die ersten nackten Leute sah, wollte er sich stantepede ausziehen. Wir konnten ihn noch bis zu unserem Wohnwagen vertrösten. Meine Enkel freuen sich nämlich schon seit Weihnachten, daß sie wieder nackt rumlaufen dürfen. War ein lustiger Wortwechsel, den ich euch schnell reinschreib.

Also, die Enkel haben bei mir übernachtet und am Morgen, als wir beim Frühstück sitzen, sagt Tamara mit einem abgrundtiefen Seufzer: "Ich bin so froh, wenn wir wieder in Medulin sind!" - Sagt Raphael drauf: "Ja, ich auch, weil das ist voll blöd zuhause. Auf d'Nacht muß man sich zuerst ausziehen, dann muß man sich einen Pyjama anziehen, in der Früh zieht man den Pyjama wieder aus und dann muß man sich wiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeder anziehen. In Medulin ist das viel praktischer!" Und wie üblich zählt dann der Papagei Tamara alle Dinge auf, die in Kazela nackt gemacht werden können. Sie genießen den Urlaub wirklich. :-)

Kaum sind wir bei unserem Standplatz angekommen hüpfen sie schon nackt rum, helfen uns beim Ausräumen vom Auto und Vorzelt, verstauen anschließend ihre Spielsachen in einer Ecke und bringen ihre Fahrräder in die "Garage" hinterm Wohnwagen. Meine Enkel sind sehr brav, das weiß ich und ich sag das nicht nur, weil es meine Enkel sind. Aber wie brav sie wirklich sind, das erstaunt sogar mich manchmal.

Die ganze Ausräumerei, Kühlschrank füllen, Fenster aufmachen, usw. dauerte ungefähr eine Stunde und mittlerweile saß ein kleiner Mann mit einem Vorschlaghammer in meinem Kopf. Meine Enkel halten normalerweise immer mit mir ein Mittagsschläfchen ab. Das machen sie ohne Murren. Das tun sie aber nur, wenn sie mit uns mit sind. Meine Tochter kriegt direkt die Krise, wenn sie das hört. Bei ihr haben sie alle möglichen Ausflüchte und selten machen sie untertags die Augen zu. Sie legen sich bei mir zumindest hin und sind ganz ruhig, wobei sie nach einer Weile sowieso einschlafen.

Naja, diesen ersten Tag konnte ich ihnen kein Schläfchen im Enkelzelt zumuten, da es sehr heiß war und kein Lüftchen wehte. Ich mußte mich aber hinlegen, sonst wär mir der Schädel geplatzt. Ich bat die Kleinen sich auf die Relaxsessel zu setzen und ein bißchen zu rasten, während ich mich schlafen legte. Mein Mann wollte auf die Zwei ein Auge haben und hatte es sich in einem Liegesessel bequem gemacht. Als ich nach eineinhalb Stunden wieder zum Vorschein kam, saßen Raphael und Tamara noch immer wortlos auf den Relaxstühlen und Tamara deutete mir ganz aufgeregt mit dem Finger: "Psssssssssst, der Opa schläft!" - Den hatten sie die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen, während ihm selber die Augen zugefallen sind. Höchstwahrscheinlich sind meine Enkel auch auf den Sesseln eingeschlafen, aber daß sie so mucksmäuschenstill und brav sind, das hätte ich selber nicht gedacht.

Schön langsam kam dann wieder Leben in uns und Hermann ging mal mit den Enkeln schwimmen. Mal testen, wie Raphael schwimmt. Er hat vor ein paar Wochen seinen Schwimmausweis bekommen und Tamara ist natürlich erpicht darauf, es ihrem großen Bruder nachzumachen. Sie schafft es auch schon, sich 3 bis vier Tempi lang, an der Wasseroberfläche zu halten. Sie braucht nur noch ein bißchen Atemtechnik, dann ist sie auch eine "Schwimmerin".

