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Zollprobleme in Koper

servas

Montag, 24. April 2006:
Unsere zweite Woche vom 24. April bis 1. Mai in Kazela war ein wenig stressig und das Wetter nicht so schön, wie wir uns das erhofft hatten. Schon die Anreise hielt einige unangenehme Überraschungen für uns bereit. Nebenbei gesagt fuhren wir diesmal auf der Pyhrrnautobahn (A9), da wir noch meine Lieblingscousine an der slowenisch-kärntnerischen Grenze besuchen wollten. Naja, diese Autobahn ist bis zum Pyhrrnpass nicht so meins. Ständig Tunnels und 80er Beschränkungen. Da kriegst einen Vogel und man kommt sich vor wie ein Maulwurf. Kurz vor Judenburg hab ich dann eine falsche Abfahrt erwischt und bin so ein bisserl in der Gegend rumgegurkt, bis wir wieder den richtigen Weg zum Obdacher Sattel erwischt hatten. Die Beschilderung ist da wirklich ein wenig unzureichend. Aber was solls, wir hatten ja Zeit.

So richtig blöd wurde es dann bei der Zollkontrolle nach Koper. Die Slowenen hatten wir schon passiert und bei der kroatischen Grenze standen ein paar Autos vor uns. Es ging ziemlich schleppend, ohne ersichtlichen Grund. Dann drei Autos bevor wir an der Reihe waren sagt mein Mann: "Schau dir mal DEN Zöllner an. Des is a unguata Typ!" - Tja, und es war wirklich so. Auf die Frage, ob wir was zum Verzollen hätten, sagten wir natürlich "Nein". Er nahm uns die Pässe ab und winkte uns auf die Seite und deutete uns den Kofferraum aufzumachen. Wir hatten das neue Vorzelt noch originalverpackt mitgenommen und er fragte uns, was das ist. Wir erklärten ihm, daß das ein Vorzelt ist für den Wohnwagen. Er verstand eigentlich nur Bahnhof, konnte außer ein paar Standardfloskeln keine andere Sprache als kroatisch. Mit meinen paar Kroatischkenntnissen hab ich halt versucht ihm das zu erklären. "Was das gekostet hat" - wollte er wissen. Ich nannte ihm 2000 Euro, da meinte er, daß ich dafür 400 Euro Zoll zahlen müsste. Ich sagte, das müsste ich nicht verzollen, weil wir das zum Campen brauchen, da ging er auf 300 Euro runter und meinte, das muß ich sicherlich verzollen.

Ich war schon richtig wild und sagte daraufhin, daß ich das sicherlich nicht verzollen werde. Da spazierte er einfach mit unseren Pässen auf die andere Seite und fertigte seelenruhig die wartenden Autos ab. So ein richtiger präpotenter junger Kerl. Ich war so narrisch. Mein Mann ging rüber und fragte, ob er mit ihm normal reden könnte, da deutete er aufs Zollhaus und meinte, er soll mit "Chef" sprechen.

Wir also rein in das Zollgebäude und haben denen das erklärt mit dem Vorzelt. Die haben schon bei den ersten Worten den Kopf geschüttelt und 5 Zöllner haben sich dann bei unserem Auto versammelt. Die konnten zwar auch kein Wort deutsch, aber als wir denen unsere Kazelapässe gezeigt haben war alles in Ordnung mit der Einfuhr eines Vorzelts.

Nur unsere 3 Paletten Dosenbier haben sie bemängelt. Das sei zuviel. 2 Paletten müssen raus. Wir wollten sie verzollen.... Geht nicht! Wir wollten sie in den Gully schütten...... Geht nicht! Wir wollten sie in den Mistkübel schmeissen......Geht nicht!

