Böse Benutzer

Ein Tatsachenbericht erzählt in Märchenform

 

Es war einmal ein junger Mann, der träumte davon , mit einigen gleichgesinnten Freunden, ein grosses Haus zu bauen. Er hatte die Vision, vielen Menschen einen Platz zur Verfügung zu stellen, wo sie unbehelligt wohnen und ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen können.

Mit viel Geduld und Fleiss wurde Stein um Stein zusammengetragen und ein schönes, komfortables Bauwerk, mit 40.000 Wohnungen à 25 m², entstand. Er stellte diese Wohnungen mietfrei zur Verfügung, aber nur unter der Bedingung, dass die Hausordnung strikt eingehalten wird.

Der junge Mann versprach im Gegenzug dafür, dass die Wohnungsinhaber nicht durch ständiges Anläuten von Staubsaugervertretern, Hausierern und dergleichen gestört werden.

Schon nach kurzer Zeit stellte er mit grosser Freude fest, dass seine Wohnungen sehr gefragt waren. Er installierte ein hauseigenes Sprechsystem, damit sich die Wohnungsbesitzer kennenlernen und unterhalten können. Zwei Briefkästen wurden an jeder Wohnungstür angebracht und ein eigener Botendienst zur Verfügung gestellt. Damit nicht genug. Sogar ein Hilfstrupp wurde angeheuert, die den Wohnungsinhabern bei dringenden Einrichtungsfragen unter die Arme griffen.

Nach einiger Zeit wurden ein paar Wohnungsbenützern die Räumlichkeiten zu eng. Sie hatten ihre 25 m² derart zugemüllt, dass sie oft gar nicht mehr ihre eigenen vier Wände betreten konnten, ohne über diverse Einrichtungsgegenstände zu stolpern.

Daher beschloss der junge Mann ein weiteres Haus mit grösseren Wohneinheiten und noch besserer Ausstattung zu bauen. Seine Mittel waren aber ziemlich erschöpft, darum musste er für die 8.000 Wohnungen à 50 m² einen kleinen Instandhaltungsbeitrag verlangen. Die Kosten von dringenden Reparaturarbeiten beim grossen Gebäude frassen ihm schon langsam die Haare vom Kopf. Der Gegenwert einer Schachtel Zigaretten pro Monat erschien ihm als der richtige Preis, denn das würde sich jeder Mieter, der eine grössere Wohnungs haben wollte, leisten können.

Eine Weile ging alles gut. Die Wohnparteien vertrugen sich gut untereinander und tratschten gerne im integrierten Versammlungsraum. Sie tauschten Vorhänge, Zierkissen und die Adressen der preiswertesten Geschäfte.

Alles war soweit in Ordnung, der junge Mann und die Mieter sehr zufrieden, als plötzlich bei einigen Wohnungen ein auffällig reger Parteienverkehr bemerkbar wurde. Ständig gingen dort Leute ein und aus und überforderten dadurch den Lift und die interne Energieversorgung. Manche Mieter fingen an sich zu beschweren, da sie oft minutenlang vor dem Haus oder der Wohnungstüre stehen mussten, weil durch die allgemeine überlastung das Sicherheitssystem den Eintritt verwehrte.

Noch bevor der junge Mann das übel an der Wurzel packen konnte, kamen Polizisten mit einem Durchsuchungsbefehl und durchwühlten die Wohnungen seiner beiden Häuser.

Er war entsetzt, als die Beamten ihn des Betreibens illegaler Geschäfte bezichtigten. Fragwürdige Existenzen hatten sich anonym in einigen seiner Wohnungen eingenistet und einen schwunghaften Handel mit unerlaubten Waren und einschlägigen Bildern betrieben. Er konnte zwar beweisen, dass er kein Dealer sei und nichts von den Aktivitäten dieser bösen Wohnungsmieter gewusst hat.............aber

"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht"

und so musste der junge Mann tief in seine Tasche greifen, damit er seine beiden Häuser weiterhin den korrekten Wohnungswerbern zur Verfügung stellen durfte.

Das geschah vor ein paar Jahren, doch, wie so oft, wiederholt sich die Geschichte.