Schuri hat gesehen, daß wir schon ansprechbar sind und besucht uns. Wir tauschen ein paar Neuigkeiten und Grüße aus als Janusch vorbeikommt um uns "wieder" zu begrüßen. Anschließend kommen Ernst und David um Hallo zu sagen. Sie wußten, daß wir demnächst kommen und haben auf gut Glück vorbeigeschaut. Ernst hat ziemlich abgenommen, gewollte 18 kg sagt er, und David ist ein junger Mann geworden, größer als sein Vater. Neuere Bilder von den Beiden hab ich leider nicht.

Die Halleiner stehen auch noch da und ein Wohnmobil kommt gerade an und die Beifahrerin fragt uns, ob der Nachbarplatz frei ist. Sie kommt mir bekannt vor, aber erst als ich den Namen ihres Mannes erfahre, weiß ich in welcher Gehirnecke ich sie suchen muß. Es sind Richard und Monika aus Ingolstadt? (wenn mich nicht alles täuscht), Bekannte von Elisabeth und Horst, mit denen wir vor Jahren schon mal beisammen gesessen sind.

Wir sehen daß Ralf, Birgit und die Kinder Lea und Tim aus Köln schräg gegenüber in der Nachbarreihe sind, aber heute werden wir nur noch Essen ins Bilina gehen und dann total geschafft ins Bett fallen. Die Kölner werden wir morgen drücken. :-)

Im Bilina treffen wir dann noch Michaela und Fritz und Christiane und Hans, die auch noch eine Woche Urlaub mit uns haben. Raphael verdrückt fast eine ganze Pizza und Tamara eine Portion Spaghetti Bolognese, so einen Hunger haben sie und wir sind schon um 21 Uhr wieder auf dem Weg nachhause. Es war für uns alle ein langer Tag und sogar bei den Kindern sind die Energiereserven aufgebraucht. Morgen ist auch noch ein Tag. Gute Nacht Kazela! :-)

nach oben


Donnerstag, 19. Juli 2007:

Ich hab geschlafen wie ein Stein und ich denke alle anderen auch. Es wird wieder ein heißer Tag, das war schon bald in der Früh abzusehen. Um halb acht, als ich dieses Bild gemacht hab, hatte es schon 29° und es war windstill.

Hitzewelle

Auch hier in Kazela war die letzte Woche, in der wir zuhause waren, eine Hitzewelle ausgebrochen. In den paar Tagen ist alles Gras braun geworden. Obwohl Schuri während unserer Abwesenheit fleissig gespritzt hat und ich sie gestern sofort gut gewässert hatte, lassen alle meine Blumen schon wieder die Blätter und Köpfe hängen. Hoffentlich kann ich noch einiges retten. Wär schade wenn mein Sonnenblumengarten verwelken würde.

Eigentlich geht nun alles seinen gewohnten Gang. Wir frühstücken mit den Enkeln, Raphael dreht mit dem Fahrrad seine Runden wie jedes Jahr und Tamara folgt ihm auf den Fersen. Bei uns runter, beim Schuri vorbei und die Straße rauf und oben beim Mistkübel wieder runter zu uns. Ich hab ein bisserl ein mulmiges Gefühl, wenn sie zwischen den Steinen durchfahren müssen und rufe den Beiden ständig "Langsam, aufpassen und vorsichtig" hinterher.

Lea, die Kleine von den Kölnern, schleicht sich meterweise an. Die Kinder sind gegenseitig noch ein wenig schüchtern, da sie sich doch 2 Jahre nicht gesehen haben. Ralph und Birgit kommen nun runter, um uns zu begrüßen. Gestern wollten sie nicht stören, da sie gesehen haben, daß wir ziemlich gestresst rumflitzten, um unser Domizil bezugsfertig zu machen.