Also was sollen wir machen? - Zurückfahren!!! Sie gaben uns die Pässe, wir haben die 2 Paletten Bier zwischen Kroatien und Slowenien in einem kleinen Waldstück zwischengelagert und sind wieder zur Grenze zurückgefahren. Ein anderer Zöllner fragte uns grinsend: "Ohne Bier" und ließ uns dann weiterfahren. Den präpotenten Kerl, der unser Vorzelt verzollen wollte, den haben sie sofort versteckt und abgelöst. Der war nicht mehr zu sehen gewesen. Naja, wenigstens was, aber wir waren schon heftig angefressen, das kann ich euch sagen. Das alles hat eine Dreiviertelstunde gedauert und ich glaub auch nicht, daß die Vorgehensweise mit dem Bier in Ordnung war. Ich werde auf jeden Fall versuchen mir da genaue Auskunft zu holen, was unter Alkohol und was unter Lebensmittel fällt.

Natürlich war bei der Heimfahrt das Bier weg und ich vermute stark, daß sich die Zöllner drüber gefreut haben. Auf den 500 Metern zwischen den Grenzen gibts ja nur wenig Möglichkeiten irgendwas zu "entsorgen".

Irgendwie kam mir das als Willkür vor, was da an der kroatischen Grenze ablief. Wenn sich da jemand einschüchtern läßt, der bezahlt zum Schluß die verlangten 400 Euro. Überhaupt wars auch bei der Heimreise so, daß die Kroaten im Hinblick auf die EU-Mitgliedschaft a bissl durchgedreht kontrollierten. Bei der Ausreise verursachten sie nämlich den Stau vor Koper, wobei sie ja eigentlich keinen Grund für so penible Kontrollen haben sollten, und die Slowener winkten alle durch. Beim Karawankentunnel standen wir auch eine geschlagene halbe Stunde. Die Slowenen haben die Pässe begutachtet, als wären wir im Ostblock unterwegs und nicht an EU-Grenzen. Tja, da frag ich mich schon, ob das Sinn macht und ob es vielleicht nicht gscheiter ist kleinere Grenzübergänge anzufahren. In der Hochsaison stundenlang im Stau zu stehen ist echt nicht förderlich für aufstrebende Urlaubsländer wie beispielsweise Kroatien.

In Kazela war dann alles wie immer, Elisabeth und Horst sind ebenfalls am Montag eingetroffen, unser neurenoviertes Duschhaus war fast fertig und die Toiletten schon benützbar, nur das Wasser in den Brausen kam noch kalt herunter.

Dienstag, 25. April 2006:
Sonnenschein, 28°, windstill...... Ein herrlicher Tag also um unser neues Vorzelt aufzustellen. Auch wenn wir keine Campinganfänger sind, so hatten wir doch Probleme alles nach Plan zu sortieren und die Dachplane mit dem Aeropaket (das ist um die Schräge von unserem Wohnwagen auszugleichen) richtig einzuziehen.

 

Aufbauplanung

Tja, und als das Vorzelt dann stand war es gut 15 cm zu lang. Helmut und Gabi kamen vorbei um zu schauen, wie es uns geht mit der Aufstellerei und Helmut hatte dann die Idee, den Wohnwagen aufzubocken. Also hab ich die zwei Schalsteine, die ich die Woche zuvor zu unserer Wasserzuleitung geschleppt hab, wieder runtergetragen und die Männer haben sie dann unter den Wohnwagen gestellt. Beim Aufkurbeln ist dann noch eine Stütze gebrochen aber zu guter Letzt stand unser neues "Wohnzimmer" pipifein da. Wir hatte alle eine Riesenfreude weil es ja doch eine große Geldausgabe für uns gewesen war und wenns dann nicht gepasst hätte.....Nicht auszudenken......

Unser neues vorzelt

Mittwoch, 26. April 2006:
Sonnenschein, an die 30°, leichte Brise und schon a bissl Sonnenbrand vom Vortag. Wir hatten uns entschlossen eine "Brücke" (Boden) ins Vorzelt einzubauen. Hermann fuhr nach Pula um das Holz zu besorgen und ich räumte das Vorzelt aus und mähte in dieser Zeit unseren Rasen. Nachmittag machte mein Mann den Boden ins Vorzelt und am Abend gabs dann ein gemütliches Zusammensitzen mit Horst und Elisabeth.