Ich habe auch eine kleine Wohnung im zweiten Haus des jungen Mannes eingerichtet, liebevoll ausgestattet und mich gerade mit meinen Nachbarn angefreundet. Ich möchte nicht unbedingt zwangsgeräumt werden.

...Vielleicht werden diesmal alle Bewohner zusammenhelfen und dem jungen Mann jene "bösen Benutzer" melden, die sich partout nicht an die wirklich einfache Hausordnung halten wollen...

Das wäre wünschenswert!

 

Noch eine Geschichte zu Pages.at

enstanden anlässlich eines Festplattenschadens bei Home.Pages.at, geschrieben von einem Benutzer

 

Der Dank gebührt Iwo.

Wenn ich pages.at mal mit einer Kneipe vergleichen darf, so ist Iwo quasi der Besitzer, Wirt und Kellner in Personalunion, der den ganzen Laden schmeisst. Daneben gibt es noch einige Stammkunden, die fast täglich in der Kneipe hocken. Ihre Tätigkeit beschränkt sich meist darin, wie auch in normalen Kneipen, den anderen Kneipenbesuchern einige Informationen zu geben, mal ein Getränk zu empfehlen, mal eine Beschwerde an den Wirt weiterzuleiten, auf randalierende Besucher mässigend einzuwirken und sich auch mal um Alkoholleichen zu kümmern ;-)

Wenn nun, wie am Feiertag geschehen, plötzlich die Zapfanlage nicht mehr funktioniert, dann muss leider der Wirt allein sich um das Problem kümmern. Die Stammkunden können die unzufriedenen Besucher höchstens auf den Aushang an der Eingangstür hinweisen. Dass bei einem Defekt die Dauer der Reparatur selten genau vorhergesagt werden kann, dürfte jedem klar sein, zudem wenn der Wirt für die Reparatur der Zapfanlage noch Informationen vom Bierlieferanten braucht, der natürlich am Feiertag wiederum schwieriger zu erreichen ist. So können selbst die Angaben des Wirtes über die Dauer nur Prognosen sein, die Einschätzungen der Stammkunden sind da noch ungenauer, da diese ja nur dem Wirt bei der Reparatur zuschauen und weniger fachkundig jedes Zischen als hoffnungsvolles Zeichen interpretieren.

Und selbst wenn die Zapfanlage dann endlich repariert ist, dauert es ja noch ein bisschen, bis das erste Bier ausgeschenkt werden kann, muss doch die Anlage zuerst noch gereinigt, getestet und wiederbefüllt werden. Es ist natürlich verständlich, dass die zum Frühschoppen erschienenen Kneipenbesucher, die sich schon auf das Freibier gefreut haben, etwas enttäuscht sind. Und auch diejenigen, die ein Glasl Wein haben wollen, können bei dem Trubel vielleicht nicht immer so prompt wie gewohnt bedient werden.

Das ganze rechtfertigt jedoch keineswegs das ungebührliche Verhalten einiger weniger Gäste. Das Rumbrüllen und Beschimpfen des Wirtes zeugt doch nur von der mangelhaften Erziehung dieser Poltrone. Da geht auch mir als Stammkunden die Hutschnur hoch, und ich muss mich schon zusammennehmen, um nicht meine eigene Erziehung vergessend, die Rüpel im gleichen Tonfall zurechtzuweisen.

Auch wenn es gelegentlich diese unangenehme Erscheinungen gibt, die überwiegende Mehrheit der Kneipenbesucher hat sich trotz der Enttäuschung fair und verständnisvoll verhalten. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt und dass die wenig umgänglichen Zeitgenossen nur eine Randerscheinung bleiben. Denn ich möchte, dass meine Stammkneipe weiterhin ein solch gemütlicher Ort bleibt, wo ich in Ruhe vor meinem Glas sitzen kann, wo ich mich mit anderen netten Gästen unterhalte und dabei manchem neuen Gast vielleicht auch mal den einen oder anderen Tip zur Getränkeauswahl geben kann.

In diesem Sinne erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl unseres unermüdlichen Kneipenbesitzers Iwo!

Viele Grüsse gk

<<< Man sollte sich darüber klar sein, dass dies für einen kostenlosen und werbefreien Service keineswegs normal ist! Vielen Dank Iwo>>>