Ralf und BirgitLea

Unsere gegenüber Nachbarn, Oma und Opa aus Gelsenkirchen, (Ich weiß ihre Namen nicht und sag einfach Oma und Opa zu ihnen) sind schon ziemlich fertig von der Hitze, sagen sie mir im Vorbeigehen. Das Wasser hat am Nachmittag an die 30° und ist auch keine Abkühlung mehr. Grade in der Früh ist es noch ein wenig frischer, später kann man nur noch im Schatten rumliegen und sich mit dem Gartenschlauch abspritzen. :-)

Die Halleiner fangen zum Zusammenräumen an, sie wollen morgen nachhause fahren. Tja, nach 3 Wochen gibts schon ordentlich Arbeit mit dem Abbauen, Vorzelt waschen, Boot zerlegen, usw. Da ist man an sich froh, daß das Wetter schön ist. Sie machen sich aber keinen Stress und legen hin und wieder ein Päuschen ein.

Wir reden über den Golfplatz, der außerhalb vom Kazelazaun auf Liznjaner Seite gebaut werden soll. Der Golfplatz ist nun doch genehmigt worden, da sie den Kanalbau bis nach Marlera raus mitfinanzieren. Baubeginn soll Ende September sein. Oben am Steinbruch bei den alten Stallungen wird wahrscheinlich ein Golfhotel entstehen. Man weiß noch nichts genaues, aber der Bauer hat heuer kein Gemüse mehr angesetzt auf seinen Feldern. Die Frau vom Alex ist sehr pessimistisch, daß Golfer einen FKK-Platz neben sich dulden werden. Naja, das müssen wir alles abwarten, über ungelegte Eier kann man nicht diskutieren. Aber neugierig wie es werden wird, sind wir alle. :-)

So vergeht halt der Tag mit Baden, Spielen, Radfahren, Essen, Mittagsschläfchen und Plaudern mit den Nachbarn. Ich hab ja diesen Enkelurlaub nicht mitgeschrieben im Tagebuch, auch fotografiert hab ich sehr wenig. Grade das Frühbild war Standard, für weitere Aktionen fehlte mir die Energie. Mal sehen was ich von meinen Freunden noch an Bildern bekommen werde. Die gibts dann natürlich im Bilderbuch zum Anschauen für euch.

Meine Enkel beim Mittagsschlaf

nach oben


Freitag, 20. Juli 2007:

Das übliche Frühstücksbild zeigt, daß es auch heute wieder heiß ist. Windstille und das Meer ist total glatt. Es ist ja Sommer. Was anderes wär uns ja auch nicht recht, also warum darüber jammern. Man muß halt seine Aktivitäten dem Wetter anpassen und eigentlich sind wir alle froh, daß wir nackt rumlaufen dürfen und nicht arbeiten müssen. Das Einzige was man tun kann ist sich viel im Schatten aufhalten und so wenig wie möglich Bewegung zu machen. Das ist ganz nach meinem Geschmack. :-)

Windstille und arschglattes Meer Unter unserem Tarnnetz mit Sonnensegel zusätzlich

Wir haben sogar unsere normale Essenszeit von 18 Uhr auf 19 Uhr 30 verschoben, da man bei dieser Hitze keinen Bissen runterkriegt, geschweige denn sich ins Vorzelt stellen will, um zu kochen.

Am Abend kommen wie fast jeden Tag Brankica und Beo zum Baden vorbei und wir laden sie für Sonntag zu einem Grillabend ein.

Als es schon fast dunkel ist machen wir noch einen kleinen Spaziergang, weil es so angenehm ist. Meine Enkel haben mittags wieder so brav geschlafen, daß sie auch noch nicht ins Bett gehen müssen. Wir kommen aber nur bis zu Dejans Strandbar, denn da sitzen Michaela und Fritz. Wir setzen uns zu ihnen und die Kinder und die Oma kriegen ein Eis *gg*.