Vorzelt

Bis jetzt hatten wir nur gearbeitet, doch leider gabs Donnerstag, Freitag und Samstag vormittag immer wieder Regen. Es war zwar nicht kalt, aber trotzdem zu ungemütlich, um spazieren zu gehen oder sonstwas zu unternehmen. Also haben wir unser neues Wohnzimmer eingerichtet, dem Kühlschrank ein Aquariumdekor verpasst, ein bissl was hier und da gerichtet.... Grechtlarbeit halt. :-)

Fischekühlschrank

Ach ja...... und mein kleines Gärtchen gerichtet............ Also Paul, du kannst dich gleich von deinen Steinen verabschieden, die du in meiner Obhut gelassen hast. Die hab ich eingebaut. *grins* Mußt halt neue malen. Und falls du wegen "Napoleon" Bedenken hast...... der ist zeitlebens eh schon neben sich gestanden und war a bissl kopflos...... Diesem Zustand hab ich in meinem Garten Rechnung getragen.

Blumengarten

Am Donnerstag abend kamen Seppi und Jürgen, am Freitag früh Ernreich "Schuri" der Wiener, Freitag abend die Frauen von Seppi und Jürgen, Gudrun und Elli, Samstag mittag hörte dann der Regen auf und die Sonne schien. Es trudelten Peter und seine Familie ein, dann auch noch die "Madln", Kristl und Christine. Tja, so sind wir mittlerweile fast vollzählig in unserer hinteren Ecke.

Die ältere Holländerin und ihr Schwiegersohn (die meisten werden sie ja kennen) sind auch schon da. Sie haben sich für ein paar Tage ein Mobilhäuschen gemietet, während sie die Wohnwagenburg aufstellen. Find ich eine gute Idee.Einige andere Camper haben das ebenso gemacht.

Dejans Strandbar ist ein nettes Häuschen geworden und einige Einrichtungsgegenstände sind auch schon da. Ja, wenn die in Kazela mal anfangen zu arbeiten, dann gehts wirklich fix. Das ist echt erwähnenswert wie schnell seit neuestem in Kazela gearbeitet wird.

Der Boiler vom neurenovierten Duschhaus wurde eingeschaltet und muß jetzt ganz langsam aufgeheizt werden. Am Sonntag gabs schon lauwarmes Wasser zum Duschen und nur die Haken fehlen noch, wo man die Handtücher usw. aufhängen kann. Offizielle Eröffnung wird wohl demnächst vonstatten gehen.

Der Lino hat einen neuen Motor auf seinem Rasentraktor bekommen. Das Gerät ist zwar kaum leiser, aber der Lino wohl etwas besser bei Verstand, weil ihn die Abgase nicht mehr einnebeln. Er hat heuer noch nix Falsches abgemäht, hat er mir schon stolz erzählt.(bei Stromkabeln war er normalerweise sehr gefährdet) ...und es ist schon viiiiiieeeeel gemäht worden heuer. Auch ganz ungewöhnlich.

Die Aquaparkbaustelle ruht noch........ Keine Genehmigung in Sicht. :-)

Und wie ich gehört habe ist auch was im Busch mit der Wohnwagenverzollerei. Angeblich, also wirklich angeblich....... ich hab noch keine offizielle Information dazu..... wird es in nächster Zeit ein neues Verzollungsgesetz in Kroatien bezüglich der Wohnwagen geben. Es soll unter einem Restwert von 3000 Euro keine Zollgebühr mehr fällig werden. Im Moment verlangt Kazela auch von angemeldeten Wohnwagen, die man im Herbst ins Depot stellen möchte, eine Zolldeklaration.