Die Männer unterhalten sich über das Bier vom Dejan, das irgendwie keinem so richtig zu schmecken scheint. Also wird mal die Getränkekarte zu Rate gezogen und mit Dule, dem Kellner der heuer beim Dejan arbeitet, gehen wir mal die Biersorten durch, die er anzubieten hat. Oh Wunder, es gibt sogar "Karlovacko Pivo", zwar in Flaschen, aber zum selben Preis wie das Bavaria, das keinem schmeckt. Mit einem breiten Grinsen bestellt also Fritz ein Karlovacko, denn er ist kein Weintrinker und das Misch-Masch war nur eine Verlegenheitsbestellung.

Wir besprechen auch noch schnell was für morgen an Christianes Geburtstag geplant ist. Michaela hat sich heute bei dem lustigen Gemüsehändler, der mit einem weißen Mercedes auf den Platz kommt und "Meloni, Meloni" schreit, eine große Wassermelone gekauft. Die will sie heute noch aushöhlen und darin für morgen eine Bowle ansetzen. Das wird sicher ganz lustig morgen, aber heute haben wir nur noch einen Wunsch: "Ab nach Hause und in die Heia!"

nach oben


Samstag, 21. Juli 2007:

Heute ist der ideale Tag für eine kleine Geburtstagsfeier im Freien. Bei einer ganz leichten Borabrise, die kühleren Wind um unsere Nasen fächelt und herrlichem Sonnenschein, machen wir uns am vormittag auf den Weg zu Christiane.

Herrlicher Tag zum Geburtstag von Christiane

Die meisten Gratulanten haben sich schon eingefunden und Christiane hat einen ganzen Karton Weißbier von Michaela und Fritz bekommen. Wir haben auch in weiser Voraussicht eine Kleinigkeit von zuhause mitgenommen, denn Christianes Geburtstagfeier ist schon ein Standard in jeder Kazelasaison.

Christianes Geburtstag

Sie hat für ihre Gäste kleine Häppchen gemacht und die Bowlemelone wird auch angezapft. Köstlich hat das geschmeckt, ich hab das noch nie vorher probiert. Nachdem ich zwei Glas davon ausgelöffelt hab war ich schon a bissl schwindlig. *grööööööööööl* Macht ja nix, ich muß nicht mit dem Auto fahren, bis heim schaff ich es noch locker und mein Mittagsschläfchen wird mich schon wieder entsäuseln.

Christianes Geburtstag

Was mir in diesen Tagen noch aufgefallen ist muß ich euch erzählen. Anscheinend sind Ende Juli in Kazela die "Enkelwochen". Christiane und Hans haben ihren Enkel Josh wieder mit, die St. Veiter Hermann und Eveline, die an der Klostraße stehen, gehen jeden Tag ein paarmal mit ihrer Enkeltochter bei uns vorbei, Vera und Luis aus Graz haben ebenfalls eine Enkeltochter mit und viele Omas und Opas rennen hinter Kleinkindern in Kazela her. Find ich richtig lustig und hab deshalb diese Ende-Juli-Zeit die "Enkelwochen" getauft.

Okay, am Abend wollen wir uns im Bilina nocheinmal treffen, damit auch ihre Freunde von Textil bei der Geburtstagsfeier dabei sein können. Thomas und seine Lebensgefährtin Birgit sind wegen Thomas' Sohn Marc lieber auf dem Textilteil. Thomas ist der beste Freund von Hans-Werner und Christiane und ist mit seiner Familie auch schon seit Jahren immer in Kazela.

Thomas spielt MundharmonikaDas Weizen ist alle!

Es war dann recht gemütlich im Bilina und meine Enkel wollten Christiane auch unbedingt ein Geburtstagsständchen darbringen. Sie sangen kichernd: "Happy Birthday to you, Marmelade im Schuh, Matrose in der Hose, Happy Birthday to you!"

Um 23 Uhr bin ich dann mit meinen Zwergerln heimgewandert, weil sie kaum noch die Augen offenhalten konnten. Mir wars auch schon recht, ehrlich gesagt. :-) Wir ließen den Opa noch ein bisserl weiterfeiern und freuten uns auf ein Einschlafen ohne Schnarchgeräusche. *gg*

MüderMüde

nach oben


Sonntag, 22. Juli 2007:

Heute war also unser Grillabend geplant zu dem wir Brankica, Beo und Schuri eingeladen haben. Ideales Tagerl. Es war nicht mehr ganz so heiß und drückend wie die letzten Tage. Ich denke, daß wir durch die Unwetter in den umliegenden Gebieten schon ein kühleres Lüfterl abkriegten.

Nichts in Sicht

Mittags kam dann ein leichter Westwind auf und blies geradewegs in das Enkelschlafzelt. Da haben die Beiden dann super geschlafen. Tamara über eine Stunde und Raphael weckten wir nach 3 Stunden auf. Dem hats richtig getaugt. Er ist auch den ganzen Tag viel unterwegs. Um 10 Uhr hatte er nach Ralfs Angaben schon 22 Runden mit dem Fahrrad gedreht. Raphael sagte dann selber, daß es jetzt genug für heute sei. *gg* Man kanns gar nicht fassen, welche Energie der Junge hat und Ralf meinte immer, daß er bestimmt in 2 Jahren bei der Tour de France mitfährt. :-)

Der Schlaf des GerechtenSchatten machen, daß es im Zelt kühler ist.

Am Nachmittag überlegten Hermann und ich, ob wir nicht auch noch Ralf, Birgit und die Kinder einladen sollten, denn die 2 Surschopfbraten, die wir aus Österreich mitgenommen hatten, waren schon recht groß. Okay, ich mach dann noch eine große Pfanne Gemüsereis, eine große Pfanne Bratkartoffeln und eine Schüssel Tomaten/Paprikasalat dazu, dann wirds schon reichen für 7 Erwachsene und 4 Kinder.

Wir schleppten also von Schuri noch einen großen Tisch rauf, von Birgit holten wir zusätzliche Sessel, Teller und Besteck runter und deckten mal den Tisch, während sich die zwei Brocken Fleisch am Gasgriller drehten. Hermann hatte noch für die Kinder Grillwürstl aufgelegt, da Raphael und vielleicht auch andere kein Fleisch essen würden. Birgit kam noch mit einer Tasse Cevapcici und so war es auch kein Problem, als Tim fragte, ob sein neuer Tiroler Freund Luis auch mitessen kann. Auch Bratko kam dann noch mit Schuri mit und somit waren wir 13 Leute. Was für ein Fest!

Tim war ja so lustig gewesen vor ein paar Tagen, als Ralf zu ihm sagte, daß er sich doch einen Freund suchen soll. Es laufen doch genug gleichaltrige Buben in Kazela rum. Er meinte ganz treuherzig, daß das nicht geht, weil er ja kein "österreichisch" versteht. Hermann konnte ihn dann aber beruhigen und erklärte ihm, daß das nicht tragisch sei, weil wir Österreicher ja "deutsch" können. *grins* Kurz darauf hat er dann den Luis als seinen besten Freund erklärt und heute nacht wollen sie auf Luftmatratzen am Strand schlafen.

Nach dem Essen, das übrigens ratzeputz zusammengegessen wurde, vertschüssten sich die Kölner mitsamt ihrer Kinder an den Strand, wo sie ein Lagerfeuer machten und die Schlafstatt von Luis und Tim herrichteten. Als es dunkel wurde und meine Gäste sich auf den Heimweg machten, ging auch Hermann mit den Enkeln an den Strand um ein wenig mit ihnen am Lagerfeuer zu hocken. Das hat ihnen allen Spaß gemacht, während ich schnell die fremden Sessel und Tische zusammenstellte und die restlichen Gläser abwusch. Es war fast Mitternacht, als meine Lieben wieder vom Strand auftauchten und ins Bett wollten.