Also, wer nicht unbedingt dringend sein Schätzchen amtlich machen muß, der sollte zuwarten, was da rauskommt. Geredet wird jedenfalls vielerorts von Änderungen diesbezüglich.

Was gibts sonst noch? .... Ach ja, ab 2.5. gibts im Bilina selbstgemachte Pizzas auf der Speisekarte. Ich glaub 10 verschiedene zum Auswählen. Milenko hat sich einen richtigen Pizzaofen zugelegt und wir hatten die Ehre ein bisschen Probeessen zu dürfen, als die Küchendamen die Rezepte ausprobierten. Am Sonntag abend gabs dann die Endversion von der Schinken und Champignon Pizza. Muß sagen, hat uns sehr gut geschmeckt und der Preis von 35 Kuna ist auch in Ordnung. :-)

Sonntag, 1. Mai 2006:
Leider hats wieder den ganzen Tag geregnet und blöderweise gabs auch noch Bora zum Drüberstreuen. Aber ansich hats uns nix ausgemacht, da wir die neue Dachluke, die wir am Samstag nachmittag eingebaut haben, auch auf Dichtheit testen wollten. Naja, und wie sich unser neues Zelt bei Wind verhält war auch interessant. Es bewegte sich kaum...... Tja, so haben wir uns das ja ausgerechnet gehabt mit Bora von Osten. Wies bei Mistral und Jugo ausschaut, das wird sich zeigen, aber ich denke wir stehen heuer besser als die Jahre zuvor. (klopf auf Holz)

Das wars auch schon von unserer 2ten Kazelawoche. Ein bisserl einpacken für die Heimfahrt, am Abend, wie schon gesagt, Pizzaessen und verabschieden und Montagmorgen ab in die Heimat.

Fotos gibts leider diesmal nicht mehr. Ich wollte ja diesmal auf Textil ein wenig rumstreunen, da ich auch einige aus dieser Abteilung zu meinen Bekannten und Freunden zähle. Mich hats aber nicht gefreut die Kamera überallhin mitzuschleppen. Es hat sich meines Wissens dort auch nix Aufregendes getan.

Schaut euch halt mal wieder ältere Bilder an. Ich glaub es sind genug drauf auf meiner Homepage. :-)

Noch ein bißchen Spaß zum Schluß!

Zwei Kumpels planen einen Schiurlaub, packen das Auto voll und machen sich auf die Räder. Wie's der Zufall aber so will, kommen sie unweit ihres eigentlichen Zieles in einen fürchterlichen Schneesturm und müssen Unterschlupf suchen - zum Glück stoßen sie auf einen Hof, gleich neben der Hauptstraße und fahren zum Haus, wo sie eine ÄUSSERST attraktive Hausfrau antreffen und sie ersuchen, ob sie wohl bei ihr im Haus die Nacht verbringen könnten.

"Ich bin seit kurzem verwitwet", meint die junge Frau, "und fürchte, die Nachbarn tratschen, wenn ich Euch ins Haus lasse!"

"Keine Angst!" meinen die zwei "Wir sind schon froh, wenn wir im Schuppen schlafen dürfen!"

Neun Monate später bekommt der eine von beiden einen Brief vom Anwalt der Witwe. Er ruft seinen Kumpel an und fragt: "Hör mal - kannst Du Dich an die süße Maus erinnern, bei der wir im Schneesturm im Schuppen übernachtet haben?"

"Na sicher!"

"KANN ES SEIN, daß Du mitten in der Nacht rausgekrochen bist, zum Haus
rübergegangen und sie gebumst hast???"

"Jou - muß ich zugeben - hab ich."

"Und KANN ES SEIN, daß Du ihr MEINEN Namen genannt hast, an Stelle des Deinen???"

Sein Kumpel wird tiefrot und meint: "Ich fürchte, ja..."

Darauf der eine: "Ok, besten Dank - sie ist gestorben und hat mir alles hinterlassen!"

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Liebe Grüße aus dem Salzkammergut sendet euch

EURE MEDULINKA

tschau