Lagerfeuer

Es war auch stärkerer Wind aufgekommen und ich mußte einiges am Zelt zumachen und Hermann trug noch die Sessel und Tische zu ihren Besitzern zurück. Wer weiß wie stark der Wind in der Nacht wird und ich renn sicher nicht auch noch fremdem Zeug hinterher.

nach oben


Montag, 23. Juli 2007:

Tja, der Urlaub mit den Enkeln geht schon wieder dem Ende zu. Gestern sind im Lauf des Tages Steirer angekommen, die sich auf den Platz neben Schuri gestellt haben. Martin hat diesen Platz für seine Ex-Frau reserviert als die Halleiner abgefahren sind. Sheila, die Tochter der neuen Nachbarn ist genauso alt wie Tamara und die Kinder kannten sich schon vom Vorjahr. Natürlich hockten sie gleich beisammen und packten ihre Malsachen aus.

leichter Wellengang kündigt eine Wetteränderung an.

Leichter Wellengang kündigt eine Wetteränderung an, die ich eigentlich schon erwartet habe. Auf meinen Kopf kann ich mich eben verlassen. Wenn er weh tut, dann schlägt das Wetter in den nächsten 3 Tagen um.

Heute erwarten wir noch Besuch von meinem Schwager Otmar und seiner Frau Irene, die in Umag auf Kanegra Urlaub machen. Ihre Freunde, ein Knittelfelder Ehepaar, sind ebenfalls mit von der Partie. Hermann wartet schon einige Zeit oben am Schranken auf sie und weil sie gegen Mittag noch immer nicht in Sicht sind, rufe ich bei ihnen an. Tja, sie haben sich noch in Funtana einen Campingplatz angeschaut und nun stehen sie in Pula Stau. Um halb eins sind sie endlich da und begutachten unser Platzerl in Kazela. Ich denke, es gefällt ihnen sehr gut, besonders der Knittelfelderin hat es Kazela angetan.

Wir gingen gemeinsam ins Bilina zum Essen und machten anschließend eine kleine Platzrunde über unser Solarduschhaus, damit sie das auch gesehen haben. Ist ja wirklich schön geworden nach der Renovierung. am Weg zu unserem Standplatz hat Erwin (der Knittelfelder ist anscheinend bekannt wie ein bunter Hund) Bekannte aus Knittelfeld gesehen, die an der Klostraße ihren Wohnwagen aufgebaut hatten. Natürlich mußten sie da stehenbleiben auf ein Plauscherl während wir anderen zu unserem Platz weitergingen und sofort im Meer Abkühlung suchten. Uns ist allen heiß geworden bei dem Marsch.

Heiß wars im Hinterland :-)Die Straße heizt ordentlich

Unsere Besucher sind dann sehr früh heimgefahren und wir haben noch einen entspannten Ruheabend eingelegt. Morgen wirds ja dann schon zum Zusammenpacken.

nach oben


Dienstag, 24. Juli 2007:

Die Wellen sind da, genauso wie ich es erwartet hab. Gestern war ja am Abend noch die Action, die ich schon weiter oben im vorherigen Tagebuch erwähnt habe.

Durch die Falschparkerei der Wellenreiter gestern sind die Direktoren aber darauf aufmerksam geworden, daß hinter meinem Wall, sozusagen auf dem Parkplatz, ein Wohnwagen steht. Ein nettes Regensburger Ehepaar steht schon seit fast 14 Tagen da ganz versteckt hinter meiner Ginster- und Sonnenblumenplantage. Vielleicht wollten sie sich ein bisserl verstecken, warum auch immer. "Jedem Tierchen sein Pläsierchen".

Naja, jedenfalls wars gestern abend zu spät um da noch was zu unternehmen und so sind die Direktoren mitsamt der Security heute vormittag vor der Tür der Parkplatzcamper gestanden. Ralf hat das genauer geshen als ich, da ich schon mit Zusammenpacken beschäftigt war, aber sie haben mit den Händen herumgefuchtelt, mit Papieren gewachelt und wollten die Camper anscheinend bewegen, von dort wegzuziehen. Ich denke mal, daß sie schon den größten Teil ihres Urlaubs konsumiert haben und deshalb hat die Kazeladirektion wohl auch ein Auge zugedrückt. Jedenfalls haben sie am Mittwoch noch dagestanden, als wir abgefahren sind. :-)

Im Laufe des Vormittag sind dann Wolken über den Himmel gezogen und haben zeitweise die Sonne verdeckt. Mir war das sehr recht, denn so mußten wir nicht so schwitzen als wir alle "Schattenspender" abmontierten. Ich mag ja diese Arbeit gar nicht, es ist immer so trostlos wenn ich mein Urlaubsdomizil ausräumen muß. Wir richteten alles so her, daß meine Tochter Alexandra mit ihrer Familie in 3 Wochen problemlos Urlaub machen kann und heuer schrieb ich sogar eine Liste, was alles vorhanden ist, damit sie nicht soviel doppelt einpacken muß. :-)

Ein Camper mit seiner Frau kam vorbei um sich bei Medulinka mal vorzustellen. Ich war schon ziemlich geschafft vom Zusammenpacken und deshalb hab ich es ganz verabsäumt ihn nach seinem Namen zu fragen. Das Einzige was ich rauskriegen konnte, war, daß er sich auf meiner Homepage angemeldet hat. Der Nickname oder Emailadresse ist seine Autonummer, weil er ist auch schon ziemlich vergesslich. :-)

Monika und Werner kamen mit ihrer Tochter und ihrem Enkel zum Verabschieden vorbei und wollten noch einiges wissen wegen der Pauschale. Sie haben vor sich nächstes Jahr eine zu leisten, damit sie und ihre Kinder auch nicht ständig Auf- und Abbauen müssen. Blöderweise fing es ganz leicht zum Tröpfeln an und hatte es jetzt eilig, daß alles noch trocken ins Vorzelt reingeschafft wird. Mehr oder weniger kam das einem Rauswurf gleich, aber meine Steirer haben das schon verstanden. Sie sind ja auch Camper. :-)

Nachdem alles im Wohnwagen und im Vorzelt dicht war, kam wie zum Hohn die Sonne raus. Ein paar Tropfen und das wars. :-) Macht nix, war eh schon Abend und Ralf kam mit Birgit vorbei um "Auf Wiedersehen" zu sagen. Sie haben noch eine Woche Urlaub bis sie wieder Richtung Köln abdampfen müssen.

An unserem letzten Tag ist es immer Standard, daß wir ins Bilina essen gehen. Das Wetter ist wieder schön und die Wolken sind verschwunden. Wir treffen noch Hans und etwas später kommt auch Christiane und wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr. Von den Kellnern Marco und Dennis wird auch keiner mehr da sein, wenn wir Mitte September wiederkommen. Milenko ist immer noch nicht Opa, aber ich hoffe, daß er uns benachrichtigt, wenn es soweit ist. Vera und Luis treffen wir noch kurz. Sie sind grad wieder angekommen und wir sagen schnell "Hallo" und "Auf Wiedersehen". Tja, so ist das halt...

Wir gehen relativ früh wieder in Richtung Kazelaende, sehen beim Dejan noch Schuri und Bratko sitzen und verabschieden uns von den Zweien. Dejan sagt, daß er noch bis Ende September da sein wird, okay, dann werden wir uns nochmal sehen.

Und nun gehts ab nach Hause. Meine Enkel sind auch ein bisserl traurig, aber sie freuen sich doch, daß sie Mama und Papa bald wiedersehen. Es war eine schöne Woche mit unseren Enkeln, alles ist gutgegangen, keiner hat einen Fahrradsturz gebaut, sie schwimmen schon ganz ordentlich und haben brav gegessen und geschlafen. Omaherz, was willst du mehr. :-)

Das wars also mit dem Kazelatagebuch 2007. Ich hoffe, daß ihr euch einigermaßen gut unterhalten und Spaß beim Lesen hattet.

Liebe Grüße und einen schönen Kazelaurlaub wünschen euch Medulinka und Göttergatte Hermann und die gesamte Medulinfamilie

Das Kazelagartenbeet

nach oben